Bitte nicht Polizeien und Geheimdienste in einen Topf werfen - Polizei versagt nicht, wenn Verfassungschutz V-Männer schützt
stellt die Frage in den Raum, ob gewisse Kreise (die ihn offenbar sehr gut kannten) ihn nicht haben absichtlich tun und walten lassen
Dieselbe Frage könnte man auch so stellen:
"Wie kommt es, daß in einem stets 'kritischen und wohlinformierten' Forum Leute reihenweise auf einen ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten hereinfallen, der an der Vertuschung des NSU-Treibens, und an dessen womöglicher aktiver Förderung beteiligt war, auch was die 'Aktenführung' betrifft und der zu besoffen war, sich noch an seine Ernennung zu erinnern und nun in Chemtrail-Fernsehsendungen mit Leuten, die sich unberechtigt Professor nennen lassen, tingelt und die gekränkte Unschuld spielt?"
Es mangelt eben vielen nicht nur an Kenntnissen der Polizeiarbeit, sondern auch an Grundkenntnissen der (deutschen und Welt-) Geschichte und noch viel mehr an Hintergrundwissen, was Geheimdienste angeht. Das zeigt auch die stets einseitige Auswahl an Literatur, die zu diesen Komplexen zitiert wird. So kann man schlecht etwas dazulernen.
Daher:
"Sie hatten Zeit, um sich vorzubereiten. Aber sie haben nur Papiere ausgefüllt. Keiner kann sagen: 'Wir haben es nicht gewusst'."
Es ist doch überhaupt kein Widerspruch, daß die Polizei nach einem Anschlag korrekt ermittelt, den die 'eigenen' Geheimdienste vorbereiten geholfen und/oder angestiftet haben?
Das war bei RAF-Morden, beim Nationalsozialistischen Vorwand, beim Münchner Oktoberfest, beim Celler Loch doch auch so und eben jetzt möglicherweise auch beim Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt ist es nicht auszuschließen.
Bei NSU-Ausschüssen in Landtagen und im Bundestag tauchen doch laufend Mitschnitte von Telefonabhöraktionen auf, die sich gegen Beamte, Dienststellen und Informanten des Verfassungsschutzes richteten. Wenn die beteiligten Polizisten hätten Komplizen sein oder die Aktionen vertuschen wollen, dann wären ja genau diese Akten nicht auffindbar!
Im Gegenteil,
- die Geheimdienste arbeiten seit Beginn der Bundesrepublik, wenn's ins eigene Konzept paßt, gegen die Polizeien
- sie schützen straffällig gewordene V-Männer durch Tarnidentitäten oder bringen sie ins Ausland (meist beides zugleich)
- sie bringen Polizeibeamte in (Lebens-) Gefahr
- sie behindern selbst die Aufklärung von schwersten Verbrechen vor Gericht wie vor parlamentarischen Untersuchungsausschüssen, indem sie Akten vernichten, zurückhalten oder, am liebsten, einfach ihren Beamten keine Aussagegenehmigung erteilen.
In den ganzen Threads zu dem Berlinier wie zum Nizzaner LKW-Anschlag und zum Bataclan, und, und, und, stand das aber alles nicht zur Debatte, im Gegentteil, da wurde stets die Polizei als extreme Deppen hingestellt (aber gleichzeitig lauthals nach mehr Polizei geschrien), als gegen das eigene Volk arbeitend beschimpft (obwohl sie nur Vorgaben der Politik befolgt, die zum allergrößten Teil von den Foristen und Lesern des Gelben Forums durch Tun oder Unterlassen erst mit geschaffen wurden, weil diese Leser und Schreiber die Parlamente mit einer in der Mehrheit unfähigen, und im Einzelfall kriminellen Mafia, die die ersteren steuern und als Stimmvieh mißbrauchen [Fraktionszwang], ausgestattet haben, statt sich ein einziges Mal vorher wenigstens Grundkenntnisse über Polizeiarbeit und speziell Kriminalistik und Forensik anzueignen!).
Bevor man nicht Polizei- von Geheimdienstarbeit abgrenzen kann, kann man -meines Erachtens- doch gar nicht mitreden! Dazu müßte man sich einlesen. Das ist etwa so, als wollte jemand bei einem Brot eine Lebensmittelbeurteilung abgeben und kennte nicht die Verarbeitungsstufen von der Landwirtschaft über die Mühle bis zum Bäcker. Wenn es dann nicht schmeckt, oder zu große Blasen im Teig hat oder 'zu früh' verschimmelt, wird wahllos einfach der Bauer, der Müller oder der Bäcker verunglimpft.
Man merke sich: auch wenn ein Anschlag von einem Geheimdienst ausgeht, arrangiert wurde oder dieser ihn wissend geschehen ließ, ändert das an der Ermittlungstaktik und speziell der Technik der Spurensicherung ebensowenig, wie der Notarzt einen Schwerverletzten anders behandelt, der vom Moslem oder vom Nazi oder von seiner Frau abgestochen worden ist oder sich selbst verletzt hat. Dies meinte ich mit den Folien, die man über ansonsten klar erkennbare Realitäten legt, um sie dauerhaft bis zur Unkenntlichkeit zu verfremden.
