Je niedriger der Bildungsstand, desto größer die Tesla-Begeisterung
Hallo Konstantin,
Warum die Leute klatschen ist mir ein Rätsel.
Ganz einfach:
Das sind jetzt die Alt-1968-er, die Beifall klatschen. Die können weder Mathematik (Wirtschaftlichkeitsrechnung für Anfänger) noch Physik, noch Elektrochemie.
Die kennen auch nicht den Preis eines Batteriewechsels, weil die Appleprodukte (Apple ist so etwas wie Porsche für Arme) ja fest mit den Batterien verschweisst sein sollen.
Die Apples schmeisst man ja bei leerer Batterie weg (ist das nicht extrem umweltfeindlich?
).
Meine Mobilität würde ich jedenfalls nicht einer Mutantenlaptopbatterie anvertrauen.
Von denen kommt auch keiner auf die Idee, Tesla mal nach einer Grafik zu fragen, die die Kapazität der Batterie in Abhängigkeit von ganzen Lade/Entladezyklen darstellt.
Eine Grafik, die die Reichweite in Abhängigkeit der Umgebungstemperatur darstellt, gibt es auch nicht - beides aus gutem Grund.
Tesla kann fast nichts!
Das einzige Teilgebiet, wo sie vielleicht etwas können, ist die Batterie und das Batteriemanagementsystem.
Alles andere können die etablierten Autohersteller eh besser.
Toyota sollte aber aus Erfahrung mit der Hybridtechnik die Batterie und das Batteriemanagementsystem genauso gut beherrschen.
Die einzige Chance für Tesla besteht in der Expansion des Hypes in der Hoffnung, dass sich die LiIo-Wegwerfbatterien verbilligen.
Immer wenn ich Tesla höre, muss ich an die experimentierfreudigen Stadtwerke einer Stadt am Niederrhein denken, die von einem superklugen Foristen hier gleich zum US-amerikanischen Stützpunkt umdeklariert wurde.
Diese Stadtwerke fuhren Anfang der 1980-er Jahre mit Batteriebussen.
Gespeist wurden die Elektromotoren aus Blei-Säure-Akkus, die auf kurze Anhänger geladen wurden. Der große Vorteil hier bestand darin, dass die Batterien bzw die Anhänger (eines von beiden, habe das Detail vergessen) schnell getauscht werden konnten.
Leider setzte sich die innovative Antriebstechnik nicht durch. Der Grund?
Die Batterien erlaubten statt der vom Hersteller versprochenen Reichweite von 80km nur 40km pro Ladung (50% weniger, passt das nicht auch heute zum Marketinghype des Möchtegerninnovators?) Infolgedessen mussten die Batterien bei jedem Rundlauf einer Linie getauscht werden. Die Elektrobusse verschwanden leider wieder aus dem Stadtbild. Das hat sich bis heute nicht mehr geändert.
Nur Wuppertal fährt elektrisch, aber da kommt der Strom aus der Oberleitung.
Elektroautos kann ich mir, wenn überhaupt nur in Gegenden ohne kalten Winter vorstellen. Wie weit reicht die Batterie eines Teslas bei -10 Grad?
Israel drängt sich als Einsatzort geradezu auf. Da fährt keiner zum Shopping nach Syrien. Aber die örtliche Firma "Better Place", die ja auf Wechselakkus setzte, ist mittlerweile insolvent.
Die Elektrochemie bringt es einfach nicht!
Die Zukunft gehört anderen Technologien.
https://www.youtube.com/watch?v=Pphr7WyNBWU
Jetzt brennen mittlerweile ja auch Fahrradakkus:
http://www.focus.de/auto/news/gefaehrliche-akkus-bei-e-bikes-brennende-energiespeicher_...
http://www.welt.de/regionales/hamburg/article116208358/Defekter-E-Bike-Akku-ist-moeglic...
Meine LiIo-Zellen lade ich nur tagsüber, wenn ich eingreifen kann.
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass die damalige Einführung von NiMH-Akkus Nachteile brachte. Mit den LiIo-Zellen kamen die Probleme - was eigentlich schade ist.
Gruß
paranoia
--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.