Vielleicht ein Ansatzpunkt

helmut-1, Siebenbürgen, Freitag, 07.08.2015, 17:02 (vor 3821 Tagen) @ Leisereiter2490 Views

damit einen bestimmten Lebensstandard nicht überschreiten, dafür aber vor Überfremdung weitgehend sicher sind, schlauer und weitblickender als wir.

Fakt ist, dass Rumänien, was den Islam betrifft, eine "Insel der Glückseligkeit" darstellt. Das hängt mit der fast flächendeckenden christlichen Weltanschauung zusammen, wobei der überwiegende Teil orthodox ist (nach dem griechischen Ritus, nicht nach dem slawischen wie die Russen und Bulgaren), ein (meist deutschstämmiger) Anteil an Evangelischen, ein (meist ungarischstämmiger) Anteil an Römisch-Katholischen, da gehören auch die Banater Schwaben dazu und die Zipse im Norden, wobei es bei den Ungarn aber auch Protestantisch-Reformierte gibt, daneben gibts auch Griechisch-Katholische und alle möglichen Splittergruppen wie Adventisten, Baptisten, Penticostale, etc.

Das bedeutet, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung irgendeiner christlichen Religion zugeordnet ist, was sich entweder im regelmäßigen Kirchgang auswirkt, oder zumindest sich an den christlichen Traditionen orientiert. Ob das der Grund ist, weiß ich nicht, - aber es hängt sicher damit zusammen.

Was meine ich damit: Wir haben auch in Rumänien eine Schicht Türken, die sich am Schwarzen Meer und auch in Bukarest niedergelassen haben. Aber das sind keine Religionsfanatiker, - eher lockere Muslime. Ob sie alle beschnitten sind, weiß ich nicht, - ich habs nicht nachkontrolliert [[lach]] . Aber sie halten es mit dem Schweinefleisch nicht so genau, genausowenig mit dem Alkohol. Es gibt auch viele Mischehen, wobei in den Ehen verschiedene Religionen zu finden sind, also der eine Partner nicht gezwungen ist, die Religion des andern Partners zu übernehmen.

Fest steht, die haben keinerlei Einfluß auf das tägliche Leben, sie fallen nicht auf, sie haben sich adaptiert, - oft weiß man nicht einmal, dass sie Türken sind. Wohlgemerkt, das bezieht sich auf die von mir genannten Gebiete im Südosten des Landes. Hier in Siebenbürgen ist das überhaupt kein Thema. Ob es der niedere Lebensstandard ist, der die Wohlstandsnomaden davon abhält, sich hier niederzulassen, oder die fehlende Sprachkenntnis, oder der "einschlägige" Ruf des Landes, - ich weiß es nicht.

Ich bin froh, dass RO für diese Art von Zuwanderern keine Magnetwirkung hat, und hoffe (auch mit Rat und Tat) immer weiter, dass die Schicht der Roma, die mit Arbeit nichts am Hut hat, es ihren Freunden und Bekannten nachmacht, die sich in Duisburg bereits heimisch fühlen. Klar werde ich da im Forum keine Zustimmung ernten, ich weiß, dass es auch provokativ verstanden werden kann, - aber ich bin mir hier schon irgendwie selbst der Nächste. Die Kleinkriminalität geht durch den Wegzug so mancher "Zeitgenossen" - insbesonders in der Provinz - zurück.

Andererseits wird durch die Säuberung einer gewissen ethnischen Gruppe das Land immer interessanter für diejenigen, die sich an dem Spruch im roten Fenster rechts oben orientieren. Viele Österreicher, Deutsche, Schweizer und Holländer sind schon hierher gezogen, - manche sind selbständig, manche haben freiberufliche Tätigkeiten, - der Kreis wird immer größer. Dazu kommt, dass man hier - sofern man seinen Lebensunterhalt in die Reihe kriegt - nach seiner Facon leben und selig werden kann, so wie man will. Nach dem geflügelten Wort Friedrichs des Zweiten.

Vieles ist hier schlampiger, ungeordneter, aber dafür nicht so übertrieben organisiert wie in A oder D. Deshalb werden schon in ureigenstem Interesse auch solche wie ich, die hierher gezogen sind, ein Auge drauf haben, dass das alles so bleibt, insbesonders auf die Bevölkerungsstruktur bezogen. Nach dem Motto "Wehret den Anfängen". Wie das ausgehen kann, wenn man das nicht tut, sehen wir täglich an verschiedenen Ländern in Mittel- und Westeuropa.

Nur ein Beispiel:
Gestern - wie jeden Donnerstag - war wieder Probeabend unserer Musikgruppe, bei uns im Wohnzimmer (ist sehr groß, fast 40 m²). Das geht von 19 Uhr so bis 23 Uhr. Natürlich kann man bei dieser Hitze (derzeit 38°) nicht die Fenster zu lassen. Die sind zumeist am Abend gekippt. Wir wohnen im Zentrum der Stadt. Meinst Du, dass da jemand auf die Idee kommt, die Ordnungshüter wg. Ruhestörung zu rufen (wir proben auch mit Verstärker und Boxen)? Mitnichten. Grade gestern habe ich wieder bemerkt, wie die Leute auf der Straße stehen bleiben, uns zuhören und manchmal auch applaudieren.

Allerdings wird man auch keine Chance haben, bei Gericht Schadensersatz durchzukriegen, wenn man auf einem schlecht gepflasterten Gehweg, wo ein Stein in die Höhe steht, hinfällt und sich verletzt. Der Richter fragt dann nämlich, ob man denn keine Augen im Kopf hat oder besoffen war. Hat halt alles zwei Seiten.


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