"Hitler ein Agent der Allierten" - das ist politisch absolut nicht gewollt, oder?

BerndBorchert, Sonntag, 03.05.2015, 14:03 (vor 3909 Tagen) @ politicaleconomy3254 Views
bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 03.05.2015, 15:29

Und inwieweit er - mit den Karten, die ihm gegeben waren - ein
eigenständiges (wenn auch letztlich aussichtsloses) Spiel spielte. Das
wäre doch zu erwarten - daß H. zwar genau merkte, daß er benutzt werden

Das würde noch den Angriff auf Russland erklären, aber nicht das Versäumnis, Moskau einzunehmen. Ein aktives Versäumnis - die Generäle hatten die Eroberung Moskaus natürlich auf dem Plan. Übrigens waren beide Einscheidungen (Angriff, Nicht-Einnahme-Versuch Moskau) Hitlers Allein-Entscheidungen, auch nach offizieller Geschichtsschreibung. Ein Gehirn entscheidet da was nach einer unklaren und vielleicht sogar doppelten Agenda, und 30 Millionen Menschen sterben daraufhin elendig und sinnlos.

Übrigens: man könnte auf Napoleon verweisen: der hat Moskau erobert, aber trotzdem nicht den Krieg gegen Russland gewonnen. Der Vergleich hat ein Problem: anders als 1941 war Moskau damals nicht die Hauptstadt des Reiches.

Ja, für die zentrale Frage, die Du aufwirfst: was wußte und was wollte
Hitler? Müßte man sich unter diesen Gesichtspunkten neu durch alle
verfügbaren biographischen Infos H's wühlen.

Der Spiegel lässt den Bruder von Adolf Hitler erst in den 20er Jahren nach England auswandern
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46251822.html
aber laut Wikipedia lebte der Bruder schon vor dem WK1 in England, und seine Schwägerin berichtet, dass Adolf Hitler 5 Monate lang dort in Liverpool zu Besuch war
http://de.wikipedia.org/wiki/Alois_Hitler_junior

Ich weiß nicht, ob die Biographie-Suche viel bringt. Wichtig ist, aufzuhören, alles 100 % zu glauben, was einem die Medien und auch die Geschichtsbücher erzählen, insbesondere über die Nazi-Zeit und WK2.

Aber die Leute sind gutgläubig wie Schafe, und Journalisten, Politiker und Wissenschaftler/Historiker sind nicht nur gutgläubig, sondern noch auch noch ängstlich dazu: ein politisch nicht gewollter Beitrag über die Nazi-Zeit und schon ist man weg vom Fenster - das weiß auch jeder von denen.

Bernd Borchert

Die Gutgläubigkeit der Leute hat pathologische Züge: Man zeigt ihnen ein Video, auf dem J.F.Kennedy zuerst von hinten in den Rücken geschossen wird und dann von vorne in den Kopf. Die Reaktion ist: "das muss eine optische Täuschung sein" oder "dann gibts eben 2 Einzeltäter", oder "könnte es nicht sein, dass ein Schuss von hinten den Kopf nach hinten schleudert?" etc... Gutgläubigkeit sollte in den Katalog der schweren psychischen Krankheiten aufgenommen werden.


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