Interessanter Gedankengang

helmut-1, Siebenbürgen, Freitag, 07.08.2015, 07:44 (vor 3821 Tagen) @ Blue3417 Views

Willkommen im Klub!
Es geht nicht darum, ob schon zuviele hier sind oder nicht, - was "viel" ist, kann ich ja gar nicht beurteilen. Wichtig ist, dass Denkanstösse aus allen möglichen Ecken kommen sollen, damit man die eigene Meinung auf den Prüfstand stellen kann.

Mir persönlich ist es auch egal, aus welcher politischen Weltanschauungsecke die entsprechende Meinung kommt, - solange sie vernünftig ud schlüssig argumentiert ist. Dadurch entsteht automatisch eine Diskussionsbasis mit Inhalten wie These, Antithese und dem Ziel der Synthese.

Zum Beitrag:

Macht nachdenkenswert. Bei manchen Punkten bin ich anderer Meinung (Gottseidank, sonst könnten wir im Kirchenchor singen):

Menschen werden von A nach B geschoben, wie Figuren auf dem Schachbrett; nie ist mir das Bild deutlicher geworden, als dieser Tage, in denen zig tausende sich auf einen Weg machen, der uns allen letztendlich nur Schaden wird.

Das ist sehr vereinfacht ausgedrückt. Verleitet zu fehlerhaften Interpretationen. Klar muß man hier unterscheiden, - zwischen "echten" Flüchtlingen, die deshalb flüchten, weil sie um Leib und Leben fürchten, und den anderen, den Wirtschaftsnomaden. Wie schon öfters hier angedeutet, wird es schon so zutreffen, dass es sich bei der ersten Gruppe um maximal 5% handelt, und bei den anderen eben die restlichen 95%.

Nun, - gehen wir mal vom Verursacherprinzip aus, - wie die 5 % entstanden sind. Sicher nicht aus der Überheblichkeit der Europäer, sondern aus dem wirtschaftlichen Hegemonialstreben der Amis, das sie unter falschen Vorwänden wie "Demokratie" und dem Schutzschild der Nato überall auf der Welt realisieren wollen, wo es Rohstoffe oder einen Nährboden für gute Geschäfte gibt. So war es in den arabischen Ländern, in Afghanistan, in der Ukraine, usw.

Hätte man diese Länder und vor allem deren Führungen in Ruhe gelassen, gäbe es heute keine Flüchtlinge, oder - wenn überhaupt, dann in einer Zahl, wo sich bei jedem Europäer die innere Bereitschaft gewissermaßen aufdrängt, zu helfen.

Nochmal zurück zu den Amis und ihrem Spruch: "Be nice to America, or we´ll bring democrazy to your country". Die von mir genannten Völker hatten allesamt eine Kultur. Klar unterscheidet die sich von der europäischen. Das eine ist das Morgenland, das andere das Abendland. Wenn wir diese Kultur nicht übernehmen wollen, dann ist das verständlich. Unverständlich ist es aber, wenn man einem anderen Volk seine eigene Kultur aufzwingen will.

Niemand hat das Recht dazu, - im Gegenteil, es ist ein Verbrechen. Egal, ob das die Aktionen von der Kirche mit den Kreuzzügen ins Heilige Land waren, oder die Lügen um Saddam, um als erste westliche Macht an den Ölhahn zu kommen. Es mag ja sein, dass die Spielregeln bei anderen Kulturen bei uns Kopfschütteln auslösen. Aber diese Völker haben diese Kultur selbst geschaffen, sind daran seit Jahrtausenden gewohnt und akzeptieren sie in der überwiegenden Mehrheit.

Sollte ein Volk diese Kultur ändern wollen, dann wird es eine Reform (oder eine Revolution) von innen heraus geben. Diese geht dann direkt von den Betroffenen aus, ist natürlich gewachsen und wird auch - sofern sie Erfolg hat - Bestand haben. Alles, was von außen dabei hinein infiltriert wird, ist schädlich und hat nur kurzfristigen Erfolg, danach aber folgt das Chaos. Wenn ein Volk noch nicht soweit ist, einen anderen kulturellen oder auch politischen Weg zu gehen (z.B. Demokratie), dann hat man es in Ruhe zu lassen, - dann ist eben die Zeit noch nicht reif.

