Es gibt Alternativen

LLF, Sonntag, 25.10.2015, 21:58 (vor 3748 Tagen) @ Meierding6613 Views
bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 25.10.2015, 22:02

Wollte ich auch schon kommentieren:

http://www.mmnews.de/index.php/politik/56483-paul-c-martin-staat-als-machtbastard

Russland ist das beste Beispiel eines Staates, der nach zwei Weltkriegen (1914-1918 und 1941-1945) und drei Revolutionen (1917, 1917 und 1991) immer noch existiert und in naher Zukunft wohl der weltweit mächtigste Staat sein wird. Lenins Bürgerkrieg war brutal, aber er endete mit dem vollständigen Sieg der von Sowjets regierten städtischen Arbeiter über die anarchistischen Bauern.

Paul C. Martin unterschätzt die Bereitschaft der Menschen, sich für abstrakte Ideale einzusetzen - wie derzeit im Donbass. Nach einem Zusammenbruch des Staates werden viele Staatsdiener ihren Arbeitsplatz verlieren, aber der Staat selbst hat bisher alle Revolutionen überdauert. Mehr noch: ein stabiler und gut regierter Staat (wie Russland) hat genügend Ressourcen, um Systemwechsel in anderen Staaten finanziell, personell und ideologisch zu unterstützen. RT Deutsch is ja nur ein kleiner Stachel in der bundesrepublikanischen Medienlandschaft.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird der Staat in naher Zukunft einige Aufgabenbereiche verschlanken - z.B. die Bildung privatisieren, die Justiz durch private Schiedsgerichte entlasten und bürokratische Sozialleistungen durch ein bedingungsloses Grundeinkommen ersetzen. Falls der Flüchtlingsstrom noch länger andauern sollte, dann könnten z.B. die Schulen als Flüchtlingsunterkünfte genutzt werden. Während der Zwangsferien können die Lehrer dann ihre bisherige Ideologie überdenken.


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