Öffentlicher Dienst - ÖD
Hallo in die Runde,
ich habe über dreißig Jahre im ÖD gearbeitet, ähem: bin dort halt "beschäftigt" gewesen, sowohl als Beamter auf Lebenszeit, später nach Kündigung und zeitweiligem Studium und Rückkehr als Angestellter, zumeist mit verminderter Wochenarbeitszeit in der Verwaltung einer deutschen Universität.
Resumee: Der ÖD ist ein Refugium für Lebensuntüchtige.
Leistung wird bestraft, eigenes Denken ist unerwünscht, die erzählten Witze sind unterhalb jeglichen vorstellbaren Niveaus, Arbeitsergebnisse gleichen Lebensberechtigungsnachweisen ohne erkennbare Außenwirkung.
Es ist durchaus schlimmer, als CM und die anderen hier oben schildern.
Frei nach Woody Allen: Es stellt sich nicht die Frage, warum das damals (die Nazi-Herrschaft in D) passieren konnte, sondern warum das nicht viel öfter passiert ist.
Die im ÖD gekaufte Sicherheit des vermeintlich sicheren Arbeitsplatzes ist eine Mischung aus Lebensangst, Risikofeindlichkeit und Unvermögen. Daher gönnen die Angehörigen des ÖD den Selbständigen und "Erfolgreichen" ihr freies Leben nicht und verhindern deren Kreativität, wo es ihnen möglich ist (siehe Bauamt, Kfz-Zulassungsstelle oder natürlich die Arbeitsverwaltung - um nur einige Beispiele zu nennen).
Gruß
Langmut
P.S. Den Vogel abgeschossen hat im ÖD nach vielen Erzählungen mir gegenüber aber wohl mit Abstand die einstige Bundeswehr während des goldenen Zeitalters der Wehrpflicht, doch leider kenne ich diese buntschillernden Kapriolen als KDVler nur vom Hörensagen.