Ich sehe da manches anders
Hallo, siggi,
ich will jetzt nicht krampfhaft behaupten, dass ich unbedingt recht habe. Fest steht, es resultiert ein bestimmter Eindruck aufgrund dieser Sendung. Zumindest bei mir.
Wenn Du mal Satz für Satz zerpflückst, was da gesprochen wurde, - dann hat man zwar- wie Du auch richtig behauptest - der Frau öfters recht gegeben. Der rhetorische Trick aber war (und der ist mir ziemlich geläufig), dass man sofort oder im selben Atemzug mit der verbalen Zustimmung automatisch versucht hat, das wieder zu entkräften.
Beispiel von Lanz mit den Muslimen resp. Türken in Deutschland. Er gibt Zustimmung zu Sabatina, korrigiert aber sofort, dass es die überwiegende Zahl der Muslime, bestehend aus jahrzehntelang ansässigen Türken, in Deutschland gibt, die da ganz anders wären. (ich hab das Ding jetzt nicht wieder angeklickt, ich geb das aus der Erinnerung wieder, - wenn ich mir Satz für Satz reinziehen würde, könnte ich das jedes Mal anführen, - aber es würde mindestens zwei Seiten benötigen).Es läuft darauf raus, einen Eindruck zu manifestieren, - "ja, schlimm, was Dir passiert ist, - aber insgesamt gesehen ist ja alles nicht so dramatisch, sind ja nur wenige Einzelfälle von Fehlgeleiteten", wie er es ausdrückt.
Du kannst Dir vorstellen, dass wir am Bau auch in Deutschland mit Türken zusammengearbeitet haben, auch mit Bosniern, also auch mit Muslimen. Aber was waren das für Muslime? Die gehen alle heiligen Zeiten nur in die Moschee, wenn überhaupt. Ramadan, - machen sie nach außen hin mit, - viele von ihnen waren noch nie in Mekka (ich kenne den Koran und weiß, was da drin steht), usw. Ich kenne Türken, die nennen sich von der Religionszugehörigkeit "Moslem", dem ist das aber relativ egal, was der futtert, ob das nun Schwein ist oder nicht, - Hauptsache es schmeckt.
Genauso hält er es mit dem Alkohol. Seine Begründung: Allah sieht nicht in jede Wohnung hinein, - da hätte er viel zu tun. Übrigens bekomme ich beim Türken, wenn ich meinen Döner im Lokal verspeise, auch einen original türkischen Raki als Aperitiv. Schmeckt ziemlich genau wie beim Griechen der Ouzo. Hat natürlich genauso Alkoholgehalt. Aber ich erinnere mich da dunkel an einen Türken, der mir das mal erklärt hat, warum man das als Muslim trinken darf.
Warum erzähle ich das so dezidiert: Weil das nicht die Moslems sind, die uns Schwierigkeiten machen, - die wollen einfach nur leben. Aber genau das sagt Lanz nicht in dieser Art, damit man auch weiß, was gemeint ist, - er widerspricht einfach, ohne Beispiele anzuführen oder die Beispiele zu erläutern.
Er geht auf viele Dinge nicht ein, genauso wie Kienzle, die unserer Lebensweise entgegenstehen, - z.B. auch die von ihnen selbst gewollte Ghettoisierung vieler Moslems.
Die Minutenangabe war tatsächlich über die gesamte Bandbreite des Gesprächs mit Kienzle und Sabatina. Klar hätte ich diese Minuten herausnehmen können, als nur mit Sabatina gesprochen wurde. Da ich aber nicht ausschließen kann, dass die von Kienzle angesprochene Thematik auch im Zusammenhang mit der Meinung von Sabatina gesehen werden muss, wollte ich nicht auf die partialen Minuten hinweisen. Denn dann könnte man mir auch wieder Meinungsmache unterstellen, wenn ich nur die Spitzen angeführt hätte.
Was mir gefallen hat, war das Publikum. Bei dieser Diskussion bekam mehrfach Sabatina Applaus, Kienzle oder Lanz so gut wie nie. Im übrigen bewundere ich diese Frau. Wenn ich in der Situation wäre, - ich weiß nicht, ob ich den Mumm gehabt hätte, da in einer TV-Sendung aufzutreten.
Gleichfalls beste Grüße zurück!