Danke für die Ausführlichkeit
Hat mich an vieles erinnert, was auch mir passiert ist.
Ein paar Anmerkungen:
(Die Tests wurden übrigens immer nur zur Unterschrift vorgelegt, wir durften diese nie behalten! Erst kurz vor der Entlassung in der 4. Klasse wurden uns alle Tests u. Arbeiten des Kindes augehändigt).
War auch bei uns nicht anders, - deshalb habe ich sämtliche Arbeiten, die ich unterschrieben habe, vor der Rückgabe immer kopiert.
Das prägt sich ins Hirn!
Schon deshalb, weil die meisten Kinder ein visuelles Merkvermögen haben.
Und das AllerAller Wichtigste!!!...lasst Euer Kind viele viele Bücher lesen! Lesen, lesen lesen! Wenn es nicht gern lesen sollte, solange suchen, bis man ein passendes Buch/Geschichte findet!
Dieses Problem geht parallel zum Ansteigen des Internets und der PC-Verwendung. Hier gilt es, die feine Gratwanderung zu schaffen, dass sich das Kind nicht ausgegrenzt fühlt, weil man ihm die PC-Tätigkeit beschneidet, genauso aber die Bücherwelt schmackhaft macht. Da müssen beide Elternteile an einem Strang ziehen. Ich habs nicht geschafft, weil meine Frau immer "aufgeweicht" hat.
Wie gesagt, am Besten, man lässt sich alles zeigen, was die Kinder in der Schule erarbeitet haben, um dann entsprechend eingreifen zu können und ""nicht"" auf die Lehrer oder Texte irgendwelcher Arbeitshefte hören!
Genau das ist das Richtige. Auch ich hab meinem Sprößling Übungen aufgegeben, z.B. im üben von der richtigen Verwendung der Präpositionen. Als er schon älter und in der Oberstufe im Gymnasium war, mußte er mir aus dem Internet gewisse Referate herausarbeiten, - z.B. über die Winde (dadurch weiß er, was der Unterschied zwischen einem Hurrikan und einem Taifun ist, resp. wie sowas entsteht, u.a.m.), oder auch über die Überwinterung der heimischen Säugetiere in Feld und Wald.
Als er das in der Schule als eine Art Zusatzarbeit in den entsprechenden Fächern abgegeben hat, wurde das gar nicht registriert, vom Lehrer auch nicht kommentiert (oder gar gelobt) oder gar benotet. Wo käme man denn hin, wenn man plötzlich mehr wissen könnte als die anderen....
Am Allerbesten ist es eigentlich, auszuwandern.
Nun, dazu habe ich ja schon meinen Senf weiter oben gegeben.
Noch ein persönliches Erlebnis: In Stuttgart - Hohenheim war während meines Studiums eine Deutsch-Dozentin, die mir eine schlechte Note gegeben hat, weil ich andere Meinung war als sie. Das war 1974. Da wurde bereits versucht, mir klarzumachen, dass man das wechselbezügliche Fürwort abgeschafft hätte. Man würde heute nur mehr "sich" begrüßen, und nicht mehr "einander".
Während ich auf der Ing.Schule in Wien mal eine Wette gegen unsern Deutschlehrer gewonnen hatte (es handelte sich um die Schreibweise eines Fremdwortes), bekam ich wg. dieser Meinung der Dozentin eine schlechtere Deutschnote. Hirnrissigkeiten sind also keine neuzeitliche Erfindung, das gabs schon früher. Damals aber waren es Einzelfälle.