Zum "debitistischen Kettenabriss" ...
Beides zusammen (nämlich der debitistische Kettenabriss und der unendliche Zustrom von Sozialleistungen lukrierenden Migranten) ist zu viel des Guten. Da ist Sense angesagt.
Zum "debitistischen Kettenabriss" (= angeblich "grundsätzlich fehlende Nachschuldner") ist vollständigkeitshalber folgendes richtig zu stellen:
__ 1) Wer heute belastbare Kreditsicherheiten (pfändbares Sachvermögen, ausreichendes und sicheres Einkommen) besitzt und aufbieten könnte, benötigt keinen Kredit, da er/sie bereits im Geld/-vermögen sozusagen schwimmt und selbst nach einer profitablen Geldanlage (z.B. Kreditnehmer usw.) sucht. Wer aber großen Konsum- und Kreditbedarf hat, besitzt keine ausreichenden Kreditsicherheiten. Dies war schon immer und ist wieder einmal das Endstadium eines kapital'istischen Wirtschaftszyklus, welcher so gut wie niemals länger als 3 Generationen (60-75 Jahre) gedauert und immer in einer Katastrophe (Krieg, Bürgerkrieg) geendet hat.
__ 2) In jeder normal/gut/ausgewogen funktionierenden VoWi gibt es grundsätzlich eine unendliche Anzahl von Nachschuldnern .. selbst in einer klitzekleinen. Denn, alle bereits verschuldeten sowie noch verbliebenen potentiellen Kreditnehmer bilden (chronologisch betrachtet) eine geschlossene Reihe bzw. einen geschlossenen Kreis, dessen Anfang und Ende sich sozusagen am Bankschalter befindet: Wer gerade tilgt und sein Pfand freibekommt, stellt das Ende des Nachschuldner-Kreises dar und steht somit wieder als Nachschuldner zur Verfügung .. endlos sich wiederholend.
____ Es kann auch prinzipiell jeder Kreditnehmer tilgen, da der Zins, den er benötigt, von nächst folgendem Kreditnehmer(n) in Umlauf gebracht wird. Die reine Tilgungssumme, die jeder Kreditnehmer außer dem Zins benötigt, bringt er ja selbst in den Umlauf; er benötigt diese Summe lediglich als Einnahmen zurück. Dies funktioniert völlig reibungslos und nachhaltig, wenn ...
____ wenn erstens in der VoWi nicht übermäßig in Geld gespart wird (= übermäßige Bildung von Geldvermögen), so dass jeder bereits verschuldete Kreditnehmer seine gewohnten Einnahmen bis zum Tilgungstermin beibehalten kann .. d.h. wenn in der VoWi fast ausschließlich in Sachwerten (auch Unternehmensbeteiligungen u.ä.) gespart wird, und
____ wenn zweitens die Einkommensverteilung in der Bevölkerung annähernd "normal/symmetrisch um den Mittelwert verteilt" ist, im Sinne der Gauß'schen Normalverteilung (auch Median = Mittelwert etc.).
Dass dem so wird, dafür kann nachhaltig gesorgt werden .. ja, selbst im Debitismus, allerdings nur in einer vernünftig und ausgewogen organisierten und regulierten VoWi natürlich. Es ist prinzipiell nicht anders als mit der Konstruktion, Steuerung und Betrieb eines großen Passagier-/Kreuzfahrtschiffs ...
Dieser Vergleich hinkt nicht: Die VoWi ist ein Passagierschiff, mit dem eine Gesellschaft in die (selbstbestimmte) Zukunft fährt. Hoffentlich ist es nicht die nächste Titanic .. oder die nächste Vasa von Stockholm, die seinerzeit nach ihrem ersten Auslaufen aus der Werft einfach umgekippt und gesunken ist.
Wer's kann, der schafft's.
Mit Gruß, Beo2
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Eine jede KULTUR, d.h. ihre Geschichte, Sprache, Sitten & Bräuche, Traditionen, Kunst, Religion, Wirtschaft etc. verschwindet normalerweise nicht plötzlich, sondern Scheibchen für Scheibchen .. insb. als Folge der Gleichgültigkeit ihrer Mitglieder.