nenne es Herrschaft der Willkür oder Diktatur
Hallo Nico!
Du schreibst: Da siehst du aber gehörig falsch mein Freund nereus!
Wenn Du meinst. ![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)
Kommunismus bedeutet die totale Verstaatlichung, und bedeutet deshalb auch das Gegenteil von Anarchie, weil dieser Begriff nämlich die totale Entstaatlichung kennzeichnet.
Ich weiß zwar nicht, was Du siehst, aber ich sehe gerade die Installation einer Diktatur heraufziehen, die alles unter ihre Kontrolle bekommen will, also genau das, was der Kommunismus auch wollte.
Diese Entwicklung wird zum Teil von anarchistischen Elementen begleitet, wie z.B. der ungesetzlichen Einschleusung von Menschen, der Ausspähung von Daten oder der Ausweitung der Haftungsträgerschaft zu Lasten des deutschen Steuerzahlers.
Anarchie ist ein Machtmittel der Herrschenden, steht zumeist am Anfang von Revolutionen und kann, wie wir in den letzten Jahren sahen, auch gerne mal „zwischendrin“ genutzt werden.
Für unsere politische Orientierung verwenden wir derweil ein Links/Rechts-Schema, in welchem wir den Kommunismus sehr wohl wiederfinden, während wir hier die Idee der Anarchie aber vergeblich suchen. Da wir den Kommunismus als die maximal linke Ausprägung kennen, sollte folglich der Anarchie die maximal rechte Gegenposition reserviert sein. Dort erblicken wir nun aber eine historische Figur namens Adolf Hitler, und die von diesem geführte Partei namens NSDAP. An dieser Stelle hat diese damalige Bewegung aber nichts zu suchen, denn schon ihrem Namen nach war sie eindeutig links (ob dabei auch extrem oder auch nicht). Diese absurde Zuordnung ist dabei nichts als ein Trick der herrschenden NWO-Mafia.
Das mag sein, nur sehe ich nicht diese Gegensätzlichkeit wie Du, nämlich dass sich Kommunismus und Anarchie völlig ausschließen.
Auch im Kommunismus oder der sogenannten Demokratie können mehr oder weniger Anarchie herrschen.
Wir können uns dazu gerne einmal die Verfassung der DDR heraussuchen und nachschauen, wie groß die Schere zwischen Gesetz und Praxis einstmals war.
Hier ein paar Beispiele.
Artikel 2:
1 Alle politische Macht in der Deutschen Demokratischen Republik wird von den Werktätigen in Stadt und Land ausgeübt.
Quelle: http://www.documentarchiv.de/ddr/verfddr.html
Alle politische Macht wurde von der SED ausgeübt und niemals von den Werktätigen.
3 Die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen ist für immer beseitigt. Was des Volkes Hände schaffen, ist des Volkes Eigen. Das sozialistische Prinzip "Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Leistung" wird verwirklicht.
Die Ausbeutung erfolgte durch die Diktatur von SED und Staatssicherheit. Meines Wissen wurden die Einheitspartei und der Stasi-Krake durch Menschen repräsentiert.
Artikel 11
1 Das persönliche Eigentum der Bürger und das Erbrecht sind gewährleistet. Das persönliche Eigentum dient der Befriedigung der materiellen und kulturellen Bedürfnisse der Bürger.
Geschäfte wurden zwangsprivatisiert, Menschen wurden gezwungen Wertgegenstände zu einem Spottpreis zu verkaufen (oder sie wurden gar enteignet), während über die KoKo diese Waren in harte Devisen verwandelt wurden.
Kein Gesetz der DDR hat das je legitimiert, wie auch die Verfassung das persönliche Eigentum für unantastbar erklärte.
Wir müssen das jetzt nicht weiter erörtern, denn es gäbe noch reichlich andere Beispiele bzw. Widersprüche.
Ich will damit nur aufzeigen, daß totale Verstaatlichung mit Anarchie (Gesetzlosigkeit) Hand in Hand gehen kann und eigentlich auch gehen muß, denn totale Herrschaft kann niemals Widerstand dulden.
Nichts von dem, was bisher in der heutigen westlichen Welt politisch zu sehen ist, deutet aber auf eine kommunistische Ideologie hin, sondern nur auf deren diametrales Gegenteil.
Man kann das kann nie so absolut voneinander trennen, wie Du das machst.
Die theoretischen Definitionen sind das Eine, die praktische Wirklichkeit das Andere.
