Reformpädagogik in der Grundschule

Hyperion, Sonntag, 27.09.2015, 22:15 (vor 3773 Tagen)4715 Views

Hallo zusammen,

mein Kind wurde dieses Jahr eingeschult. Nun hat es sein Arbeitsheft (es handelt sich um "Bausteine" von Diesterweg) mitgebracht, mit der "Hausaufgabe", seinen Eltern das Vorwort zur Lektüre vorzulegen.

Dort werden die Eltern beispielsweise aufgefordert, Schreibfehler des Kindes nicht zu korrigieren. Wenn das Kind z.B. "ICH HAP OICH LIP" schreibt, soll man sich am Inhalt erfreuen und sich nicht über die Rechtschreibung aufregen.

Aufgeregt habe ich mich dann aber doch: Allerdings nicht über die Fehler meines Kindes, sondern über die Rechtschreibfehler im Vorwort. Nur eine knappe Seite, trotzdem vier Fehler, die selbst ich nicht überlesen konnte.

Meine erste Reaktion war, die Fehler anzustreichen.

Aber nun denke ich mir: ist das vielleicht nur ein Test? Will die Lehrerin nur feststellen, welche Eltern entspannt über Fehler hinwegschauen können und welche Eltern die Erbsen zählenden Querulanten sind? Und sind vielleicht statt vier Fehlern zehn Fehler im Text versteckt? Dann hätte ich mich zusätzlich noch als inkompetent erwiesen.

Bin gespannt wie ein Flitzebogen, was da noch auf mich wartet.


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