Fortsetzung Bildungskatastrophe
Dans sa livraison du 11 novembre 2015, le journal *La Montagne* évoque son
souvenir aux pages 4 et 29. A la page 4, figure une anecdote qui en dit
long sur la manière dont il est possible de transformer du tout au tout une
page particulièrement atroce de l'histoire de la Seconde guerre mondiale.
Venu à Clermont-Ferrand, en janvier 1998 à l'invitation de Valéry Giscard,
dit d'Estaing (?), H. Schmidt avait donné une conférence à la fin de
laquelle "une lycéenne clermontoise, citant Goethe, lui avait demandé s'il avait
su demeurer attaché à ses rêves de jeunesse".
Selon le journal, H. Schmidt avait répondu : "Mademoiselle, je vais vous décevoir ...
Quand j'avais votre âge, je n'avais pas de rêve, mais des cauchemars, tellement
j'étais convaincu que les nazis allaient réduire l'Allemagne en cendres".
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In dem für Helmut Schmidt mehr als peinlichen Text des Professors wird geschildert, wie eine französische Gymnasiastin Goethe zitiert und den ehemaligen Kanzler fragt, ob er sich seine Jugendträume bewahrt habe. Ich vermute, das Zitat war aus Prometheus, die *Knabenmorgenblütenträume*.
Ich habe mir erlaubt, Schiller zu verwenden, so daß auf eine meinem Empfinden nach sehr unverschwitzte, unverkrampfte, wenig pompöse und überhaupt nicht aufgeblasen statusversessene Art und Weise auf die wichtigsten Autoren der deutschen Klassik Bezug genommen wurde.
Solche Selbstverständlichkeiten verstehen heutzutage nicht einmal mehr studierte GermanistInnen.
Ich bin gespannt, wann wir, wie an der Börse, den absoluten Tiefpunkt sehen, von dem ab es nur noch aufwärts gehen kann?
Monterone
PS.
Wer's ganz genau haben möchte und zu den Quellenfetischisten gehört. In dem oben und von mir jetzt zwei mal einkopierten Text wird sogar die Quelle genannt, *le journal La Montagne*, eine Tageszeitung.
Kurz googeln, auf den Link klicken und oben rechts *Helmut Schmidt* eingeben. Schon kommt der fragliche Artikel:
http://www.lamontagne.fr/auvergne/actualite/2015/11/10/deces-d-helmut-schmidt-souvenirs...
Im dritten Absatz von unten die Stelle mit Goethe.
Weiter oben werden Giscard und Schmidt (Rothschild und Warburg) als Väter des Euros dargestellt.
Jeder Politiker, erst recht ein Deutscher, der sich für dieses Projekt eingesetzt hat und weiter einsetzt, macht sich des übelsten Hochverrats und verabscheuungswürdigster Kollaboration schuldig. Da beißt die Maus keinen Faden ab.
Diese Erkenntnis beginnt sich allmählich auch in Frankreich rumzusprechen, wo Marine Le Pen einen völlig unzweideutigen Anti-EU und Anti-Euro-Kurs fährt.
Ob sie sich auch daran hält, sollte sie in Amt und Würden kommen, steht wieder auf einem anderen Blatt.
Helmut Schmidt am 20. Januar 1998 in Clermont-Ferrand: *Giscard und ich haben ein ganzes Jahrzehnt lang für den Euro gekämpft. Mittel- und langfristig wird er uns phantastische Möglichkeiten geben.*
Da Schmidt ganz sicher kein kohl'scher Hohlkopf war, stellt sich die Frage, was er damit gemeint haben mag, wo schon 1990 in Le Figaro die Rede vom Euro als Versailles ohne Krieg die Rede war?
Vielleicht gerade das, ein neues Versailles, erweitert um die Komponenten eines Morgenthauplan 2.0.?
Demokraten traue ich inzwischen alles zu. Auch solchen, die ich früher gewählt und sehr geschätzt habe, blöd und naiv wie ich gewesen bin.