Manchmal kommt man mit Schamlosigkeit weiter
Lieber Leser,
für Ihre Zuschrift darf ich mich herzlich bedanken. Es wäre nur zu begrüßen, würden Bürger endlich den Mut fassen, ihre Erfahrungen mit der BRD in die Öffentlichkeit zu tragen.
Ich schäme mich für diesen "Staat".
Bei allem Respekt, aber Scham halte ich nicht für die angemessene Reaktion. Dadurch wird man nur in der Unterwürfigkeitshaltung festgenagelt.
Es käme eher darauf an, in sich selbst den Geist und die Kraft zum seelischen Widerstand zu finden.
Statt Scham halte ich diesem Staat gegenüber Abneigung, auch in ihrer intensivsten Form, für bei weitem adäquater. Mir will auch nicht einleuchten, weshalb ich mich für Dinge schämen soll, für die ich nichts kann?
Mit Ihrer Einstellung, geschätzter Leser, hätten sich Tschechen, Polen, Dänen, Norweger, Holländer und Franzosen wegen der Hitler-Besatzung schämen müssen.
Niemand dort käme auf diese ausgefallene Idee. Warum also sollten wir uns schämen, besiegt und besetzt zu sein?