Binnenmodell interessiert niemanden

Zarathustra, Mittwoch, 10.06.2015, 13:01 (vor 3872 Tagen) @ Leserzuschrift3294 Views


Hätte man das Volk demokratisch abstimmen lassen, gäbe es keine Euro,
wir müssten nicht zahlen und bürgen (Export von Wohlstand).
Die wirtschaftlichen Probleme, die wir möglicherweise als Exportnation
gehabt hätten, hätte man politisch durch die Umstellung auf ein
erweitertes Binnenmodell abfedern können, man wäre nicht mehr in diesem
Ausmass vom Export abhängig gewesen (ob die Chinesen ohne Euro nichts von
uns gekauft hätten, ist ohnehin die Frage). Gute Produkte wären weiterhin
produziert worden, zum Teil auch für den dann verminderten Export, aber
die Bevölkerung hätte von den Früchten ihrer Arbeit selbst profitiert,
statt etwas gegen Kredit ins Ausland zu verkaufen und diese Kredite dann
später übernahmen zu müssen.

Die Umstellung auf das Binnenmodell hätte natürlich von politischen
Anreizen zur verstärkten Binnenkreditaufnahme geprägt sein müssen, klar.
Am Ende müsste man genauso bürgen, aber für die eigenen Leute, der
rechnerische Vorteil ergibt sich daraus, dass die Leistungserbringung aber
im Land geblieben wäre. (Könnte damit sogar als Sicherheit dienen).
Wahrscheinlich hätten wir dann auch den ganzen ABS-Ami-Kram nicht kaufen
können/müssen.

Das wäre eine Alternative gewesen, Demokratie halt.


In der Schweiz kommt die Bevölkerung, die direkte Demokratie ausübt, nicht im Traum auf die Idee, auf dein Binnenmodell umzusteigen. Der Aussenhandelsanteil ist noch höher als in Deutschland.

Grüsse, Zara


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