Bis vor etwa sieben, acht Jahren war ich öfters mal in Frankfurt a. M. zwecks Bahnaufenthalt.
Damals gab es noch keine Flüchtlingsströme, aber es gab damals schon bettelnde Drogenabhängige. Interessant war auch mal ein Spaziergang gegen Nachmittag/Abend rund um die Finanzhochhäuser. Schon erstaunlich, was eine Industriegesellschaft alles an verlorenen Seelen so nebenbei produzieren kann.
Kein Mensch hat sich damals über dieses menschliche Elend aufgeregt. Das gab es halt einfach so wie die Bildzeitung morgens beim Bäcker.
Wir, die BRD, produzieren kräftig mit am Elend dieser Welt. Neulich in einem Real-Supermarkt habe ich billige Wäscheartikel aus Bangladesch entdeckt.
Aber was will ein Arbeiter in einem Produktionsbetrieb, der 40 Stunden in der Woche im Vier-Schicht-Betrieb für 8,50 Brutto die Stunde hart malocht, auch anderes kaufen?
Die Einwohnerzahl Deutschlands nimmt ab, es fehlen also immer mehr Konsumenten. Der Kapitalismus holt sich die fehlenden Konsumenten und die fehlenden Sklaven notfalls halt mit Gewalt bzw. in wechselseitig befruchtender Zusammenarbeit mit der NATO. So what?
Wir leben in und mit dem Kapitalismus, also müssen wir halt auch mit dessen Negativerscheinungen zurecht kommen + dem Besatzungsstatus.
Alternativen? Reaktionen?
Ist Flüchtlinge vertreiben das Erfolgsgeheimnis für die Niederschlagung des zerstörerischen Systems des Kapitalismus?