Fall Tanja Gräf aufgeklärt?

nereus, Donnerstag, 09.07.2015, 16:35 (vor 3846 Tagen)11625 Views

Nun ist also auch dieser mysteriöse Tod angeblich geklärt.

Auf einer Pressekonferenz in Trier erläuterte Reinhard Urban von der Universität Mainz detailliert die Ergebnisse der rechtsmedizinischen Untersuchungen an den gefundenen Skelettteilen.
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Urban zog aus den von ihm gefundenen Verletzungen Schlussfolgerungen, wie Gräff ums Leben gekommen sein könnte. Demnach wäre die 21-jährige an einer sehr steilen Stelle des Roten Felsens aus dem Gleichgewicht geraten und mit den Beinen oder dem Gesäß voran den Berg hinunter gestürzt. Diesen Sturz habe sie versucht, mit der Hand abzufangen. Der Fall wurde von einem Baum gestoppt, an dem Gräff zunächst hängenblieb. Erst später sei der Körper dann bis auf die Stelle hinunter gestürzt, an dem die Knochen im Mai gefunden wurden.
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Für die Unfallversion sprechen weitere Erkenntnisse der Ermittler. So sei der Zustand der Kleidung, bis auf Schäden, die unmittelbar dem Sturz zuzuschreiben seien, vollkommen intakt. Gräff hatte sowohl ihre Unterwäsche, als auch Pullover, Hose und Schuhe noch an, alle Verschlüsse, wie Reißverschlüsse und Gürtel waren geschlossen.

Quelle: http://www.n-tv.de/panorama/Wie-Tanja-Graeff-wohl-zu-Tode-kam-article15477241.html

Einfach nur ein Unfall einer Studentin.
Mysteriös bleibt der Fall trotzdem oder wird er gerade entsorgt weil das Publikum gerade mit anderen Themen wie Grexit beschäftigt ist?

Um den Fall zu verstehen, muss man zurück zum 7. Juni 2007.
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Die Mutter fährt ihre Tochter zunächst zu Andreas (Name geändert) und seinen Freunden.
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Um ungefähr 3.50 Uhr ist Tanja mit dem letzten Begleiter aus der Clique auf dem Fest unterwegs, als sie neben einer unbekannten Person an einem Bierstand stehen bleibt. Dieser unbekannte Mann, erklärt der Begleiter später, habe ihn harsch mit den Worten "Lass die Tanja in Ruhe" angefahren. Da Tanja den Unbekannten zu kennen scheint, sei er weitergegangen.
Tanja Gräff bleibt bei dem Unbekannten. Um vier Uhr morgens wird sie von einem anderen Zeugen, der Tanja persönlich kennt, beobachtet, wie sie bei einer Gruppe von Männern steht und mit Andreas telefoniert. Andreas ist mittlerweile in der Trierer Innenstadt unterwegs, Tanja möchte zu ihm. Um 4.13 Uhr telefoniert sie wieder mit Andreas. Ihr letztes Lebenszeichen.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/panorama/verschwundene-studentin-in-trier-tod-am-roten-felse...

Man hatte jeden Stein umgedreht .. oder auch nicht.

Tatsächlich ist der Fundort merkwürdig. Er liegt nur wenige Hundert Meter von der Fachhochschule entfernt, direkt neben einem Wohnhaus. Genau dieses Gelände aber wurde mehrfach abgesucht, auch mit Kletterern, einem Hubschrauber und einer Drohne. Es sind steile Hänge und Klippen, die "roten Felsen" aus Sandstein, die zur Mosel abfallen. Außerdem ist das Gebiet dicht bewachsen.
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Die Polizei setzte schon früh Leichenspürhunde und sogenannte Man-Trailer-Hunde ein. Das sind speziell ausgebildete Tiere, die auch noch die geringsten Geruchsspuren verwerten können.

So etwas hatten wir doch schon mal.
War es nicht verwunderlich, daß die Suchhunde bei extremer Hitze die Leiche von Richterin Kirsten Heisig in einem Berliner Wald nicht auffinden konnten?

