WAS bricht weg?
Wenn du ein ersetzter Übersetzer bist, machst du wohl irgendwas verkehrt.
Ich kenne mehrere freiberufliche Übersetzer persönlich, die einheitlich das Gleiche berichten:
Wenn sich im Allgemeinen ein Freiberufler um einen Auftrag bewirbt und ihn dann bekommt, dann bedankt er sich bei der beauftragenden Firma.
Wenn ein freiberuflicher Übersetzer gnädigerweise einen Auftrag annimmt, bedankt sich die beauftragende Firma.
Dieses Beispiel nur mal, um die Situation zu verdeutlichen. Der übliche Wortpreis liegt bei 11 - 13 Cent. Du musst entweder schnell tippen oder diktierst deinen Text in den Computer, aber 400 Wörter pro Stunde sind realistisch. You do the math ...
Wenn du meinst, ein Roboter könne deren Arbeit durchführen, dann musst du von einem anderen Stern schreiben. Die mir bekannten Übersetzer lehnen es sogar ab, maschinell übersetzte Texte nachzubearbeiten, weil es durch das ständige Haareraufen so unangenehm ist.
Neue Kollegen zu finden haben sie allerdings aufgegeben. Du wirst kaum glauben, wie viele Leute frisch von der Uni kommen und dort Übersetzung studiert haben, aber trotzdem noch unter Bindestrichphobie leiden und das Deppenleerzeichen verwenden, um nur mal ein Beispiel zu bringen.
Die Ausnahme im Hinblick auf das Geld sind Fiction-Übersetzer, aber die können noch viel weniger von Robotern ersetzt werden. Aber wer Fiction übersetzt, kriegt beim Sozialamt auch ohne Probleme sein Monatseinkommen auf 435 Euro aufgestockt. Wer Non-Fiction übersetzt, kann das an einem Tag verdienen.
Beide jedoch werden absolut nicht durch Roboter ersetzt. Wenn du als Übersetzer dies jedoch so siehst, lässt dies (mindestens) Rückschlüsse auf die Ansprüche deiner Auftraggeber zu.
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Impf-frei und gesund