"Wir" & die Anderen
@ SevenSamurai:
Es liegt in der Natur des Menschen sich in Gruppen zu organisieren; angefangen bei der Familie, der Verwandschaft, dem Freundeskreis bis hoch zu einem Volk. Es gibt also immer ein Zugehörigkeitsgefühl, welches zur nächst größeren Gruppe schwächer wird - beispielsweise empfinde ich die Zugehörigkeit zu meiner Familie und Freundeskreis stärker, als die Gruppenzugehörigkeit ein Europäer zu sein.
Folglich bilden sich in der eigenen Wahrnehmung Grenzen zwischen dem "Wir-Empfinden" und der Wahrnehmung anderer, fremder Gruppen mit welchen man weniger Gemeinsamkeiten und mehr Unterschiede teilt.
Dieses Unterscheiden mag der menschlichen Evolutionsgeschichte geschuldet sein, waren doch etliche Stämme und Sippen vor Urzeiten nicht nur potentielle, sondern tatsächliche Feinde, deren Ziel beispielsweise Eroberung von Land war.
Unterscheiden war also überlebensnotwendig und hat sich bis heute in Bezug auf andere Kriterien erhalten.
Keine Völkerwanderung ist problemlos verlaufen; dort wo unterschiedliche Kulturen aufeinander treffen, bleibt immer offen, wie die Vergesellschaftung verlaufen wird; die "Ureinwohner" werden Veränderungen in ihrem gewohnten Umfeld erfahren und dies sorgt auch für Unsicherheit, die sich fraglos in vielen Reaktionen widerspiegeln wird, beispielsweise emotional, oder im Wahlverhalten.
Gruss, Fairlane