"Dummes Nachgeplappere"

Zarathustra, Freitag, 04.12.2015, 17:54 (vor 3715 Tagen) @ Leserzuschrift4134 Views
bearbeitet von Zarathustra, Freitag, 04.12.2015, 18:06

Hallo Zarathustra,

Unter Klimafakten.de kann man sich die originale Grafik ansehen, die in
Deinem obigem Beitrag in abgeänderter Form - aber ohne Quellenangabe -
eingefügt ist:
https://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-der-co2-anstieg-ist-nicht-ursache-so...
Die Seite ist so offiziell, offizieller geht´s gar nimmer:
Mama Merkel und Obama werden die Welt - wahrscheinlich durch die
CO2-Steuer - retten. Auszug aus dem Artikel:
„Bei genauer Betrachtung jedoch folgt der CO2-Anstieg dem
Temperaturanstieg um ungefähr 1000 Jahre. Obwohl dieses Phänomen schon
vor mehr als zwanzig Jahren vorhergesagt wurde (Lorius 1990), führt es bei
vielen Menschen noch immer zu Überraschung und Verwirrung. Ist nun der
Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre eine Folge der
Erderwärmung, oder ist umgekehrt die Erderwärmung eine Folge des
CO2-Anstiegs? Die Antwort lautet: Beides ist richtig.“

Ja, eben, rückkoppelnd.

Darf ich aus Deiner, @Zara, Argumentation zitieren?:
StillerLeser:

Die zweite Lüge ist, daß CO2 die Temperatur auf der Erde beeinflussen
würde, Elli hat schon den Hinweis darauf gebracht, daß es genau

andersrum

ist.

Darauf Zara:
Nein, das ist auch Rahmstorfs Version. Die Milankovic-Zyklen initiieren
einen Temperaturanstieg, was dann zu erhöhter Kohlendioxid- und
Methankonzentration in der Luft führt, und dies wiederum rückkoppelnd zu
erhöhter Temperatur...

Du sagst also das Gleiche, was StillerLeser sagt,

Nein, StillerLeser sagt etwas ganz anderes als ich, nämlich: „Die zweite Lüge ist, daß CO2 die Temperatur auf der Erde beeinflussen würde, Elli hat schon den Hinweis darauf gebracht, daß es genau andersrum“

Was eben falsch ist, wie Du unschwer aus dem gerade von Dir zitierten Beitrag herauslesen kannst.
Es führt rückkoppelnd zu einem Temperaturanstieg. Höhere Temperatur führt zu höherer CO2 Konzentration führt zu höherer Temperatur führt zu höherer CO2 Konzentration usw.

setzt aber zuerst ein
imperatives „Nein“ nach seine Aussage. Ich empfinde das als sehr
unsaubere Argumentationsweise und das ist in dieser Diskussion leider kein
Einzelfall.

Lesen sollte man halt können.

Weiteres Beispiel, @zara schreibt:

Nein, das Argument ist (meiner Ansicht nach) lächerlich. Es beruht auf

einem Denkfehler.

Man könnte auf die aktuell existente Atmosphäre nochmals 1'000

Kilometer Stickstoff

und Sauerstoff draufpacken. Der prozentuale Anteil an Klimagasen wäre

dann kleiner.

Das Rückstrahlungspotential bliebe meiner (Laien-) Ansicht nach aber

dennoch gleich gross.

Du schreibst nicht nur in diesem Beitrag dauernd von „Rückstrahlen“

Davon schreibe ich nicht. Ich schreibe von Rückstrahlern und von rückstrahlen.

und das wirft ein komplett falsches Bild auf die Zusammenhänge, sondern Du
schließt aus der Gesamtheit der Teilchen auf die Eigenschaften des
einzelnen Teilchen und das ist ein haarsträubender Unsinn und deswegen
muss ich wohl versuchen, Dir diese Dynamiken zu verdeutlichen:

Du hast hier z. B recht: „Man könnte auf die aktuell existente
Atmosphäre nochmals 1'000 Kilometer (Luft) draufpacken →
Rückstrahlungspotential bliebe (annähernd) gleich gross.“

Ja, klar habe ich damit recht. Ansonsten hätte ich's nicht geschrieben.

Ein einfaches Experiment verdeutlicht das:
Die Oberfläche einer Schale Wasser „spiegelt“ das Licht und wenn ich
einen Liter Wasser dazugebe, dann sind Milliarden mal mehr Moleküle in der
Schale, aber es wird trotzdem nur unwesentlich mehr Licht reflektiert als
vorher, denn:
Nicht die Moleküle in einer Suppe reflektieren das Licht, sondern die
„Hülle“, also die Oberflächenspannung/Grenzschicht der
unterschiedlichen Medien, im einen Fall Wasser-Luft, im anderen Fall
Luft-Vakuum und bei einer Fata-Morgana feuchteLuft-trockeneLuft. Aber: Es
"spiegeln" bei der FataMorgana eben nicht die Wasserdampf-Teilchen, sondern
die Oberfläche der feuchteren Luftschicht!

