mein Fehler
Hallo Kieselflink,
Dann kann es keine Christen geben. Nicht einen.
Ich habe etwas wortkarg geschrieben. Entschuldige. Ich meinte ausschließlich körperliche Gewalt, keine andere.
Ein Christ ist einer, der erkennt, dass Gott existiert, ihn von ganzem
Herzen sucht und Vergebung durch Jesus Christus von seiner gesamten
Lebensschuld findet. Jemand, der sich von ganzem Herzen bekehrt zu dem
lebendigen Gott
d'accord
und ein Leben führt nach den Maßstäben des Neuen Testamentes.
Hättest Du geschrieben "und nach allen Kräften versucht, ein Leben zu
führen nach den Maßstäben des NT", dann schiene mir auch dies korrekt.
Ja. Ich wollte schreiben "oder danach strebt", aber das ist mir abhanden gekommen. Mein Fehler.
Ein Christ im Sinne Christi leidet unter seinem Versagen und seiner
Schuld, unter dem, was er anderen an Gewalt antut (egal, ob mit Worten oder
Taten) und dass er Aufforderung aus der Bergpredigt bestenfalls ansatzweise
gerecht werden kann; er wird aber gewiss nicht dadurch zum Christen, dass
er keine Schuld mehr auf sich lädt.
Nein. Du hast absolut recht und es viel besser formuliert.
Wie auch. Oft geht es gar nicht anders, als an anderen schuldig zu werden.
Ob in der Kindererziehung oder der großen Politik.
Ja.
Den Menschentypus, den Du als Christen definierst, erscheint mir genau der
Typ Gutmensch zu sein, der die Drecksarbeit anderen überlässt, um selbst
ohne Sünde dazustehen...Bitte fühle Dich nicht persönlich angegriffen - zumindest war das nicht
meine Absicht. Aber ob ein Lebens- und Glaubensbasis trägt, sollte man
nicht bei ruhiger See beurteilen.
Ich gehöre 20 Jahre zu Christus, es war nicht immer ruhig.
Aber jetzt beginnen ganz andere, unvorstellbare Zeiten ...
Was ist, wenn Halsabscheider vor der Tür stehen und Deiner Familie -
insbesondere Deinen unmündigen Kindern - ans Leder wollen. Erst
vergewaltigen und dann Rübe ab. Angenommen, Du hättest die Möglichkeit,
Deine Leute zu verteidigen unter Schädigung der Angreifer.
Ja. Ich denke fast Tag und Nacht über nichts anderes nach.
Was würdest Du tun?
Diese gegenwärtige Zeit, die zumindest hier (Kleinstadt bei Hannover) noch friedlich aussieht, sehe ich als Vorbereitung für das Kommende.
Nicht Vorräte lagern, Gold kaufen oder andere physische Dinge, sondern geistliche Vorbereitung.
Ich bereite mich innerlich auf mein Sterben vor.
Oder allgemein: Darf sich ein Christ verteidigen?
Das ist eine gute Frage und wurde schon bei Jakob Tscharnke besprochen. Es gibt unterschiedliche Meinungen.
Meiner Meinung nach eher nicht.
Wie ich im Ernstfall reagiere, weiß ich nicht im Voraus.
Nur zur Klarstellung: Ich frage das als jemand, der in schwierigen
DDR-Zeiten den Dienst an der Waffe verweigert und dafür viele Nachteile in
Kauf genommen hat...
Ja. Vielen Dank für Dein Posting. Ich spüre da auch gar nichts Leichtfüßiges ab.
Lydia