Ashitakasche Totalsimulation: Schwere Prüfung für die sog. aufgeklärten Mediennutzer

Wildheuer, Schurkenstaat im Herzen Europas, Freitag, 29.01.2016, 16:26 (vor 3662 Tagen) @ CrisisMaven4037 Views

Grüss dich CrisisMaven,

gerade auch in Anbetracht der neu hereinkommenden Meldungen im Fall der "30 Stunden von Berlin" könnte man langsam auf den Gedanken kommen, wir lebten in einem "superpositionalen, mehrwertigen Erlebensraum", der schon fast in beliebiger Weise auf den Empörungs- und somit Resonanzboden der Mainstream-, Alternativ- und Blogmedien-Nutzer immer genau dann und genau so einwirkt, wie es eine Autorenschaft einer "scripted reality" gerade vorzugeben scheint.

Sind wir etwa schon in der nicht mehr erkennbaren/aufhaltbaren Ashitakaschen Totalsimulation angelangt? Solches käme eigentlich einem noch tieferen "Fall der Menschheit" gleich.

Wenn deine unzweideutige Meinung stimme sollte, dass...
> Bisher war alles "aus sicherer Quelle" immer frei erfunden ...
ist, dann, ja dann müssten wir konsequenterweise erkennen, dass die Medien (gleich welcher Coleur) ein übles Spiel mit ihren Nutzern, mit ihren Anhängern, Verfechtern und Gläubigen spielen.

Das Spiel könnte so heissen: Emotionen gezielt erzeugen und für seine Sache verwerten.

Was kommt dabei heraus: Alle bleiben ihrem Propheten umso treuer, je schmutziger und tiefer die Meinungsgräben gegraben werden.

Ich sehe für den sog. aufgeklärten Mediennutzer nun eine schwere Prüfung kommen. Ich könnte diese Aufgabe etwa so umreissen: Möglichst cool/unaufgeregt/besonnen bleiben, ohne dabei den Geschehnissen gegenüber gleichgültig (im Sinne von: macht, was ihr wollt, und alles ist erlaubt) zu werden; denn sonst enden wir in der totalen Beliebigkeit, welche jegliche Ordnung und jegliches Vertrauen der Menschen untereinander aufheben wird und muss.


Nach dieser, meiner allg. Anerkennung einer anzumahnenden Differenzierung, bleibt mir noch eine Verständnisfrage, die ich klären möchte. Wie genau meintest du dieses (auf mich sehr absolutistisch wirkende) Statement?:

Selbst ein Rechtsmediziner (langjaehrige Facharztausbildung) kann niemals eine Vergewaltigung "bestaetigen"!!!!!!!!!

Meintest du "bestätigen", oder "feststellen", oder was anderes? Denn ich meine (nach meinem Bauchgefühl zu schliessen), wer denn sonst könnte besser in der Lage sein, eine Vergewaltigung überhaupt festzustellen als der Rechtsmediziner (Schweiz: Gerichtsmediziner)?

Deine Aussage hatte mich insofern verwirrt, als dass ja dann deine "Verhaltensregeln NACH einer Vergewaltigung" zu nichts mehr nutzten, weil diese Verhaltensregeln nur greifen können, wenn da jemand ist, der die Sachverhalte feststellen kann.

Danke für eine Rückantwort, gell, und mit Gruss
vom Wildheuer.

--
Gibt es denn keinen Boden auf dieser absurden Welt? Ich dachte wir wären längst aufgeschlagen. --nereus


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