Hab da nur noch zwei Punkte

helmut-1, Siebenbürgen, Dienstag, 16.02.2016, 06:35 (vor 3653 Tagen) @ siggi3058 Views

Hallo, Siggi,

na ja,- da haben wir nun schon die meisten Unterschiedlichkeiten bereinigt. Zwei Punkte habe ich noch:

Buchwerbung:

Finde ich legitim. Warum: Ich bewundere zwar die Aktivität von Frau Sabatina, - aber ich habe deshalb noch keinen einzigen Cent für ihre Organisation gespendet. Es gibt viele Einrichtungen, die auf Unterstützung angewiesen sind und die sehen müssen, wie sie zurecht kommen. Ein Buch ist da schon eine Einnahmequelle, die ich als sinnvoll empfinde.

Würde ich jede Einrichtung, die sinnvolle Aufgaben wahrnimmt, finanziell unterstützen, dann würde das meine finanziellen Möglichkeiten übersteigen. Zumal ich selbst an einem Projekt arbeite, wofür ich auf Betteltour gehen muß. Berufsausbildung im dualen System interessiert hier keinen, auch nicht das zuständige Ministerium, und schon gar nicht die dafür in Frage kommenden Betriebe.

Mein erstes Buch habe ich an Freunde und Bekannte verschenkt, mein zweites, das derzeit in Arbeit ist, werde ich schon verkaufen und den Gewinn in mein Ausbildungsprojekt stecken, - obwohl es sich um ein politisches Buch handelt und mit der Ausbildungsgeschichte gar nichts zu tun hat.

Das zweite:

Die Frage ist doch, ob wir, zufällig in einer anderen Kultur geborenen, uns anmaßen sollten, diese oft tausendjährigen Sitten und Gebräuche zu verurteilen. Steht uns das zu?

Da hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen. Das unterschreibe ich sofort.
Warum:
Wir hatten bis zum Ende des letzten Jahrhunderts Regierungen in den arabischen Ländern, bei denen die Regierungschefs teilweise selbst von den USA inthronisiert oder zumindest unterstützt und hofiert wurden. Aus reinem Machtinteresse sowie aus Gründen der Sicherung der Rohstoffresourcen war es Ziel der USA, diese Länder zu destabilisieren und für sich zu vereinnahmen. Dazu waren alle Mittel recht, auch die Lügen (Hussein - Massenvernichtungswaffen).

Ich beziehe mich aber auf das, womit oftmals im Westen diese Angriffskriege gerechtfertigt wurden, wie man das oftmals auch an die Europäer verkauft hatte. Da war in vielen Fällen das Wort "Demokratie" sowie "Menschenrechte" im Einsatz. Natürlich verwendete man das nur als Vorwand.

Denn: Mit welchem Recht maßen wir uns an, in Länder, in denen jahrtausende alte Kulturen herrschen, unsere zweifelhafte Errungenschaft "Demokratie" einzurichten, die letztlich keinen Nutzen, sondern nur Chaos über die Bevölkerung gebracht hat. Die Folgen in Form der vielen Immigranten haben die Europäer nun auszubaden.

Der richtigere Weg wäre gewesen, diese Völker samt ihren Regenten in Ruhe zu lassen, und eventuell über Wirtschaftsbeziehungen in gemäßigter Form Einfluß auszuüben. Niemals kann es einen Vorteil für ein Volk bringen, wenn man von außen versucht, Veränderungen im entsprechenden Land zu erreichen. Wenn das Volk die bestehenden Verhältnisse ablehnt, dann wird es von innen heraus eine Veränderung herbeiführen, sei es in gemäßigter Form oder in einer Revolution.

Das aber, was von innen heraus initiiert wird, hat letztlich Bestand, weil es im Land selbst "geboren" und nicht von außen aufgepfropft wurde. Beispiele dafür gibt es auf der ganzen Welt. Auch Negativbeispiele in Verbindung mit den USA, der NATO und den selbsternannten "Koalitionen der Willigen".

Was heißt das für mich im Zusammenhang mit den Zwangsverheiratungen:

Laßt die Völker in ihren Ländern leben, wie sie es gewohnt sind. Wenn sie aber meinen, unbedingt ihren Mittelpunkt der Lebensinteressen in der westlichen Hemisphäre zu stabilisieren, dann sollen sie sich gefälligst an die hier geltenden Regeln halten. Wenn ich umgekehrt in ein arabisches Land gehe, dann muß ich mich dort genauso anpassen, oder ich bekomme dort erhebliche Schwierigkeiten.

Deshalb lehne ich Vorgehensweisen wie Zwangsverheiratungen, den respektlosen Umgang mit Frauen (Köln-Silvester), und ähnliche Dinge in Europa strikt ab und wehre mich dagegen, so etwas hier zu akzeptieren. Ich lehne diese Einstellungen auch in den Herkunftsländern der Immigranten ab, werde aber mit Sicherheit nichts unternehmen, um dort die Zustände zu ändern. Dafür fehlt mir die Kompetenz und außerdem die Möglichkeit.


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