Bericht vom Flüchtlingsgatter
Ich arbeite am Bahnhof in Pocking. Also ein Bericht aus erster Hand.
Irgendwo in Niederbayern, ein kleiner Bahnhof in Grenznähe zu Österreich. Während der Nacht werden 30-50 Menschen aus Syrien, Afghanistan, Irak, Eritrea........ von Schleusern am Bahnhof ausgesetzt. Der letzte Zug kommt um 1 Uhr an, der erste fährt um ca. 5 Uhr ab. Die Menschen schleich um den Bahnhof, dessen Wartehalle zugesperrt ist. Die Bundespolizei Passau fährt Streife und erscheint mit 3-4 Kleinbussen, um die Leute nach Passau und zum Weitertransport nach Deggendorf zu bringen.
6 Uhr früh, die nächste Ladung Flüchtlinge bedrängt den Schalter und kauft Tickets nach Berlin, Dortmund, Köln, Eisenhüttenstadt, Rostock, München, Stuttgart..........Dänemark, Schweden, Holland.
Die gerufene Bundespolizei hat wie üblich um diese Zeit einen Aufnahmestopp und lässt die Flüchtlinge ziehen.
Nachdem also ca. 40 Flüchtlinge sich über die ganze Republik verteilen, wird der Rest nach Deggendorf gekarrt.
Jeden Tag im Bereich Passau ca 500 bis 700 Menschen, Tendenz steigend.
Gruß aus Pocking
Rotti