Russischer Pilot tot, durch die Hand von "Rebellen" - Türkei als "Schutzmacht" der Turkmenen - neulich beim Stromausfall Krim

azur, Dienstag, 24.11.2015, 14:48 (vor 3724 Tagen) @ Dragonfly11538 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 24.11.2015, 15:01

Hallo DF,

merkwürdig ist, dass die Russen angeblich 10 x in 5 min angerufen worden sein sollen.

"Zuvor habe das Militär die Piloten insgesamt zehn Mal in einer Zeitspanne von fünf Minuten gewarnt"*

Die Distanzen, die ein schneller Jäger zurück legt, sind enorm. Das deutet nicht darauf hin, dass die Russen direkt über der Türkei waren. Denn sie müssen sich relativ sicher gefühlt haben (und das werden sie nun zukünftig nicht mehr sein können - worauf es offenbar ankam).

Vielmehr sollen sie in syrischen Gebiet nahe zur Türkei gehandelt haben. Dort leben (und operieren) "Turkmenen", als deren Schutzmacht sich die Türkei ausgerufen hat.

"Dabei scheinen die Turkmenen eine wichtige Rolle zu spielen....

Streit um Angriffe gegen Turkmenen

Die Türkei protestiert schon seit längerem gegen das Vorgehen der russischen Luftwaffe in Syrien. Erst gestern hatte Davutoglu den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen angerufen, weil die russische Luftwaffe auch die türkisch-stämmige Minderheit in Syrien, die Volksgruppe der Turkmenen, angreife, so Davutoglu: "Unter dem Vorwand, Operationen gegen den IS vorzunehmen, dürfen nicht unschuldige syrische oder turkmenische Bürger getötet werden."*

Der Schleudersitz jedenfalls ist auf syrischem Gebiet herunter gegangen.

Da unten wird gerade große Hektik herrschen, denn man wird seinen Piloten raus holen wollen (solche Rettungsaktionen sind Standart - zumal, wo der IS gerade eine jordanischen Luftwaffenpiloten vor der Kamera verbrant hat - und dabei die Wohnorte vieler anderer jordanischer Piloten deutlich genannt hat, mit Namen und Fotos):

"Die russische Regierung erklärte dagegen, der Kampfjet sei nur über Syrien im Einsatz gewesen. Die beiden Piloten hätten sich mit dem Schleudersitz aus der Su-24 herauskatapultieren können.

Einer der beiden Piloten offenbar tot

Laut einer syrischen Rebellengruppe ist einer der beiden russischen Piloten inzwischen tot. Die Gruppe mit dem Namen "Zehnte Brigade" verbreitete über das Internet ein Video, das den Leichnam zeigen soll. Zu sehen ist eine leblose Person in Uniform. Dazu heißt es, sie sei "durch die Hände von Rebellen" umgekommen. Die Angaben konnten bislang nicht überprüft werden. Über den Verbleib des zweiten Piloten wurde nichts bekannt.

Die türkische Armee hat Radar-Bilder veröffentlicht, die angeblich belegen sollen, dass der russische Kampfjet tatsächlich türkisches Gebiet überflogen hat."
Alles, auch (*) http://www.tagesschau.de/ausland/absturz-kampfjet-103.html

Es heißt zudem, dass die Türken auch die Krimtataren als Turkmen sieht, die sie schützen. Im Konflikt um die Krim, hatten die Türkei diese Karte spielen wollen.

Am dem Kappen der Stromverbindung zur Krim sollen auch "Krimtataren" beteiligt gewesen sein.

"Den Versuch, diese zu reparieren, verhinderten dann Aktivisten des "Rechten Sektors" und der Krim-Tataren. In der vergangenen Nacht gab es dann wiederum Explosionen, angeblich wurden Mörsergranaten abgefeuert. Seitdem fließt kein Strom mehr Richtung Krim.

Kämpfen - bis kein Strom mehr auf der Krim ist

"Glauben Sie mir, man kann uns nicht kaufen", sagt einer der Aktivsten der Krim-Tataren. "Wir werden hier weiter stehen, wir gehen nicht weg. Wir werden auf Leben und Tod kämpfen. Und zwar so lange, bis kein Strom mehr von hier aus auf die Krim fließt."
https://www.tagesschau.de/ausland/krim-strom-103.html

Nun ist auch noch der Warenverkehr zur Krim unterbrochen: http://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-warenverkehr-krim-101.html

Und andere kämpfen für die Krimtaren: http://www.tagesschau.de/ausland/ai-krim-101.html

Noch mehr zu den Schützlingen des NATO-Partners Türkei: http://www.tagesschau.de/ausland/krim-tartaren-101.html

http://www.tagesschau.de/ausland/krimtartaren-sender-103.html

Die Türkei macht vieles, um ihre bedeutende Rolle im gegenwärtigen Geschehen zu betonen (auch in der "Flüchtlingsfrage"), um endlich so anerkannt zu werden, wie man sich das dort wünscht (und allen anderen Teilen der Welt, wo wieder vom osmanischen Großreich geträumt wird).

Die Russen sollen ja auch unlängst die Türkei düpiert haben, als sie mit es angeblich mit starken Jammern geschafft hatten, deren Flugabwehr blind zu machen. Sie sollen zum Test dann über türkisches Gebiet geflogen sein (hatten wir neulich hier im Forum).

Fakt ist: Russland operiert mit syrischer Genehmigung über syrischem Gebiet, auch an der Grenze zur Türkei. Damit will man die Nachschub für "Rebellen" und Einsätze gegen die bei den Türken verhassten Kurden unterbinden.

Die Türkei wird für die westliche Allianz dafür sorgen wollen, dass es Gebiete gibt, die für die Russen quasi zu Flugverbotszonen kommen.

Es passt in ein Muster bestimmter Kräfte, wenn gegen Russland gestichelt wird.

Mal sehen, wie Russland reagiert. Leider alles nicht gut.

Viele freundliche Grüße

azur

--
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