Nein, die USA importieren immer noch ca. 44% ihres Bedarfs
Bitte richtig lesen; es heißt oben: "Und die Preisbildung für WTI
findet nun mal in Cushing statt" es heißt nicht, dass es nach cushing
verkauft wird.
Also ein kuenstlicher Markt, der nichts mehr mit der Ware zu tun hat?
Genauso wie Rohöl in Europa auf Basis Rotterdam gepreist wird, wird es
zur Versorgung von D auch über Wilhelmshaven und Triest nach D geliefert.
Ähnlich ist es in den USA. Nicht alles Öl fließt zur Versorgung der USA
über cushing.
Das erklaert nicht den hohen Spread zwischen Brent und WTI ueber die letzten 4 Jahre.
Öl wird zur Inlandsversorgung über diverse Verkehrsträger verteilt -
z.B Pipelines, kleinere Schiffe, Zug. Die Beschaffungskalkulation bis zum
Verarbeitungsstandort wären dann - pricing cushing bzw Rotterdam +
alternativer Logistikkosten. Je besser der Standortvorteil einer Raffinerie
ist, um so größer ist der spezifische Kostenvorteil.
Gibt es ein Überangebot an ÖL bei einer Inlandsversorgung ( das ist
derzeit in den USA der Fall) ist man bestrebt, Importe zurückzuhalten.
Importe werden aber nicht zurueckgehalten und sie sind betraechtlich (siehe weiter unten).
Damit die eigene Ölförderkapazitäten möglichst nicht tangiert werden
und aufrecht erhalten werden können, gewährt man vs. dem Weltmarktpreis
(Brent) ein incentive in Form eines Preisabschlags.
Aha, jemand drueckt aus irgendwelchen Gruenden also den WTI-Preis, damit die heimischen Produzenten mehr liefern muessen (weil sie den Cash-Flow aufrecht erhalten muessen), damit die Lager schnell randvoll werden. Nur waere das nicht nur Manipulation, sondern VT, was ja lt. @Elli voellige Kaese ist.
Die Ölmengen, die
aufgrund der Überversorgung in den USA nicht mehr in die "bereits volle US
Lagerlogistik reinpassen", drücken dann, wenn die OPEC fleißig weiter
produziert, auf den Weltmarkt.
Nur komischerweise wird WTI-Oel dadurch billiger als Oel auf dem restlichen Weltmarkt (z.B. Brent).
Nachdem die USA aufgrund von Fracking ihren Status von einem Ölimporteur
zu einem Exporteur gewechselt hat, tritt sie automatisch als zusätzlicher
Wettbewerber vs. der OPEC auf.
Das ist falsch, die USA sind nachwievor Oel-Importeur. Sie importieren immer noch rund 44% des Oelbedarfs:
Domestic Production: 9,419 Barrel/day
Imports: 7,496 Barrel/day
(3/13/2015)
http://www.eia.gov/dnav/pet/pet_sum_sndw_dcus_nus_w.htm
(Seite der US-Regierung)
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