Fuer mich ist das keine Manipulation ... da luegt der Draghi halt wie immer, das ist angeboren ...

CrisisMaven ⌂, Donnerstag, 19.03.2015, 21:30 (vor 3951 Tagen) @ Hasso6664 Views

der größte existierende Markt ist der Anleihenmarkt, also die Zinsen.

Es gibt keine Maerkte. Konsens im Gelben [[zwinker]] ...

Und der ist eindeutig "manipuliert", gibt Mario Draghi gerade im TV "Supermacht EZB" frank und frei zu. Er wurde dazu "gezwungen"... weil die FED und die BoE das ja auch so machen ...
"Ohne EZB" hätten die "Südstaaten" um die 30% Zinsen... "mit EZB" fast NULL.

Ja, das ist aber keine Manipulation. Das ist ja gerade das Fatale: die EZB bestimmt doch selbst die wichtigsten Zinsen.

Manipulation ist es, wenn an einem Markt Preise, die sich aufgrund des Gesetzes von Angebot und Nachfrage [ich vergass, das gibt es nicht] gebildet haetten, dadurch verzerrt werden, dass Marktinformationen gestreut werden oder Angebots- oder Nachfragekraefte (voruebergehend) aktiviert werden, die eben zu Preisausschlaegen in eine bestimmte Richtung fuehren.

Oder, auch immer wieder gern genommen, wenn maechtige Marktteilnehmer immer wieder kurzfristig in einen Markt eingreifen (langfristig geht nicht!), so dass die normalen Preiserwartungen enttaeuscht werden und deshalb bestimmte Akteure dann diesen Markt meiden und ihn notgedrungen den manipulierenden Akteuren ungestoert ueberlassen.

Das sind Manipulationen.

EZB-Zinsfestsetzungen bzw. An- und Verkaeufe wirken "ganz normal" und zu oeffentlich be(ur)kundeten Preisen (!!!) nach den Gesetzen, die es aber im Gelben nicht mehr gibt, nur noch ausserhalb an Universitaeten und Forschungsinstituten. Das erschwert natuerlich die Diskussion etwas.

So... der größte "Markt", den es gibt, ist weltweit manipuliert.... ganz offiziell.

Gerade nicht. Die EZB, Fed und BOJ (und davor die SNB) tun Dinge, die sie kraft ihres Geldschoepfungs- und Zinsfestsetzungspotentials koennen, ganz offen. Das ist keine Manipulation. Sie versuchen dagegen manchmal zu manipulieren, im Geheimen (was Draghi aber gerade NIE zugeben wuerde!), etwa, indem sie mit Goldleihe den Gold-Shortsellern Munition liefern, damit diese ueber gehebelte Kontrakte das Goldangebot groesser erscheinen lassen, als es ist und dadurch dessen Preis druecken (nur fuer solche, die glauben, Ueberangebot senkte Preise - alle andern bitte wegschauen!). Und selbst diese Munition scheint mittlerweile verschossen (d.h. alles physische Gold eben verliehen und nicht mehr zurueckbekommen - eben gerade WEIL Manipulation am Ende immer dem Manipulateur auf die Fuesse faellt!), weshalb man Gold nicht mehr bilanziert, sondern, trotz generellen Saldierungsverbotes, mit "Goldforderungen" vermischt darstellt.

Und nun erzählst Du, dass vergleichsweise kleine Märkte wie Aktien/Öl/Gold etc. "reine Marktwirtschaft sind" sind ...

Ja - oder wer wollte freiwillig fuer etwas zuviel oder zuwenig zahlen? Mit welchem langfristigen Ziel? Wie die Hunt-Brueder?

die Preise also nur durch Angebot und Nachfrage ermittelt werden

Ja, wodurch sonst? Was macht denn jemand am Ende des Tages (Woche, Monat, Jahr) mit dem, was er dann zu zu hohem oder niedrigen Preis ge- oder verkauft hat? Is there a free lunch after all?

Alle anderen Gedanken sind "Käse"...
Ich kann es nicht mehr lesen... denn ich kann klar beobachten

Was siehst Du denn, das ich nicht sehe?

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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