Die Nichtbeachtung dieser Binsenweisheiten trägt die Hauptschuld an der Zahl der "echten" Asylanten. Interessanterweise nimmt aber niemand die Amis in die Verantwortung.

Nun zu den Wirtschaftsnomaden:
Diese hat es immer gegeben, - nur die Begleiterscheinungen und vor allem die Zahl hat sich geändert. Auch ich war mal Wirtschaftsnomade, - bin von zuhause weg, weil ich eben in einem anderen Land bessere Chancen und Möglichkeiten realisieren wollte - und konnte. Der Unterschied zu heute: Bei mir lief das auf legalem Weg, ich habe niemanden auf der Tasche gelegen und meinen Lebensunterhalt selbst bestritten, unter Zahlung der Steuern und Sozialabgaben.

Bei Letztgenannten scheidet sich die Spreu vom Weizen. Zum einen gehts um die Transfer-Praxis. Dass hier gut organisierte Kräfte am Werk sind, mit Hilfe von Botschaften und NGO-Klubs, wird wohl kaum jemand mehr bestreiten.
Zum anderen sind es - insbesonders aus Afrika - komischerweise immer junge, kräftige Männer, die überall in der Welt, auch in ihrer Heimat, was leisten und verdienen könnten. Ihr Ziel ist auch nicht Bulgarien oder Rumänien, obwohl auch dort Arbeitskräfte benötigt werden, - nein, sie wollen in bestimmte Länder wie D, A, S, GB, usw. In Länder, wo es (unsinnige) Sozialgesetze gibt, die jederzeit mißbraucht werden können.

Fest steht, - wir haben Politiker, die zum überwiegenden Teil das Augenmaß verloren haben, was für die Bevölkerung zumutbar ist, und woraus ein Nährboden für Konflikte vorprogrammiert ist. Ob das Dummheit oder bewußte Vorgehensweise ist, - darüber kann man spekulieren. Fest steht auch, dass man auf diese Weise einen "kalten Genozid" bewirken kann, - der mindestens genauso wirksam ist wie ein "heisser", der aber politisch viel leichter zu kaschieren ist, insbesonders vor der überwältigend großen Anzahl der Gutmenschen, die man leichter lenken kann als eine Schafherde.

Und so hoffe ich, ..... wenigstens für sich persönlich versuchen, einen wie auch immer gearteten Frieden zu finden. Es gibt uns jetzt schon seit einer Million Jahre, wir haben entsetzliche Dinge überlebt, wir haben wunderschöne Dinge geschaffen und alles in allem denke ich, sind wir gar nicht so verkehrt. Auf jeden Fall haben wir das Potential, die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern.

Gut gemeint, diese Sätze. Der wie auch immer geartete Frieden kann für einzelne Leute auch darin bestehen, das Handtuch zu werfen. Es ist ganz gut in dem Satz rechts oben im roten Feld beschrieben: "Wandere aus, solange es noch geht." Dass wir entsetzliche Dinge überlebt haben, stimmt genauso. Die Frage bleibt nach dem "wie". Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe, - mein Großvater, der Anfang 40 im Widerstand umgekommen ist, hätte sein Leben niemals für das gegeben, was wir heute vorfinden.

Ob wir das Potential haben, ständig gegen den Strom zu schwimmen, - das ist schwierig zu beantworten. Genügend Zeitgenossen gibt es, die das haben, genügend gibt es, die hinter die Kulissen sehen können, leider sind sie in der Minderheit; - aber wer kann es denen verdenken, dass sie einfach nur satt davon sind, immer wieder gegen den Zeitgeist kämpfen zu müssen?

Und zum Abschluß noch eine Bemerkung:
Keine Kultur, kein Geld, kein Wissen, keine Gesetze; nichts kann einen Menschen formen, als die Arbeit an seiner geistigen und charakterlichen Beschaffenheit.

Meine Meinung dazu:
Die Arbeit des Menschen an seiner geistigen und charakterlichen Beschaffenheit bewirkt die Kultur, dadurch ensteht sie, dadurch verändert sie sich, dadurch wird sie geformt.

Beste Grüße!


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Wandere aus, solange es noch geht.