Geschmacklose Früchte und die alten Ägypter
In Zusammenhang mit der Lösung von Mineralien bzw. Spurenelementen aus Sandkörnern und Steinen im Boden durch die Mikroorganismen mit Hilfe starker Säuren sollte einem eigentlich klar werden, dass die heutigen Früchte (Gemüse und Obst), die mit Hilfe der Agrarindustrie in den Supermärkten angeboten werden, normalerweise einen Mangel an Mineralien/Spurenelementen haben dürften. Denn es werden zwar inzwischen, wie es Frau Dr. Ingham in ihrem Vortrag erläutert, einiges mehr an Nährstoffen/Spurenelementen in die Dünger mit dazugetan, weil man erkannt hat, dass eine Pflanze nicht nur N(Stickstoff), P(Phosphor) und K(Kalium) braucht, sondern mindestens 40 (in Worten: vierzig) verschiedene Elemente. Aber das Problem ist, dass ohne entsprechendes Bodenleben, das die Nährstoffe Dank ihrer organischen Aktivität im Boden halten kann (so dass sie nicht ausgewaschen werden), kaum etwas davon bei den Pflanzen, d.h. deren Früchten, ankommt.
So sind dann die inzwischen relativ geschmacklosen oder sogar schlecht schmeckenden Früchte (z.B. Gurken und Karotten) zu erklären.
Bei Gurken ist es z.B. so, dass diese beim Schälen teilweise sogar stinken. Dies hängt mit dem hohen Nitratgehalt zusammen, den diese aufweisen. Die dunkelgrüne Farbe der Gurken weist daraufhin, so wie man dies auch bei Getreidefeldern im April oder Mai sehen kann, wenn die Halme ein erstaunliches Dunkelgrün oder gar ein dunkles Blaugrün aufweisen. Dies kommt von übermäßigen Stickstoffgaben (Nitrate = Salze und Ester der Salpetersäure).
Dazu ein Zitat aus einem Kapitel eines Buches von Annie Francé-Harrar:
Chemie des Bodens
Daß unsere Gemüse in der überwiegenden Hauptsache so bereit sind, die künstlichen Salze, die man ihnen verabreicht, zu verwerten, hat seinen ganz besonderen Grund. Sie stammen nämlich fast ausschließlich von Halophyten ab, denn man hat sie aus der salzliebenden Strandvegetation herausgezüchtet. Das gilt für Spinat, Salat, Kohlarten, Lauch, Rüben, auch für die Zuckerrübe. Sie sind also verhältnismäßig unempfindlich gegen die Schädigungen aller Bodensalze, die ja auch durch das Meerwasser im Ufersand einsickern.
aus "Die letzte Chance"
Was mich etwas wundert ist, warum all die Früchte, die von den Äckern oder aus den Industrie-Gewächshäusern kommen, trotz all ihrem Mangel an Nährstoffen trotzdem noch so wie normale, gesunde Früchte aussehen, d.h. eine Tomate sieht aus wie eine normale Tomate genauso wie eine Paprika etc.
Die alten Ägypter waren laut Geschichtsbüchern ja immer auf die alljährlichen Frühjahrshochwässer des Nils angewiesen, weil dieser den fruchtbaren Schlamm aus den Ländern oberhalb von Ägypten brachte.
Mit dem heutigen Wissen kann man sagen, dass die alten Ägypter, die doch so erstaunliche Dinge wie etwa die Pyramiden zu Wege brachten, nur wenig Ahnung von Biologie hatten. Denn es hätte keiner Nilfluten bedurft, um genügend gute Nahrung im Land, genauer in jedem(!) Land, produzieren zu können. Einzig das Wasser, d.h. die Nilfluten, ist natürlich auch damals schon eine sehr wichtige Lebensquelle in dieser trockenen Gegend gewesen.
Aber auch hier gibt es natürliche Abhilfen wie ich demnächst zeigen werde. Ein Vorabhinweis schon mal: Bäume.