Das Stichwort war: "ehrlich"
Wenn wir dabei bleiben, dann lassen wir zusammen mit dem "ehrlich"auch noch den logischen Hausverstand mitwirken.
Ja, Nahrung sollte Medizin sein und Medizin Nahrung! Dazu kommen die Selbstheilungskräfte des Organismus. Schade, daß sich so viele Ärzte verkauft haben! Die Schamanen der Naturvölker sind ehrlicher.
Ja, hast Du recht, - aber:
Ich nehm nochmal den Satz extra heraus:
Schade, daß sich so viele Ärzte verkauft haben!
Ich kenne eine ganze Reihe von Ärzten. Das Schöne dabei ist, nicht ich bin Kunde bei Ihnen, sondern umgekehrt. Aber durch gewisse länger andauernde Tätigkeiten z.B. am Anwesen bei den Herrschaften in Weiß kommt man automatisch in engeren Kontakt zu ihnen und erfährt so manches, was dem Otto Normalo als Patienten eher verborgen bleibt.
Die Kerle stecken in einem echten Dilemma. Wenn da einer tatsächlich wirklich noch "Arzt" im legendären Stil sein will, dann ist es besser, er fängt erst gar nicht damit an, weil er mit 100%iger Sicherheit schon nach dem ersten Jahr Konkurs anmelden kann. Apropos Konkurs: Das ist ein Tabu-Thema (öffentlich) aber in den internen Mediziner-Magazinen sieht man schon, was da abgeht. Da werden ganze Praxiseinrichtungen zum Schleuderpreis angeboten. Wieviele Ärzte so pro Jahr bankrott gehen, das ist kaum zu glauben.
Woher kommt das: Da macht irgendwo ein neuer Arzt auf. Was machen die Omas, die sonst nichts zu tun haben? Die gehen hin, um sich irgendein Wehwehchen behandeln zu lassen. Dann sehen sie sich um. Die Omas sind nämlich bestens informiert. Ach Gott ach Gott, -der hat ja nicht einmal das spezielle Gerät oder diesen Apparat, usw. - was ist denn das für ein rückständiger Arzt... Hat ja gar keinen Wert, zu dem weiter zu gehen, - der ist ja von gestern.
Ein Arzt, z.B. ein Allgemeiner, oder noch schlimmer: ein Internist, - der braucht erst mal 1 Mio €, um sich halbwegs akzeptabel auszustatten. Bleibt die Frage, wie sich das rechnet, oder überhaupt amortisieren kann. Gar nicht, deshalb schließen sich auch so viele Ärzte zu Gemeinschaftspraxen zusammen.
Jetzt kommt die ständig sinkende Honorarregelung für die Ärzte dazu, - da müssen sich die Weißkittel schon was einfallen lassen, wenn sie nicht gleich über die Klinge springen wollen. Entweder, sie hängen sich an irgendeinen Pharmakonzern dran und verschreiben hauptsächlich dessen Medikamente, - da gibts satte Provisionen. Oder aber, sie hängen sich in überzogene (will nicht sagen, "falsche") Abrechnungen rein und versuchen auf diese Art, Boden gutzumachen.
Auf diese Art wird der Mediziner dazu gebracht, in erster Linie Betriebswirtschaftler zu sein und in zweiter Linie erst Arzt, - sonst geht er vor die Hunde. Das bedingt das Durchpeitschen der Patienten im 10-Minutentakt, sowie das Auswählen der Behandlungsmethoden, die am meisten Kohle bringen. Dazu muß er in der Lage sein, sich seine Patienten zu "züchten". Er soll, damit er einen vorzeigbaren Erfolg hat, der seinen Namen auf ein achtbares Podest hebt, mit seiner Therapie Erfolg haben. Aber wenn er nicht durch entsprechende Maßnahmen (Chemo-Medikation, etc.) gleich das Fundament für die nächsten Beschwerden beim Patienten legt, dann ist er ein betriebswirtschaftlicher Trottel. Er gräbt sich nämlich sein eigenes Grab damit.
Der Arzt hat eine Chance zu bestehen, der als erstes, bevor er seine Sprechstundenhilfen auswählt und einstellt, sich erst mal eine gute Buchhalterin angelt, die sich genau mit den Abrechnungssätzen auskennt.
Das zur Situation Arzt und Krankenkasse (Honorar). Was hat nun der Patient damit zu tun? Einfach:
Der blöde Otto Normalo bekommt eingetrichtert, dass er nur mit Hilfe des Arztes gesund werden kann. Und das Interessante: Er glaubt das auch. Er ist nicht in der Lage, erst mal sich selbst zu beobachten, dann irgendwelche Zusammenhänge zu erkennen, die entsprechenden Schlüsse draus zu ziehen und sich entsprechend (man nennt es auch "gesund") zu verhalten.
Die Generationen vor den Kriegen waren da viel intelligenter. Die brauchten kaum einen Arzt. Die hatten ihre Hausmittel. Erst langsam hat es sich in letzter Zeit herumgesprochen, dass man nicht bei jedem Schnupfen Antibiotika nimmt. Um bei einem eklatanten Beispiel zu bleiben.
Nein, die Leute sind so bescheuert, machen alles Mögliche falsch (Ernährung, fehlende Bewegung, etc.), gehen dann zum Arzt, sind nicht mal in der Lage, die minimalsten Informationen aus der Anamnese mitzuteilen und wundern sich dann, dass sie andauernd falsch behandelt werden und von einem Dilemma ins andere kommen. Abgesehen von der persönlichen Problematik, die letztlich in Depressionen ausarten kann, kostet der ganze Spaß einen Haufen Geld, was irgendjemand bezahlen muß.
Auf diese Art schraubt sich der KV-Beitrag pro Person immer höher, und da noch die schönen Prunkbauten der Versicherer und die Protz-Gehälter der Geschäftsführer bezahlt werden müssen, werden auch die Leistungen zunehmend gekürzt.
Seit über 30 Jahren habe ich keine KV mehr bezahlt, halte mich gesund (auch jetzt noch, mit weit über 60), und habe mich dadurch aus dem System ausgeklinkt. Was ich mir mit dem dadurch ersparten Geld an Grund und Boden gekauft habe, - das weiß nur ich. Das genügt.
Was aber viel wichtiger ist, das ist die Tatsache, dass ich auf Binsenweisheiten draufgekommen bin, wodurch ich gesund bleibe. Ganz einfache Dinge, die man schon vor Jahrhunderten gewußt hat und die aufgrund der allgemeinen Lesart, sich nicht auf den Hausverstand zu verlassen, sondern erst mal zum Arzt zu gehen, um zu hören, was der sagt, entweder ignoriert werden oder schon lange verloren gegangen sind.
Man soll bei allem immer zwei Sprichwörter im Auge behalten, die ich auch hier schon öfters zum Besten gegeben habe:
Man geht zum Arzt, weil es da oder dort weh tut. Der Arzt will ja auch leben.
Dann geht man mit dem Rezept zum Apotheker und kauft sich die Tabletten, die der Arzt verschrieben hat, - denn der Apotheker will ja auch leben.
Dann kommt man nach Hause, und wirft die Tabletten am besten schnell ins Klo. Denn selber will man ja auch leben....
Und das andere:
Ein Arzt, der nicht wenigstens 1 Friedhof voll gemacht hat, kann eigentlich kein guter Arzt sein....