Er wird daruaf angesprochen und lehnt sie ab
Hallo Waydelich,
Im großen Interview spricht die
Welt
Seehofer auch direkt auf das Fortbestehen der Fraktionsgemeinschaft an.Auf die Frage der Welt, ob der Dissens die Fraktionsgemeinschaft zwischen
CDU und CSU gefährdet sei, antwortert Seehofer:" Nein. Für mich ist das keine Option. Ich kann aber nicht um des lieben
Friedens willen meine Position aufgeben. Wir haben am Freitag beschlossen,
im Notfall als Land Bayern auch den Rechtsweg zum Bundesverfassungsgericht
zu beschreiten. Damit ist es mir ernst."
Natürlich ist es für ihn keine Option, denn es wäre sein Ende, der Brutus aus der CSU sozusagen.
Um dann im direkten nächsten Satz zu sagen: Mein Credo ist: Politik muss
immer ein Seismograf der Lebenswirklichkeit sein. Wenn es um das Management
von Politik im Alltag geht, ist die Bevölkerung mein Koalitionspartner.
Könnte man auch als "Fahne in den Wind hängen" bezeichnen.
Wie gesagt, Maulkämpfer war er immer schon, wie die ganze Partei, ohne substantiell etwas zu bewirken. Maut, Herdprämie, etc. - die CSU ist extrem, extrem gut darin Projekte zu befürworten, die sowieso keine Chance auf Realisierung haben. Wie sehr ihnen die Felle davon schwimmen, kann man daran ermessen, dass sie den rund-um-Guttenberg reaktivieren wollen, obwohl dieser nicht einmal halbherzig interessiert ist.
Das kann man dann schon genau so interpretieren wie mir zugetragen. Für
IHN ist das keine Option. Er sagt nicht, dass es für die CSU keine Option
ist. Und der Koalitionspartner ist für ihn die Bevölkerung, nicht
Merkel.
Warum das keine Option ist, habe ich oben ausgeführt.
Zur Not verlässt die CSU die Fraktion und bleibt eigenständig in der
Regierungskoalition. Das ist dann ein öffentliches Misstrauensvotum gegen
Merkel. Das würde sie politisch nicht überleben und gleichzeitig wäre
damit ihr Lebenswerk zerstört.
Das wäre eine mögliche Option, mit dem kleinen Makel der geringeren Rechte der Fraktion, dafür aber paar gut bezahlte neue Posten.
Im Hintergrund laufen mit Sicherheit längst die Verhandlungen der 2.
Garde zwecks Nachfolgeregel. Nochmals mit Merkel wird man nicht antreten
(die übrigens zur CSU Klausurtagung im November ausgeladen wurde um ihr
"Buhrufe" zu ersparen (O-Ton))
Wen sollen sie ansonsten nehmen? Wenn Merkel will, wird sie es machen dürfen. Gegenkandidaten nicht in Sicht. Es hängt allein von ihrem Wollen ab.
Die Misere und die Lain belastet und demontiert, bleibt nicht mehr als der Rollstuhlfahrer und der Fettsack übrig. Die Tusse aus RLP hat noch keine Wahl gewonnen, das Bremer Blondchen ist nicht regierungstauglich. Wen willst Du nehmen?
Jens Spahn ist noch zu jung (1980) geboren.
Da war schon eh wenig Substanz, jetzt ist noch weniger da.
Also, mach mal einen Vorschlag.
Wenn überhaupt, wird es zwischen Schäble und Altmeier entschieden werden müssen. Beide sind dem Wahlvolk nicht wirklich vermittelbar; der Altmeier kollabiert wahrscheinlich schon, wenn mehr als drei Mal in einer Woche eine Flugzeugtreppe erklimmen muss.
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"Journalism is printing what someone else does not want printed. Everything else is public relations." - George Orwell
Arvid