Wie grausam und gezielt Geheimdienste bei false-flag-Aktionen vorgehen, sah man übrigens daran, daß sie, von einem aufmerksamen Leser darauf hingewiesen, selbst im Bataclan dann noch heimlich eine Tür nachträglich eingebaut haben - offenbar ohne, daß Nachbarn das bemerkt hätten, übrigens. Da wär' ja sonst was los, im Internet. Mal seh'n, ob sie auch noch die geheimdiensthörigen Google und Bing dazu bringen, ihre Streetviews entsprechend nachträglich zu retuschieren. Stalinsche Ausmaße, das Ganze.
Auch bei sonstigen Details vertun sie sich, trotz aller minutiöser Planung, laufend.
Information, die Pegida-Bachmann zu einem Tunesier bereits da hatte, als die Polizei selbst sich noch mit einem Pakistani beschäftigte.
Das ist nicht verwunderlich - sie wußte es bereits und ihr (der Polizei) konnte nichts besseres passieren, als daß Amri glaubt, er sei sicher, da sie den falschen suchten. In Wahrheit wußten sie es da schon, und aus diesen Kreisen hatte PEGIDA-Bachman auch die Info zu seinem Tweet. Daß Bachmann nicht besonders helle ist, sollte man an seinen oft mißglückten, z.T. strafwürdigen, z.T. nur peinlichen bis unterbelichteten, sonstigen öffentlichen Äußerungen und Auftritten eigentlich gut ablesen können, wenn man denn unvoreingenommen sein will und nicht nur Merkel- und BILD-Niveau konsumiert. Daß er daher jetzt öffentlich zurückrudert und twittert, er habe nur 'seine Glaskugel' bemüht, hat damit zu tun, daß seine Quelle in den Ermittlerkreisen, die er damit fast bloßgestellt, jedenfalls kompromittiert hat, bis hin zur Gefahr der Entlassung, ihm in der Zwischenzeit gehörig den Kopf gewaschen hat. Und vermutlich so schnell keine 'vertraulichen' Mitteilungen mehr wagen wird.
wenn es nicht nur ein Versagen des Behörden- und Sicherheitsapparates wäre: will derselbe nur seinen Einfluss auszuweiten (er hätte jetzt ein Leichtes, mehr Kompetenzen und bessere Funktionen zu fordern). Oder will er gar die Kanzlerin loswerden? Und wenn Letzteres: tut er das aus eigenem Interesse und Antrieb? Oder im Auftrag Dritter? Möglicherweise auch nur vorauseilend ...
Nichts Genaues weiß man nicht - aber daß es in deutschen Geheimdiensten Doppelagenten, d.h. solche deutsche Beamte gibt, die zusätzlich im Sold eines 'befreundeten' Dienstes stehen und von dort Anweisungen erhalten und daß solche ausländischen Dienste zuvörderst eine dosierte Destabilisierung all ihrer Satellitenstaaten im Auge haben (divide et impera), das kann man mit einem einfachen 'cui bono' an vielen Aktionen ablesen, auf die ein loyaler Geheimdienstler im Traum nicht verfiele. Oder wie kann die NSA mit Wissen und Dulden des deutschen 'Auslands'-'Geheim'dienstes die eigene Chefin ausspionieren lassen und kann er "Selektoren" zulassen, die deutschem Recht nicht entsprechen???
dass die Apparate sich teilweise selbst behindern und bekämpfen werden.
Das ist i.d.R. immer so, war auch zwischen SS-Heydrich/GeStaPo und militärischer Aufklärung (Oster, Canaris) nie anders, ist auch in den USA genauso, vgl. FBI und CIA in der Clinton-Affäre oder der Frage der angeblichen russischen Wahlbeeinflussung; dazu sollte man berücksichtigen, daß dies einer der seltenen Fälle war, wo der Konflikt (halb-) öffentlich ausgetragen wurde! Selbst innerhalb der Dienste und Polizeien gibt es Rivalitäten, z.B. wer welchen V-Mann führen darf und wer von dessen Informationen erfährt.
Mir fehlen Belege aus Aufnahmen der vielen Tausend Überwachungskameras, für die Berlin ja bekannt ist. Und glaubhafte Augenzeugen zum Fahrer des Lastwagens.
Ja, die werden natürlich immer gleich öffentlich auf Youtube gestellt, damit man am Ende polizeilich nie mehr unterscheiden kann, ob ein Zeuge aus eigener Anschauung oder nur aufgrund Erinnerungstrübung berichtet.
Eingrenzung des Gesichtskreises auf das Fahrerhaus des Lastwagens und auf den mutmaßlichen Täter stört mich. Es gelangen zu wenig Randinformationen ins Internet.
So funktioniert gute Polizeiarbeit. Nur im Fernsehen ist das sogar schon vor Anlauf des Films aus der Programmzeitschrift zu erfahren. O tempora, o mores! Früher gab es keine Plattformen wie YouTube, da hat auch keiner solche Forderungen gestellt, aber jeder wußte, daß die Polizei zuallerst eines macht: sämtliche möglicherweise relevanten Aufzeichnungen sichern. Und auswerten. Und 'Augen'zeugen mit diesem Wissen konfrontieren. Eine genau Timeline aufstellen. Sich aus jedem Winkel anschauen, was konnte der Zeuge, was konnte der Täter sehen und daraus Schlüsse ziehen. Polizeiarbeit halt.
Vermutlich haben wir am Ende weniger Informationen als über Nizza.
Zum Glück. Nizza und der ganze Gutjahr-Hype waren so dumm, daß jeder nachträgliche Verbreiter VORHER abgestritten hätte, so dumm je sein zu können ...
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