Vorsicht vor Suvorov

Kirov, Montag, 01.06.2015, 19:08 (vor 3880 Tagen) @ Kurz_vor_Schluss6633 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 01.06.2015, 19:52

Der Mann hat sich im Laufe der Zeit vom authentischen Historiker zum geschäftstüchtigen Historiker entwickelt. Was ganz natürlich ist, da 90 Prozent seiner Leser im Westen sitzen. Dort müssen die Bedürfnisse befriedigt werden, nicht in Russland.

In seinen neueren Büchern kommen da und dort ein Russischer General oder ein Geheimvertrag zwischen Staatsmännern oder eine spezielle KGB-Abteilung vor, von denen man in Russland noch nie gehört hat. Ganz dezent eingestreut zwischen echten Staatsmännern und echten KGB-Abteilungen. Einfach notwendig damit die schockierenden Enthüllungen nicht aufhören und die Auflage nicht fällt.

Zu Stalin - natürlich wollte der das Gleiche machen wie die Wehrmacht, nur isse ihm peinlicherweise zuvorgekommen. Natürlich kann man das Russischen Schulkindern nicht beibringen. Noch nicht.

Was machbar wäre, aber da hapert es am Mut der Behörden, ist Russischen Schulkindern beizubringen, dass eine prominente Clique von Anglo-Bankern sowohl Hitlers als auch Stalins Expansion finanziert hat. Dass es ohne Wallstreet und City of London keine Wehrmacht in Moskau und auch keine Rote Armee in Berlin gegeben hätte. Das würde die große führende Rolle von Stalin in verträglicher Weise beschädigen. Das würde auch Leute wie Suvorov ziemlich beschädigen - falls seine West-Kundschaft es überhaupt mitkriegt.

Suvorov ist heute eine Art Tom Clancy für Anspruchsvolle. Die KGB-Verschwörung hat überlebt und lauert. Fortsetzung im nächsten Buch.

Entspannte Grüße
Kirov


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