Die Polizei geht davon aus, dass Tanja den Felsen herabstürzte. Ob es ein Unfall war, sagt Ermittler Soulier, das wisse man noch nicht. Allerdings war die Absturzstelle schon 2007 mit einem 1,20 Meter hohen Zaun gesichert. Ist Tanja über diesen Zaun geklettert? Um zu Andreas in die Stadt zu kommen? Höchst unwahrscheinlich. Von dort führt kein Weg in die Stadt. Und Tanja kannte das gefährliche Gelände sehr gut.

Und was nun?
Wenn sie dort abstürzte, muß sie über die Absperrung geklettert sein.
Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, daß der Fund erst später dort platziert wurde.
Dann käme aber die Gerichtsmedizin in ein schräges Licht.
Staatlichen Behörden sollte man doch vertrauen, oder?

Eine weitere Spur führt zu einer stillgelegten Kabinenbahn am Zurlaubener Ufer. Zwischen 4:20 und 4:30 Uhr in der Nacht von Tanja Gräffs Verschwinden habe er dort panische Schreie vom Parkplatz gehört, sagt ein Zeuge. „Lass mich“, soll eine Frau gerufen haben, dann noch einmal. Die Ermittler riefen mögliche weitere Zeugen des Vorfalls auf, sich zu melden. Ob die Schreie von Tanja Gräff stammten, konnten sie trotzdem nicht herausfinden.
Allerdings ist die Kabinenbahn nicht allzu weit entfernt vom FH-Gelände, etwa 15 Minuten zu Fuß. Sie liegt am Mosel-Ufer – jedoch nicht auf der Seite des Flusses, wo nun die Leiche gefunden wurde.
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In den Wochen vor ihrem Verschwinden hatte Tanja Gräff offenbar einen neuen Freundeskreis erschlossen. So hätte sie häufiger Kontakt mit Personen aus der Death-Metal-Szene. Haben diese neuen Bekanntschaften etwas mit dem Fall zu tun?
Das sei nicht auszuschließen, fand offenbar die Mutter von Gräff. Sie machte den Kriminalbeamten im „Trierischen Volksfreund“ Vorwürfe: Das Umfeld von Tanjas damals neuem Freundeskreis sei von den Ermittlern nie richtig unter die Lupe genommen worden. Dabei scheint sogar ein Zusammenhang zwischen den neuen Death-Metal-Freunden und einer anderen Spur zu bestehen

Quelle: http://www.findet-tanjagraeff.de/was-geschah-mit-der-studentin-der-raetselhafte-spitzba...

Das Verhalten der Polizei provoziert Fragen.
Denn wie hieß es noch in 2012?

"Was wir brauchen, ist eine handfeste Information, die uns in die richtige Richtung führt," sagte der Leiter des Kommissariats für Kapitaldelikte der Kriminaldirektion Trier, Christian Soulier, der Nachrichtenagentur dpa.
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Soulier ist der Ansicht, dass Gräff das Gelände der Fachhochschule mit einem Auto verlassen haben muss. «Wir haben um die Hochschule unwahrscheinlich viel gesucht. Da ist sie nicht», sagte er. Heißt: Sie sei entweder mit jemanden, den sie kannte, ins Auto gestiegen -oder jemand habe sie gewaltsam ins Auto gezogen.

Quelle: http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/vermischtes/tanja-graeff-seit-fuenf-jahren-spu...

Unwahrscheinlich viel gesucht.
Man hatte sogar Wärmebildkameras eingesetzt.
Doch alles war vergebens.

Leichenhunde machten vor dem dichtem Gesträuch halt, Drohnen und die Wärmebildkamera eines Hubschraubers konnten die Baumkronen nicht durchblicken.

Quelle: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/der-raetselhafte-fall-tanja-graeff-verbrechen-od...

Die Wärmebildkamera konnte nicht durch die Baumkronen blicken.
Ohne Kommentar. [[sauer]]

mfG
nereus


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