Schau mal aktuell in die USA.
Der Milliardär Trump begehrt gegen das Establishment auf.
Theoretisch ist das unmöglich, weil ein Milliardär doch automatisch zum Establishment gehört. Wir sehen nun aber, daß es sich wohl doch etwas anders verhält.
Dabei bedeutet die herrschende Ideologie in der Tat das vollständige Gegenteil des (naturgemäß linken) Nationalsozialismus. Gender-Mainstreaming, Homoehe und dergleichen passen kaum zu Adolf, solche Vorstellungen passen aber auch genauso wenig in die DDR.
Das stimmt, aber das wird nur unverständlich, wenn man die Quelle, aus der solche Ideen sprudeln, vernachlässigt.
Die Menschheit „klein zu kriegen“ ist ein sehr langer und mühsamer Weg und daher wechselt man auch bei Bedarf die erforderlichen Masken und Waffen.
So wie sich die Menschen entwickeln, entwickeln sich auch die Eliten und planen dann ggf. um. Wir haben es nicht mit einem in unabänderlichen Monolith zu tun sondern mit Prozessen, die sehr flexibel „gestaltet“ werden können.
Vor 30 Jahren haben die Muslime in Europa kaum interessiert.
Damals ging erst einmal um die Beseitigung des Ostblocks.
Aber auch die Beseitigung des Islam ist bereits im 19. Jahrhundert von den gewissen Kreisen thematisiert worden.
Streng genommen führst Du gerade eine Diskussion mit mir, die Du eigentlich vermeiden wolltest, weil Du das Links-Rechts Schema – hier in Form des behaupteten Gegensatzes zwischen Kommunismus und Anarchie vertrittst.
Unter den kommunistischen Regimen mag es privilegierte Parteifunktionäre gegeben haben, aber es gab keine Oligarchen. Diese kamen erst auf, nach dem Zerfall der Sowjetunion in den hieraus resultierenden Zustand der Anarchie.
Das ist richtig und falsch zugleich, weil es die Intentionen der Macher ausblendet.
Der Bolschewismus sollte die Monarchie und den Nationalismus/Patriotismus zerstören, was im Großen und Ganzen auch gelang.
Der freimaurerische Bolschewismus/ Kommunismus mutierte im Laufe der Zeit aber zu einem russischen Kommunismus. So kehrte sich die Gleichstellung der Juden in den Folgejahrzehnten in einen z.T. problematischen Antisemitismus um.
Kommunistisch war Russland aber 1920 genauso wie 1950 oder 1970.
Als die Idee des Bolschewismus sichtbar scheiterte und auch von dessen „Initiatoren“ IN DIESER FORM aufgegeben worden war, bot man den Untergehenden die rettende Hand, die nichts anderes war als ein erneuter Angriff auf das Riesenreich.
Diesmal währte das Experiment aber nur wenige Jahre.
Heute gibt es in Rußland keinen staatstragenden Kommunismus mehr, sehr wohl aber eine kommunistische Partei. ![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)
Ich behaupte jetzt, daß die Initiatoren des frühen Bolschewismus und die des Oligarchen-Kapitalismus aus derselben Liga stammen, wenn auch anders personalisiert.
Aus nur einer Quelle sprudelte also einmal linke Ideologie und einmal neo-konservativ-liberale.
Es gab auch keine Arbeitslosen und auch niemand ohne Obdach. Fast noch weniger passt aber Multikulti in das Sowjetreich, und auch Hitler war dafür nicht gerade bekannt. Multikulti ergibt sich, wenn die Grenzen offen sind wie Scheunentore.
Die Zeiten ändern sich.
Die Zeit für die große Völkervermischung war zu den Zeiten der UdSSR und DDR eben noch nicht reif, aber sehr wohl schon geplant, siehe die Ansagen des Herrn Coudenhove-Calergie. Diese Typen denken in Jahrzehnten, wenn nicht in Jahrhunderten.
Die Sowjetunion bedeutete aber das Gegenteil, nämlich den ‚Eisernen Vorhang‘ und die Berliner Mauer. Heute reden die Medien von „Neu-Rechten“ und meinen damit allen Ernstes politische Bewegungen wie die von AfD, Trump, Le Pen, Hofer, Orban usw.. Das aber sind die Kräfte, welche zunächst einmal die Grenzen schließen wollen (Trump will sogar eine Mauer bauen, wie einst Walter Ulbricht). Diese Kräfte werben durch die Bank für links orientierte Konzepte. Z.B. kommt mit diesen Kräften auch wieder das Konzept des Protektionismus ins Gespräch, welches eine klassisch linke Position bedeutet. Damit sind diese Kräfte übrigens noch lange nicht als absolut links einzuordnen, sondern nur relativ links zur nämlich rechts-extremistischen NWO-Ideologie.
