Kapitaldiktatur

politikus, Freitag, 30.10.2015, 18:05 (vor 3748 Tagen) @ Ostfriese4218 Views

Mir ist schon klar, dass der Kapitalismus und die Gier nach Gewinnmaximierung die Ursache allen Übels dieser Welt ist. Auch der Umgang mit unseren Mitgeschöpfen, den Tieren ist mehr als pervers, da diese sich noch nicht mal wehren können!

Auch ist mir klar, dass das System eines Tages an die Wand fährt und dieser Tag ist sicher nicht mehr all zu weit.

Unsere Politik ist mittlerweile die Hure des Systems und des Finanzgesindels!

Deshalb bin ich ja so ein Verfechter der "sozialen Marktwirtschaft", wo die Unternehmer gut verdienen sollen, aber auch diejenigen, die sich dafür jahrzehntelang plagen müssen, etwas vom Kuchen abbekommen sollen. Wenn der Staat schon mehr als die Hälfte des Bruttolohnes für sich einsackt, dann möchte ich auch in der Geborgenheit eines Sozialstaates leben, den ich finanziere. Ebenso bin ich strikt gegen diejenigen, welche diesen Staat mit Hilfe des Wortes "Asyl" ausplündern können, während man hier lebende sozial Schwache am langen Band fast verhungern lässt!

Wenn ich dann die marktradikalen und sozialdarwinistischen Ausgüsse des Ashitaka lese, dann klappt mir das Taschenmesser in der Hose auf!

In diesem Sinne - ein schönes Wochenende!

Hallo politikus,

ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, sich von den falschen
Vorstellungen zu lösen, die uns jahrzehntelang eingebläut wurden. Dabei
hat die Beschäftigung mit dem Debitismus, von dem ich nicht behaupte, dass
ich in voll verstanden habe, mir die Richtung des Nach- und Vordenkens
gewiesen. Es mag ja zutreffen, dass alles falsch ist!

Alles Staatliche bedarf der kreditären Vorfinanzierung. Im Kapitalismus,
der ja als Phänomen der Zeitgewinnung und Zeitüberbrückung Teil des
Debitismus ist und dem systemimmanenten Zwang zur Aufschuldung unterliegt,
werden die Schuldendeckungsmittel erwirtschaften, um die Vorfinanzierung
der Zentralmachtinstanzen mit ihren Zentralmachthaltern auf der Grundlage
eines Machtordnung zu ermöglichen und zu bedienen. Die asymmetrischen
Kriege von der Lewante bis nach Afghanistan, die sich räumlich nach Europa
ausdehnen, sind dem Zwang zur Fortsetzung des kapitalistischen
Kettenbriefes geschuldet – sie sind ein Anlageprodukt. Die
Kapitalsammelstellen, Banken und institutionelle Anleger finanzieren über
die Staaten dort alles, auch das Konstrukt IS! Die Neuen Kriege finden ihre
Fortsetzung in Europa – dort ist ihre Erscheinung nur anders.

Die Beibehaltung des Bisherigen wird sowieso nicht gehen. Die
Raumschrumpfung (Bau eines Zaunes, „Entwicklungshilfe“, usw.) der
Völkerwanderung wird nicht gelingen, weil ihre Raumdehnung schon
existiert. Das hat mit den unterschiedlichen Zeithorizonten des Regulären
und Irregulären zu tun, worauf ich jetzt nicht eingehen möchte. Zu guter
Letzt werden die Handwerker des Politischen und des Ökonomischen das
durchsetzen, was der Finanzindustrie mit ihren Beraternetzwerken am meisten
nützt. Das sehen wir schon in den fürchterlichen Bildern, die Uli Gack
uns aus den Städten Syriens mitbringt. Angesichts des bestimmt kommenden
Wiederaufbaus mit tollen Gewinnerwartungen reibt sich die Finanzindustrie
schon heute die Hände.

Die Krise in Deutschland ist auch nur ein Investment und wird lukrative
Gewinne ermöglichen.

Die Ängste und Desorientierungen der User zeigen sich im Forum auch in
der Wortwahl und der Sprache, die oftmals inakzeptabel und die den nach
Erkenntnis suchenden und gewinnenden Diskussionen bestimmt nicht
förderlich sind.

Gruß

Johann

--
Ich traue den verlogenen selbstzensierten "Main-Stream-Qualitäts-Medien" schon lange nicht mehr!


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