Kluger Spruch von Helmut
Alles, was nichts kostet, wofür der Mensch nichts aufwendet, - sei es
Geld, Zeit, Arbeit oder sonst was - ist in seinen Augen nichts wert. Es
wird als ein vom Himmel gefallenes Objekt betrachtet, das man einfach nur
akzeptiert, das aber in keinster Weise verpflichtet, für Bestand oder
dauerhaftes Funktionieren im Sinne einer Instandhaltung zu sorgen. Ein
Verantwortungsgefühl dafür gibt es nicht.
Da habe ich das Bild des antiken Rom vor Augen, bzw. dessen letzte Jahrzehnte: Die aus allen Erdteilen stammende, zusammengewürfelte Bevölkerung hatte keinerlei Bezug zur, von den früheren Bewohnern, geschaffenen Infrastruktur (Wasser- und Lebensmittelversorgung, sichere Verkehrs- und Handelswege, funktionierendes Rechtssystem, Abfallentsorgung...). Und ließ sie halt, ohne sich Gedanken zu machen, verkommen.
Und dann gabs in der Stadt Rom irgendwann nix mehr zu essen, der Abfall türmte sich, die Ratten verbreiteten tödliche Krankheiten, und die Bevölkerungszahl regulierte sich von selbst auf ein Maß, welches der Kulturstufe der Bewohner entsprach... weniger als 1.000 Einwohner in der ganzen Stadt.