Alternative zur Demokratie oder zur repräsentativen Demokratie?
Hallo Orlando,
Zitat: "Im Leben zählt, ob die Vorteile die Nachteile ÜBERWIEGEN.
Und genau das ist meiner Ansicht nach bei der repräsentativen Demokratie der Fall."
Fragt sich halt immer, für wen. Gut wenn Du oben dabei bist.
In dem Abgeordneten-ESM-Fall muss ich sagen, da hat sich die Alternative eigentlich ganz gut gezeigt, wohlgemerkt innerhalb der repräsentativen Demokratie.
Das Durchdrücken von ESM etc. könnten bspw. Russlandhasser auch als putinesque bezeichnen. Wird halt nicht gemacht, ist halt EU und nicht Putin
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Mit dem Teufel bin ich nicht gekommen, der soll sich erst kümmern, nachdem sich jemand an den erinnert hat.
Dein Blick auf das Volk hat etwas vom DDR-Politbüro, da war es ja auch die demokratische?
Zitat: "Glaubt jemand im Ernst, bei Volksabstimmungen würde das Ergebnis anders ausfallen als an der Ladentheke oder im Zeitungskiosk oder an der TV-Fernbedienung?"
Ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich den Satz interpretieren soll. Aber ich habe den Eindruck, Dir scheint die "repräsentative Demokratie" gerade deswegen zu gefallen, weil sie echte Demokratie verhindert und Volkes Wille (böse, populistisch) nicht umgesetzt werden muss.
Würde ich eher als Demokratur bezeichnen.
Hätte man das Volk demokratisch abstimmen lassen, gäbe es keine Euro, wir müssten nicht zahlen und bürgen (Export von Wohlstand).
Die wirtschaftlichen Probleme, die wir möglicherweise als Exportnation gehabt hätten, hätte man politisch durch die Umstellung auf ein erweitertes Binnenmodell abfedern können, man wäre nicht mehr in diesem Ausmass vom Export abhängig gewesen (ob die Chinesen ohne Euro nichts von uns gekauft hätten, ist ohnehin die Frage). Gute Produkte wären weiterhin produziert worden, zum Teil auch für den dann verminderten Export, aber die Bevölkerung hätte von den Früchten ihrer Arbeit selbst profitiert, statt etwas gegen Kredit ins Ausland zu verkaufen und diese Kredite dann später übernahmen zu müssen.
Die Umstellung auf das Binnenmodell hätte natürlich von politischen Anreizen zur verstärkten Binnenkreditaufnahme geprägt sein müssen, klar. Am Ende müsste man genauso bürgen, aber für die eigenen Leute, der rechnerische Vorteil ergibt sich daraus, dass die Leistungserbringung aber im Land geblieben wäre. (Könnte damit sogar als Sicherheit dienen). Wahrscheinlich hätten wir dann auch den ganzen ABS-Ami-Kram nicht kaufen können/müssen.
Das wäre eine Alternative gewesen, Demokratie halt. Du fragst aber wohl eher nach einer Alternative zur Demokratur (repräsentative Demokratie), wenn ich es richtig verstehe.
Grüße
s