Multimonopol des Staates

Falkenauge, Montag, 26.10.2015, 10:07 (vor 3748 Tagen) @ Meierding5069 Views

Einen ganz wichtigen Aspekt spricht Martin mit dem folgenden Satz an:
"Die Schulen sollten nicht auf Staats-, sondern auf freiheitliche Nicht-Staats-Systeme vorbereiten."

Das können sie aber nicht, weil sie in der Regel dem staatlichen Schulsystem angehören und das unterrichten müssen, was die Herrschenden vorgeben. Die relativ wenigen freien Schulen müssen sich über das staatliche Prüfungsmonopol auch nach den staatlichen Vorgaben strecken.

Daraus folgt mit zwingender Logik, dass es zunächst das Allerwichtigste wäre, für ein vom Staat unabhängiges freies Bildungswesen zu kämpfen. Staat und Wirtschaft haben naturgemäß das Interesse, dass die heranwachsende Generation auf ihre Bedürfnisse und Anforderungen hin ausgebildet werden. Damit wird die Jugend aber auf bestehende und oft erstarrte Formen, in die sie sich einfügen sollen, festgelegt, ohne Rücksicht darauf, was in ihr selbst an neuen Lebensimpulsen heraufdrängt. Daher kommt es darauf an, dass das, was gelehrt und wozu erzogen werden soll, ganz aus der Erkenntnis des werdenden Menschen und seiner individuellen Anlagen, aus der Anthropologie entwickelt wird. Das schließt in höheren Klassen eine exemplarische Behandlung idealer gesellschaftlicher Verhältnisse ein. Dann können die so ausgerüsteten mündigen Menschen in die Gesellschaft eintreten und ihre Impulse in die Gestaltung der Verhältnisse einfließen lassen, die so immer menschengemäß verändert werden können.

Zur Freiheit erziehen, können nur Lehrer, die selbst frei sind und nicht staatliche Befehlsempfänger. Überlegungen dazu hier.


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.