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siggi, Dienstag, 16.02.2016, 03:26 (vor 3651 Tagen) @ helmut-13088 Views

Hallo helmut,

Deine Betroffenheit gestehe ich dir gerne zu, aber sie sollte nicht zu
solchen Aussagen führen. Zumal in meinen Augen diese Forderung in
Anbetracht des Vorgefallen auch völlig überzogen ist.


Dazu habe ich in dem Kommentar am Ende des Threads Stellung genommen, -
das wiederhole ich hier nicht. O.k.?

Habe ich gelesen. Mich hat das halt am meisten gestört, wobei ich auch zu bedenken gebe, das aus einer Ohrfeige dann doch schnell Hauen und Stechen werden kann<img src=" /> Es ist eben nur ein schlagkräftiges Argument und kein intellektuelles.

Wobei dabei Frau James ja auch nicht ganz unbeteiligt ist. Wer sich in
so eine Sendung begibt, auch aus finanziellen Interessen, (darf man das
hier noch ungeohrfeigt erwähnen<img src=" />) der muss damit rechnen , dass einem
auch Widerspruch entgegen schlägt. Vor allen Dingen dann, wenn man
pauschalisiert.


Würde mich interessieren, wer von den Anwesenden bei dieser TV-Show am
meisten absahnt. Denke, dass es Herr Lanz sein wird. Allerdings kenne ich
die Summen nicht, die hier im Raum stehen. Ich wußte auch nicht, dass man
da als Eingeladener bei einer Talkshow auch finanziell bedacht wird. Mit
der Ausnahme natürlich, wenn man Helmut Schmidt (oder auch anders)
heißt.

Ups, dass Frau James gerade auf einer Verkaufstour für ihr Buch ist, ist dir entgangen? Es wurde doch sogar eingeblendet während der Sendung. Und es ist auch nicht ihre erste Talkshow.

https://portal.dnb.de/opac.htm;jsessionid=4A3BFF902CB829A202F57A53A2480435.prod-worker0...

Nein, ich überfordere das Format von Lanz sowie die ihm auferlegte Art
und Weise, wie solche Interviews zu führen und zu lenken sind. Er hat nun
mal keinen A. in der Hose und möchte seinen gut bezahlten Job behalten.

Was die Person Lanz generell angeht wirst du in mir sicherlich keinen Verteidiger finden<img src=" /> Nur den konkreten Anlass sehe ich etwas anders.

dass es die überwiegende Zahl der Muslime, bestehend aus
jahrzehntelang ansässigen Türken, in Deutschland gibt, die da ganz

anders

wären.[/b]

An dem Satz ist doch jedenfalls so nichts auszusetzen, oder?


Nein, wenn man das auf die Zeit vor 2015 bezieht. Was danach war, - da
haben selbst die Regierungen keinen Überblick mehr, wieviel Immigranten
nun tatsächlich im Land sind, offiziell registrierte und untergetauchte
zusammengenommen. Für mich wirds da zunehmend schwieriger, hier zu
beurteilen, ab wann das Wort "überwiegend" schon zahlenmäßig nicht mehr
zutrifft, weil es von der Aktualität überholt wurde.

Tja, da können wir beide nur spekulieren.

Das sagten viele meiner Bekannten in der Phase meiner ersten Ehe auch. Sie
konnten die Scheidung absolut nicht nachvollziehen, denn wir spielten
perfekt unsere Rolle, bis die Kinder auf eigenen Füßen standen.

Kann ich nicht beurteilen<img src=" />
Das deutsche Ehen glücklicher sind als türkische, da die Partnerwahl bei Deutschen freier vor sich geht, wäre doch mal interessant zu untersuchen.

Arrangierte Ehen soll es übrigens bis in die jüngste Zeit in
ländlichen Gebieten Bayerns gegeben haben<img src=" />


Kenne ich nur von Adeligen und Königshäusern. Könnte ich mir aber auch
bei landwirtschaftlichen Betrieben vorstellen, bei denen man den
Eigentümer als "Großbauern" bezeichnet.

Stichworte wären hier zum Beispiel:

Nicht unter dem Stand heiraten,
Keinen Protestanten heiraten,
Keinen Preussen heiraten,

Keinen Piefke heiraten<img src=" />)

und ganz allgemein:

beim Brautvater um die Hand der Tochter anhalten.

Also so ganz frei scheint mir das alles auch nicht gewesen zu sein.