Die Wasserdampf-Teilchen reflektieren die Infrarotwellen, und selbstverständlich nicht nur jene, die sich aussen an der Wolkenschicht befinden. Diese Darstellung ist haarsträubender Unsinn.
UV-Strahlung von aussen wird natürlich genauso wenig nur an der Aussenschicht reflektiert, sondern auf dem gesamten Weg durch die Atmosphäre. So ist die UV-Strahlung im Gebirge bekanntlich wesentlich höher als im Flachland, und über 10'000 Meter Höhe ist sie schnell einmal tödlich. Man weiss bestens, um wieviel sie pro Höhenmeter abnimmt. Leg' dich halt mal im Flachland eine Stunde an die Sonne, ein nächstes mal auf 2000 Metern Höhe, und ein übernächstes mal auf 4'000 Metern. Dann machst Du jeweils ein Selfie und schickst sie ans Gelbe Forum, damit wir den farblichen Unterschied hier bestaunen können.

Dazu kommt der Begriff „Spiegelung“,

Den hat der StilleLeser ins Spiel gebracht. Ich benutzte ihn lediglich in Anführungszeichen, weil man diesen Begriff bei einer Reflektion, die von einer kilometerdicken Schicht ausgeht, nur in Anführungszeichen gebrauchen kann.

der die Vorgänge falsch
darstellt. Es handelt sich hier nämlich um „Streuung, Filterung und
Reflektion“ und das ist physikalisch etwas gänzlich anderes.

Genau, und das ist alles bekannt in der Klimatologie. Es wäre mir noch nie im Traum in den Sinn gekommen, zu behaupten, CO2 würde sämtliche Infrarotwellen lediglich dorthin zurückstrahlen, wo sie herkommen. Während der SilleLeser auf meinen Hinweis, dass CO2 Wärme rückzustrahlen vermag, haarsträubenderweise behauptet: „Ja, wenn er in Arbeit und Brot bleiben will, muß er das. Aber erst, seit die CO2-Lüge Richtlinie ist.“


Mit Deiner, @zara´s Logik, könnte man übrigens im dichtesten Nebel ein
Feuerchen machen, und die vielen Schwebeteilchen würden das Licht und die
Wärme prima „rückstrahlen“, wenn Du so argumentierst:

Dazu müsstest Du erstmal das Gelesene verstehen können, ehe Du Schlussfolgerungen aus meiner vermeintlichen Logik ziehst.

StillerLeser schreibt:

Ein Gasmolekül ist kein Spiegel, und ein heimtückisch

zurückgerichteter schon garnicht.

Darauf zara:
„Mit solchen Aussagen willst Du in der Atmosphärenphysik mitreden?
Unglaublich, bzw. bezeichnend. Wer's nicht selber spürt, dass in der Nacht
mehr Wärme zurückgestrahlt wird, wenn die Luft aus einem Fünfzigstel
Wasserdampf besteht statt aus einem Zweihundertstel oder Fünfhundertstel
bei wolkenlosem Wetter, dem ist natürlich nicht zu helfen.“

Ich frage mich, WEM hier nicht mehr zu helfen ist, bzw. was Du hier
mitdiskutierst, wenn Du selber keine Ahnung hast?

DU hast keine Ahnung, von wegen 'Reflektion nur an der Aussenschicht'.
Es ist nun einmal erwiesenermassen so, dass CO2 und Wasserdampf (analog der UV-Strahlung von aussen) einen Teil der Infrarotwellen zurück auf die Erde strahlt. Wäre dem nicht so, würde die Temperatur nachts bei hoher Luftfeuchtigkeit genausoweit abfallen wie bei trockenem Klima. Tut sie aber – erwiesenermassen - nicht. Nennt man Treibhauseffekt.

Die unterschiedlichen Temperaturen werden durch die Luftschichten und ihr
Verhalten untereinander bestimmt und nicht von Teilchen, die irgendetwas
zurückstrahlen. Das ist eine sehr naive - um nicht zu sagen falsche -
Darstellung.

Eben hast Du noch behauptet, „Es handelt sich hier nämlich um „Streuung, Filterung und
Reflektion“. Reflektion bedeutet aber nichts anderes, als dass Wärmestrahlung zurück auf den Boden gestrahlt wird. Folglich widersprichst Du Dir selber. Merkst es bloss nicht.


Man frägt

frägt?

sich als normalerweise stiller Leser (a propos: @Grüsse ;-.)
tatsächlich, ob da bei Dir eine Agenda oder einfach nur dummes,
überhebliches Nachgeplappere von Halb- und Nichtverstandenem am Wirken
ist.

Ich meinerseits 'fräge' mich nicht, ob Du nur dumm daherplapperst oder ob eine Agenda hinter dem Geplapper am Wirken ist.


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.