Der Zusammenhang zwischen Temperaturanstieg und CO2
Bei dieser Gelegenheit noch einmal der Hinweis auf den Beitrag von Popeye aus dem alten Forum:
http://www.dasgelbeforum.net/sammlung/htm/369939.htm
Daraus diese Grafik:
![[image]](http://www.dasgelbeforum.net/sammlung/htm/vostok-ice-core.jpg)
Und das Zitat:
Die Daten dieser Graphik wurden mittels einer sog Eiskern-Bohrung in Vostok
(Antarktis) ermittelt und 1995 von J. R. Petit et al. in einem Aufsatz mit dem Titel „Climate and atmospheric history of the past 420,000 years from the Vostok ice core, Antarctica“ in dem Wissenschafts-Magazine “Nature“ publiziert und steht im Zentrum der historischen Zusammenhänge. Die Daten (auf komplizierte Weise gewonnen – siehe Link oben) zeigen eine beinahe perfekte Korrelation zwischen atmosphärischem CO2 (oben –blau) und den Temperaturen (unten – schwarz) der vier betrachteten Eiszeitzyklen. Zur Erinnerung: Eine statistische Korrelation sagt zunächst nichts über einen Kausalzusammenhang aus; vielmehr misst ein Korrelationskoeffizient lediglich die mathematische Beziehung zwischen zwei Variablen!
Für die in der Graphik abgebildeten Daten beträgt die statistische Korrelation r2 = 0,71 - was ziemlich gut ist.
Der Fall schien klar der Bösewicht – das Kohlendioxid – war festgenagelt. Genau das sagt die Graphik zwar nicht, aber das kümmerte niemanden, weil der sog. Treibhauseffekt von Kohlendioxid schon seit dem 19. Jh. bekannt war (Jean-Baptiste Fourier > Gustav Kirchhoff > John Tyndall > James Clerk Maxwell > Ludwig Boltzmann > Svante Arrhenius).
Die Sache hatte nur einen kleinen Haken: Bei genauerer Analyse der Vostok-Daten (z.B. Fischer et al., 1999 in „Science“ oder , Mundelsee, 2001) stellte sich heraus, das erst die Temperatur anstieg und dann das Kohlendioxid. Der zeitliche Abstand dieser beiden Entwicklungen betrug 1.300 (plus/minus 1.000) Jahre. Wie also konnte das Kohlendioxid ursächlich für den Temperaturanstieg dieser Jahre sein? Zusätzlich ergaben diese Untersuchungen, dass das Eisvolumen noch langsamer reagiert als das Kohlendioxid – nämlich 2.300 (plus/minus 1.300) Jahre später.
Damit ergab sich folgende durchschnittliche Ereigniskette:
Temperaturanstieg + 1.300 Jahre => Anstieg Kohlendioxid + 2.300 Jahre => Eis- und Gletscher-Rückbildung - (und umgekehrt).