Aber das mit den Zwangsverheiratungen ist auch keine rein muslimische
Angelegenheit. Das kennt man auch in anderen Kulturen, insbesonders bei den
Hindus. Was mir da so meine Tochter von ihren Indienbesuchen so erzählt
hat, - grausam. Ich weiß nicht, ob Du mich da verstehst, - aber ich rege
mich mächtig über so was auf.

Natürlich regt mich das auch auf. Die Frage ist doch, ob wir, zufällig in einer anderen Kultur geborenen, uns anmaßen sollten, diese oft tausendjährigen Sitten und Gebräuche zu verurteilen. Steht uns das zu?

Noch ein Beispiel aus Rumänien: Es ist eine alte Tradition der
Zeltzigeuner (im Fachausdruck: Cortorar), dass die Familie des Mädchens
mit dem vom Mädchen ausgesuchten Bräutigam einverstanden sein und da
schon etwas mitreden will. Manchmal gehen da die Vorstellungen des
Mädchens nicht mit denen der Eltern konform. Aber da gibts einen
traditionellen Ausweg, - den "Brautraub".

Das geht so vor sich: Der verliebte Jüngling klaut das Mädchen bei einer
passenden Gelegenheit aus der elterlichen Obhut (nachts, - oder sonst wie)
und versteckt sich irgendwo an einem sicheren Ort. Klar geht der Papi her,
und sucht zusammen mit Freunden seine liebe Tochter. Findet er sie, sogar
noch zusammen mit dem nicht akzeptierten Bräutigam, dann artet es schon in
Handgreiflichkeiten aus, und das Mädchen kommt wieder brav zurück.

Schafft es allerdings das Paar, sich so zu verstecken, dass man es drei
Tage nicht findet, dann muss die Familie des Mädchens dessen Entscheidung
akzeptieren und darf sich nicht mehr gegen die Heirat mit dem vom Mädchen
ausgesuchten Bräutigam stellen. Diese alte Tradition ist auch heute noch
gültig, - obwohl mir wissentlich keine praktizierten Fälle dieser Art zu
Gehör gekommen sind. Was aber nichts zu bedeuten hat, weil die Cortorar
eine verschworene Gemeinschaft untereinander bilden, kaum mit Leuten
außerhalb ihres Clans Kontakt haben und sich generell nur untereinander
verheiraten.

Das hört sich richtig romantisch an. Danke, für den kleine Einblick

Lassen wir das Wort "Pauschalierung" mal auf der Seite. Hätte man das so
von Lanz und Kienzle relativiert, dass man gesagt hätte, - bei den seit
den 60er Jahren in Deutschland lebenden Türken wird das Problem mit den
Zwangsverheiratungen ein untergeordnetes , - wenn nicht sogar die Ausnahme
sein, aber bei den nun einströmenden Immigranten mit muslimischer
Orientierung würde es eher im mehrheitlichen Bereich liegen, - dann hätte
ich gar nichts dagegen einzuwenden.

Kann ich mit leben.

Natürlich hätte man noch stärker auf das wirklich, furchtbare
Schicksal von Frau James eingehen können, aber dafür ist diese Sendung
nicht gemacht. Blödfernsehen halt<img src=" /> Aber doch kein Grund gewalttätig zu
werden?

???? Verstehe das Wort "gewalttätig" hier nicht in diesem Zusammenhang.

Na ja, gewaltfreie Ohrfeigen sind noch nicht erfunden<img src=" />

Nicht ohne Grund muss auch ein Richter, wegen Befangenheit abgelehnt
werden, wenn er in einem Prozess zu sehr persönlich verstrickt ist. Und
so ist auch Frau James nur eine Stimme in diesem Orchester, aber aus guten
Grund nicht der Dirigent.

Das sehe ich völlig anders. Die Frau ist aufgrund eigenen Erlebnisses zu
diesem Engagement gekommen. Wenn man Deine Logik aufgreift, dann müßte
man sämtliche Organisationen, gemeinnützige Vereine und Stiftungen
ablehnen, die von Leuten aufgrund von persönlich Erlebtem gegründet
wurden und die sich für ihr jeweiliges Ziel einsetzen. Egal, ob es die
Vereinigung für die verschwundenen Kinder ist, oder gewisse
Aids-Stiftungen, oder die Krebs-Stiftung von Carreras.

Ich hatte absichtlich von Richtern gesprochen und da halte ich den Befangenheitsparagrafen schon für sehr sinnvoll.

Alle anderen, ausgenommen die öffentlich Medien, dürfen natürlich parteiisch unterwegs sein.

LG

siggi


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