Aber daran siehst Du doch schon, wie wenig hilfreich diese Etikettierungen sind.
Ich hätte vielleicht besser nicht von Kommunismus reden sollen, sondern von Totalitärer Herrschaft bzw. Diktatur.
Allerdings waren genau das ja Kennzeichen der Ostblock-Staaten, also war es so falsch nun auch wieder nicht.
Dass dabei einer Sahra Wagenknecht von ihren eigenen Parteianhängern geworfene Torten ins Gesicht fliegen liegt nur daran, dass sich notwendigerweise diverse rechtsradikal gesinnte Zeitgenossen in diese Partei verirrt haben, welche sich aufgrund der erbärmlichen Qualität ihres Denkens selbst für links halten.
Nein, @Nico, da hat sich überhaupt niemand verirrt.
Die wurden genau da platziert.
Die Totalitären sitzen in allen Parteien als Trojaner um ggf. bestimmte Entwicklungstendenzen frühzeitig zu blockieren.
Das Kennzeichen von tumorartigem Wachstum ist der Befall aller Organe (Parteien).
Deswegen werden auch rechte grölende Dummbatzen gerne vom tiefen Staat instrumentalisiert, wobei das ebenso für die geistig komplett verwirrte Antifa gilt. Sie sind einfach nur Werkzeuge, die, wenn sie nicht mehr benötigt werden, gnadenlos Schach matt gesetzt werden.
Das gilt auch für Teile der Eliten, die bald keine mehr sein werden.
In der sozialistischen DDR wurden die Palästinenser hofiert, in der Linken steht man jetzt stramm zu Israel.
Die Grünen der Petra Kelly schworen allen Kriegen ab, die Grünen der Gegenwart können gar nicht genug Kriege aus Gründen der „Humanität“ führen.
In diesem Bild zeigt sich also auch der allgemeine politische Wandel der vergangenen Jahre als allgemein fehlinterpretiert. Keines Falls haben sich die als konservativ bekannten Parteien nach links orientiert.
Aber selbstverständlich haben sie das!
Die relativ scharfen Profile wurden beiderseits eingedampft.
Der SPD-Kanzler ließ sich mit Armani-Anzug und Zigarre ablichten, das wäre 20 Jahre zuvor der Todesstoß für einen SPD-Chef gewesen.
Aus der Kammer des Schreckens – dem Kanzleramt - kommen so gut wie keine Ideen mehr, die irgendwie nach CDU klingen.
Dort wird unablässig ein Mahlstrom der Beliebigkeiten produziert, der mal rot, mal grün, mal gelb und auch mal in den Regenbogen-Farben daherkommt.
..
Offenbar haben nur viele Menschen ein Problem zu erkennen, dass sich beide Aspekte nicht ausschließen, sondern in dem Maße koexistieren, in denen ihnen Raum gegeben wird.
Aha, also da geht offenbar noch was. ![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)
Das Wesen des kollektivistischen, staatlichen ist nun mal grundsätzlich ein gleichmachendes Prinzip, und könnte nie etwas anderes sein. Das Wesen des Privaten ist grundsätzlich das Gegenteil. Somit wollen die Linken mehr Kollektivismus (mehr Staat) und die Rechten mehr Individualismus (weniger Staat). Extremismus bedeutet den Grad, in welchem das eine Prinzip zu Lasten dessen anderen bevorzugt wird.
Und wie siehst Du nun die Institution der EU, die überall und in jeden Lebensbereich hinein regiert?
Riecht das nach Individualismus oder mehr nach Kollektivismus?
Hierbei ist zu beachten, daß manche sehr wohl individuell agieren (Konzerne machen Gesetze), daß Stimmvieh jedoch kollektivistisch sonderbehandelt wird.
Dumm sind die Illuminatie also wirklich nicht, aber wer hätte das auch schon behauptet. Mit großer Raffinesse haben sie die Menschen in die Irre geführt, und sie hätten es kaum versäumt, hierfür auch unser politologisches Koordinatensystem zu manipulieren.
Das unterschreibe ich zu 100 %!
mfG
nereus