Argumente vs. wortreiche Banalitäten (bzw. Sich-Dummstellen) ..
Hallöchen Ashitaka
danke für dein Bemühen um Sachlichkeit .. auch wenn es Dir nicht ganz gelingt. (-;
Es ist sicher schwer, sachlich zu bleiben, wenn man keine guten Argumente hat. Also:
1) Wer heute belastbare Kreditsicherheiten (pfändbares Sachvermögen, ausreichendes und sicheres Einkommen) besitzt und aufbieten könnte, benötigt keinen Kredit, da er/sie bereits im Geld/-vermögen sozusagen schwimmt und selbst nach einer profitablen Geldanlage (z.B. Kreditnehmer usw.) sucht.
Außerdem, für WEN soll er realwirtschaftlich investieren, wenn er und seinesgleichen ihr Konsum nicht mehr steigern wollen, wegen Sättigung? Die Übrigen, die Mehrheit, können es ja nicht mangels Einkommen. Für wen mehr produzieren; wozu und für wen BIP-Wachstum? Für den Export; für Konsumenten im Ausland? Ist das die Aufgabe und sinnvoller Zweck der eigenen VOLKSwirtschaft?
Diese Einzelbetrachtung hilft nicht, ...
Es kommt auf den Rezipienten an.
... da die Werthaltigkeit der Sicherheiten systematisch von der Gesamtverschuldungsfähigkeit aller abhängig ist. Wenn alle sagen: "Geh mir, ich nix Kredit nehmen!", dann hast du auch rasch keine belastbaren Kreditsicherheiten mehr. Die Bewertung der Sicherheiten ist nicht fixiert, sondern über einzelne Marktsegmente hinaus (d.h. systematisch betrachtet) von der Kreditnachfrage abhängig.
Das wird morgen der Fall sein, am Tage des Kollaps und danach. Ich sprach aber von Heute (siehe oben). Es gibt ja noch ein paar willige und solvente Kreditnehmer, noch .. da die Exportwirtschaft immer noch Rendite macht, noch. Die Binnenmarkt'wirtschaft befindet sich längst in der Rezession.
2) In jeder normal/gut/ausgewogen funktionierenden VoWi gibt es grundsätzlich eine unendliche Anzahl von Nachschuldnern .. selbst in einer klitzekleinen. Denn, alle bereits verschuldeten sowie noch verbliebenen potentiellen Kreditnehmer bilden (chronologisch betrachtet) eine geschlossene Reihe bzw. einen geschlossenen Kreis, dessen Anfang und Ende sich sozusagen am Bankschalter befindet: Wer gerade tilgt und sein Pfand freibekommt, stellt das Ende des Nachschuldner-Kreises dar und steht somit wieder als Nachschuldner zur Verfügung .. endlos sich wiederholend.
Wenn die liebe Zeit (Zeiträume, zu früh, zu spät, falsche Zeit) nicht wäre. Eine Kreislauftheorie des Schuldsystems ist unter realen "zeitlichen" Umständen nicht haltbar.
Warum denn nicht? Ich habe doch ausdrücklich die Notwendigkeit zumindest angedeutet, dass fast alle Kredite zeitversetzt laufen und die Laufzeiten sich überlappen. Das ist doch die Realität!
Es ist doch nicht so, dass erst ein bestimmter Kredit getilgt werden muss, bevor irgendjemand Anderer (Nachschuldner) einen Kredit aufnehmen kann. Wir haben ausschließlich zeitversetzte, sich überlappende Laufzeiten, kein getrenntes Nacheinander! Rede ich hier seit Jahr und Tag spanisch .. oder stellst Du dich dumm?
Natürlich wünschen wir uns, dass sich alles wie geschmiert im Kreise dreht um die Hoffnung an ein generierbares Gleichgewicht zu halten. Da aber alles Geld (Schuldendeckungsmittel) ausschließlich durch Schulden entstehen kann, der Erhalt des Schuldendeckungsmittels aber einzig und allein vom Gast abhängig ist (der Wirtschaft), beißt sich die Katze in den Schwanz.
So so, das scheint aber deine Katze zu sein. Habe ich etwa bestritten, dass alles GELD (Fiat Money) aus Krediten (Verschuldung) kommt?
Wirtschaft, das ist der Kampf um Schuldendeckungsmittel. Und diesen gewinnen möglichst viele nur solange, wie im System ausreichend Nachschuldner bereit stehen.
Die stehen grundsätzlich bereit, wie ich gezeigt habe, wenn gewisse, machbare Voraussetzungen erfüllt werden, die ich erwähnt habe. Ja doch, selbst im lupenreinem Debitismus!
Die Vorstellung, der eine tilgt, der andere nimmt Kredit (als sich ablösender Kreislauf) ist nicht haltbar. Denn derjenige der tilgt, muss schon bevor ihn als Schuldner jemand ablöst seinen Cash Flow zwecks seiner Kapitaldienstfähigkeit generieren. Das bedeutet also, dass ihm niemand als Schuldner folgt (Abklatsch im Kreislauf), sondern dass der Nachschuldner schon bereit stehen muss, bevor der Cash Flow zwecks Tilgung generiert werden kann (erst Verschuldung, dann Bezahlung).
Ja sicher, und genau das ist in der Realität der Regelfall. Andere verschulden sich, bevor ich tilgen muss. Die reine Kreditsumme habe ich selbst in die Welt gesetzt (bis ich sie tilge); den Zins stellen für mich die Nachschuldner. Habe ich endlich getilgt, bin ich sofort der potentielle Nachschuldner für die Anderen, die mir "geholfen" haben und nun selbst tilgen müssen.
Alle Kreditlaufzeiten sind zeitversetzt und überlappen sich. Das lässt sich spielend empirisch ermitteln.
Da der Cash Flow bzw. die Realisation ausschließlich in Geldsummen erfolgt, muss deshalb schon vorher jemand Kredittitel schaffen (Kredit nachfragen), damit das benötigte Geld für zeitlich nachfolgende Tilgungen von Krediten überhaupt entstehen kann.
Siehe oben. Das ist doch banal und "Holz in den Wald tragen". Ich habe Dir mehr zugetraut, ehrlich!
Diese Leichtsport-lass-abklatschen-Denke ist im Gelben Forum zum Glück schon ewig vom Tisch.
Und hier bist Du vollends abgesackt!
Mit Gruß, Beo2