Paradies...

Hinterbänkler, Schweiz - tief im Emmental, Dienstag, 29.09.2015, 14:29 (vor 3773 Tagen) @ Zarathustra4191 Views

Die Erde ist das Paradies.


Das ist doch auch eine religiöse Formulierung. Das Leben ist das Leben.
Manchmal paradiesisch, manchmal höllenartig.

Danke Zarathustra,

bzgl. Paradies, da teile ich zum Teil Deine Ansicht.
Der Begriff (ursprünglich für Garten, Park) wird meist in religiösen Zusammenhängen benutzt.
Ich hatte ihn hier mehr im Sinne von woher wir kommen und woraus wir mit der neolithischen Revolution 'vertrieben' wurden verstanden.
Der 'Garten Eden' - meist lokalisiert im 'Fruchtbaren Halbmond' - ist das Symbol für ehemaliges unbeschwertes Lebensglück, das wir auf der Erde nie wieder haben werden.

Aus Wikipedia:
Der Archäologe Juris Zarins von der Missouri State University ist hingegen der Ansicht, dass der Garten Eden in einem heute überfluteten Flussdelta im Bereich des nördlichen Persischen Golfes lag. Neben den Flüssen Tigris und Eufrat (Euphrat) identifiziert er den Fluss Pischon als die trocken gefallenen Wadi Batin und Wadi Rimah, den Gihon als den Karun.[7][8] Die Geschichte von der Vertreibung aus dem Paradies spiegelt seiner Meinung nach den Übergang vom Wildbeutertum zu Ackerbau und Viehzucht: „Das Land an den vereinigten vier Flüssen muss der Garten Eden gewesen sein. Denn es war wegen seines reichlichen Wassergehalts ungewöhnlich fruchtbar. Wir sprechen hier vom Neolithikum, in dem die damaligen Jäger und Sammler zu Ackerbauern und Viehzüchtern wurden. Die Geschichte von der Vertreibung aus dem Paradies ist lediglich eine verzerrte Darstellung des Übergangs der damals lebenden Menschen von Jägern zu Ackerbauern.“ Weiter meint er: „Adam und Eva entsprächen dann den frühen Ackerbauern. Sie sündigten, indem sie Gottes Allmächtigkeit herausforderten. Anstatt auf Gottes Gnade zu hoffen, nahmen sie die Dinge selbst in die Hand und vertrauten auf ihr Wissen und Können beim Ackerbau.“ Die Mündung der vier sich vereinigenden Flüsse habe um 6000 v. Chr. auf Grund des eiszeitlich bedingt etwa 150 Meter niedrigeren Meeresspiegels viel weiter südöstlich gelegen: „Die biblische Geschichte von der Sintflut ist demnach nur eine Metapher für die Überflutung dieses Landes durch das Meer.“[9]

Danke und Gruß
Hinterbänkler

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...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'


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