Das System Bayern-CSU und seine Heimat liegen dem sicher am Herzen
Hallo Langmut,
kann ich alles verstehen. Habe aber einen anderen Eindruck. Auch aus früheren Interviews. Vermutlich ist er derzeit der Glücksfall. Nüchtern und überlegt, und mit einem starken Unterbau versehen - und getrieben von Umständen, die die Spreu vom Weizen trennen wird.
Dem sind sein Land, und damit meine ich nicht nur sein Bundesland, und seine Vertantwortung nicht egal.
Wir werden ja sehen, wer von uns beiden richtig liegt. So oder so steht alles auf dem Spiel. Wie soll er sich da raushalten können?
Zudem wird sich ihm nie wieder so eine Gelegenheit bieten.
Nicht zu handeln ist mindestens genau so gefährlich, wie endlich durchzugreifen. Die Umstände und die Basis seiner Macht drängen zum Handeln.
Sehe keinen Grund, dass er nicht handeln wird.
Wenn man überlegt wie der dahin gekommen ist, wo er ist (die CSU ist ja auch ein Schlangennest), dann kann er nicht so unfähig sein.
Und er kennt das Leben der einfachen Leute weit besser, als andere. Denn da kommt er her.
Hoffe, er und andere könnens richten. Es gibt ja auch noch den Bosbach und ein paar andere, die noch etwas Staatskunst begreifen. Dass die so lange abwarten, zeigt (hoffentlich) deren Gründlichkeit (letztlich alles hoffentlich).
Es ist kein Supermann, aber das wird gar nicht gebraucht. Sondern erst mal wieder etwas Nüchternheit. Als Seehofer damals die Noch-Kanzlerin des Fehlers bezieh, sah man ihm an, dass er wusste, dass es nun kein Zurück mehr geben kann.
Es gibt übrigens unzählige Beispiele in der deutschen Geschichte für Konflikte von Zentralmacht und starken Landesfürsten. Widersachern wurde der Wille der Zentralmacht per Reichsexekution aufgezwungen, nur wer sollte das nun noch leisten können.
Wir reden viel davon, wie sich die Zuwanderer verhalten werden. Spannend ist aber auch, wie sich der Riss in der Gesellschaft auswirken wird. Allerdings arbeitet die Zeit hier für die Realisten.
Und wenn jemand derzeit für die Realisten, das Anerkennen der Probleme und Potentiale hat, dann er.
Auch Gauck könnte uns noch überraschen. Der könnte für dies Fortsetzung seines Sonnengottdaseins auch viel tun (vielleicht sieht er auch die Belastungen, die auf ihn zukommen, und tritt unter Prostest zurück. So ein Typ ist er nicht unbedingt). Jedenfalls hat auch er erkennen lassen, dass er sehr wohl weiß, was derzeit auf dem Spiel steht.
Der Zustrom ist ungebrochen, und die Illusion, dass man das schon alles mit bisher vorhandenen Mitteln lösen kann, jedoch kurz vorm Zerstieben.
Dieser Artikel ist krude, aber zeigt es:
"Flüchtlingshelfer an der Belastungsgrenze
Wer hilft eigentlich wem?"
http://m.taz.de/Fluechtlingshelfer-an-der-Belastungsgrenze/!5237165;m/
Auch bei den Tills und Kathrins wird wohl in nicht allzu ferner Zukunft der Groschen fallen. Und dann wird es heißen, man sei getäuscht worden und man wird auf Merkel und EU-Länder zeigen, die alle schuld seien, an der Misere.
Zwangsläufig muss es so wie es läuft in die Kathastrophe laufen. Alle öffentlichen Gebäude voll, und vielleicht auch noch viele Private (selbst das geht ja nicht unbegrenzt), und die Zuwanderer kommen und kommen und kommen in Massen.
Es gibt keine Alternative, als sich zu retten. Das weiß auch Horst und seine Basis. Und wer, wenn nicht die derzeit mit Abstand am meisten gebeutelten Bayern.
Vielleicht sollte der mal ein paar Unterstützerbriefe oder Veranstaltungen bekommen (wenn man überlegt, was an vielen Orten für ein Unterstützerzirkus für den hochadligen Blender veranstaltet wurden).
Es wäre gut, wenn viele gemeinsam an einem Strang ziehen würden. Das ist vielleicht die Chance, dass es zu mehr Verständigung und Selbstbewusstsein bei den Deutschen führt. Da könnte man manches neu verhandeln.
Und so ein wunderschönes Land wie Bayern würde ich als Bayer auch nicht kaputtgehen lassen.
Die können mit viel Verständnis rechnen.
Einigkeit macht stark. Sich seiner Fähigkeiten und Grenzen bewusst sein ebenfalls.
Viele freundliche Grüße
azur
PS: Recht und Ordnung geraten zunehmend aus den Fugen. Das bedroht auch jedermanns Wohlstand. Da wird es manch einflussreichen Herren geben, die schnellsten wieder Ruhe und Verlässlichkeit gesichert sehen wollen. Wenn es zum Chaos kommt, haben dabei viele reichlich zu verlieren. Das treibt bekanntlich noch immer gewaltig.
Wann war zuletzt unser Land in so einer Misere? Da muss man schon sehr lange zurück schauen.
(und selbst bei Sinn bin ich mir nicht sicher, ob er es auf seine Weise versuchte sichtbar zu machen)
Edit: wie zu erwarten, wird der Druck fein und langsam erhöht (wer will schon als Muttimörder dastehen):
"Die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat eine Begrenzung der Flüchtlingszahlen gefordert.
"Wir brauchen Maßnahmen, um die Zahlen deutlich zurückzufahren, um die Menschen überhaupt logistisch integrieren zu können"
Ilse Aigner, stellvertretende bayerische Ministerpräsidentin (08-13 Bundeskabinet): http://www.br.de/radio/bayern2/politik/radiowelt/ilse-aigner-fluechtlinge-integration-1...
Und argumentiert mit dem Faktor des Familiennachzuges.
Ist denn das denn wirklich so schwer zu erkennen, dass man das nicht mehr lange wird schultern können? Dass man das nur kurzzeitig mit Propaganda übertünchen kann? Scheinbar hat es eine Weile bei diesem und jenem gedauert, aber viele in der Bevölkerung ahnen es längst: Das ist so einfach zu viel.
Wie waren noch mal die Reaktionen im Ausland? Wird ja wenige berichtet, aber bejubelt haben es nur die US-Amis (und die Israelis). Die Briten sind höhnisch und verärgert. Viele andere nicht weniger. Es nimmt keiner nennenswert Zuwanderer ab und keiner wird für die Deutschen das Problem lösen.
Eltiche aus dem Ausland werden die Gefahr eines kollabierenden Deutschlands fürchten, und die unterstützen, die das vielleicht abwenden können (immerhin geht es ja auch u. a. um eine Melkkuh - selbst Brüssel wird lieber das Geld bekommen wollen, dass für die Zuwanderer zu Hauf ausgegeben werden soll).
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