Schwierig, hatten wir hier schon - mit Nachtrag zum Nürnberger Prozess (sowie Dresden und Bomberharris)
Hallo CalBaer,
danke sehr. Wie ich eben ebbes schrieb, ist es letztlich eine Frage der Zurechnung der Tat. Also von Täterschaft und Teilnahme. Hierbei besonders die berühmte strafrechtliche Konstellation des Schreibtischtäters.
Es wäre natürlich zu "witzig", wenn da nun die für die justiziable Aufarbeitung der DDR verschärfte Rechtsprechung zur Anwendung käme. Und das müsste sie.
siehe bitte: http://www.dasgelbeforum.net/board_entry.php?id=378198#p378224
TuT (Jurabkürzung): http://www.dasgelbeforum.net/board_entry.php?id=381748#p381787
Es sind auch Kausalitätsfragen Problem: http://www.dasgelbeforum.net/search.php?search=kausalit%C3%A4t&ao=and&u_name=azur
Das eigentlich Problem sehe ich darin, dass man Tat braucht und zurechnen könnte. Vor allem aber, wer würde diese ermitteln und anklagen? Und welche Rechtfertigungsgründe gibt es? Notstand kann auch noch entschuldigend wirken (neben gesetzlichen Rechtfertigungsgründen, gibt es auch sogenannte Entschuldigungsgründe).
Notstandsgesetze aber, führte hierbei leider in die Irre, denn es gibt ja keine diesbezüglich, und es kam keines der bekannten zur Anwendung.
Fakt ist, dass die Merkel natürlich die Verantwortung zu tragen hat! Also neben eine strafrechtlichen. Und auch andere Schönfärber sollen sich schämen und mit den Folgen leben.
Allein, wie es in den Massen-Unterkünften zugeht. War doch alles vorhersehbar. Schreibe gleich noch etwas dazu.
Weil es genau zum Thema passt: https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Maser
Der Zeitschrift Der Spiegel (1977) zufolge beschrieb Maser den Nürnberger Prozess aus Sicht der Angeklagten. Er habe aber die chaotische Prozessvorbereitung zutreffend beschrieben und mit neuen Dokumentenfunden einen Verfahrenstrick der Westalliierten aufgedeckt: Diese hätten 1944 Militärstrafgesetze zu Befehlsverweigerung in ihren eigenen Armeen gemildert, um die erwartete deutsche Verteidigung mit dem Befehlsnotstand vorab zu entkräften."[19]
Na sieh mal einer an: Noch schnell die Gesetze ändern, um seine Leute schadlos zu halten, aber sich zum übergerechten Richter aufschwingen.*
Aber danach fragt ja keiner!
Viele freundliche Grüße
azur
* Achtung, keine leichte Kost:
Datei:Fotothek df ps 0000120 Leichnam in einem Luftschutzkeller.jpg – Wikipedia - Dresden
https://de.wikipedia.org
/wiki/Datei:Fotothek_df_ps_0000120_Leichnam_in_einem_Luftschutzkeller.jpg
https://de.wikipedia.org/wiki/Stabbrandbombe#Die_deutschen_Stabbrandbomben
So wurden zum Beispiel über Dresden während eines einzigen Angriffs mehr als 650.000 Elektron-Thermitstäbe abgeworfen.
Bekannte Einsätze der Elektron-Thermitstäbe während des Zweiten Weltkrieges waren die Bombardierung von Coventry durch die deutsche Luftwaffe sowie die Luftangriffe auf Dresden, Lübeck, Darmstadt, Kassel, Koblenz, Braunschweig, Dortmund, Wuppertal, Hildesheim, Pforzheim, Zweibrücken, Würzburg, Osnabrück, Hamburg und weitere deutsche Städte durch die britische Luftwaffe. So wurden zum Beispiel über Dresden während eines einzigen Angriffs mehr als 650.000 Elektron-Thermitstäbe abgeworfen.
Ein militärischer Einsatz ist nur in wenigen, sehr begrenzten Ausnahmefällen sinnvoll, da sich diese Waffe nicht zur Bekämpfung von Punktzielen eignet. Sie bietet nur bei Flächenbombardements, also einem Einsatz gegen sehr große bebaute Flächenziele, eine für den Angreifer günstige Kosten-Nutzen-Relation."
>>> https://en.wikipedia.org/wiki/Dehousing (weit mehr, als in deutschen)
https://de.wikipedia.org/wiki/Area_Bombing_Directive
Ziel war es, acht Millionen Häuser und 60 Millionen Wohnungen zu zerstören. Er rechnete mit 900.000 Toten und einer Million Schwerverletzter.[1]
Heute, d.h. mit der Neuregelung im Genfer Abkommen von 1949 und speziell durch Artikel 51 des Zusatzprotokolls I von 1977, gelten derartige Flächenbombardements allgemein als Kriegsverbrechen.“
Und das war es, wie dort ebenfalls ausgeführt wird, auch schon zuvor!
Und deshalb gab es auch so heftige Debatten bereits im Vorfeld!
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Luftangriffe_der_Alliierten_(1939%E2%80%931945)...
„Das fünf Jahre währende Bombardement deutscher Städte und Gemeinden im Zweiten Weltkrieg ist ohne Vergleich in der Geschichte. Neben der Flucht und Vertreibung aus den Ostgebieten des Reiches war es die größte Katastrophe auf deutschem Boden seit dem Dreißigjährigen Krieg. Bombardiert wurden mehr als tausend Städte und Ortschaften. Auf dreißig Millionen Zivilpersonen, überwiegend Frauen, Kinder und Alte, fielen nahezu eine Million Tonnen Spreng- und Brandbomben. Mehr als eine halbe Million Todesopfer und der unwiederbringliche Verlust der seit dem Mittelalter gewachsenen deutschen Städtelandschaft waren zu beklagen.
In der nationalen Erinnerung haften die Fanale von Dresden und Hamburg. Das Los von Pforzheim, Dortmund, Darmstadt, Krefeld, Kassel und zahlreicher weiterer Städte, die ebenso eingeäschert wurden, ist kaum bekannt. Bis heute existiert keine umfassende zeitgeschichtliche Darstellung, die die tatsächliche Dimension des Geschehens und das Schicksal der Betroffenen erfasst.“
– Klappentext zu Jörg Friedrich: Der Brand (2002)"
Der z. B. bezüglich Berlins mit viel zu geringen Zahlen ausgeht, wie heute bekannt ist.
"Die alliierten Luftangriffe von 1939 bis 1945 waren die Reaktion auf die militärische Aggression des nationalsozialistischen Deutschlands in Europa, insbesondere gegen Westeuropa und den transatlantischen Handelsverkehr. Die Luftangriffe hatten zum Ziel, Infrastruktur und Industrie im Deutschen Reich zu zerstören oder zu schwächen sowie die Demoralisierung der Bevölkerung. So sollte eine schnelleres Kriegsende mit der Vernichtung des Nationalsozialismus erreicht werden.
„Von Essen abgesehen haben wir niemals ein besonderes Industriewerk als Ziel gewählt. Die Zerstörung von Industrieanlagen erschien uns stets als eine Art Sonderprämie. Unser eigentliches Ziel war immer die Innenstadt.“
– Arthur Harris[1][2][3]
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