Anzupreisen, Popper zu lesen, um sich nicht unnötig dem Spott auszusetzen
zeugt einmal mehr davon, dass das Theoriegebäude des Debitismus in diesem
Forum mittlerweile von einigen Schreibern auf leisen Sohlen angegriffen
wird -
und wohl schleichend zu Grabe getragen werden soll.
Ich habe viel zum Debitismus gelesen, viel darüber nachgedacht, bisher war mir unbekannt,
dass es das "Theoriegebäude des Debitismus" angreifen würde, wenn man einen Ignoranten darauf
hinweist, sich doch in Poppers Theorien einzulesen, bevor man diese zu interpretieren beginnt.
Du hast wohl Popper nicht gelesen. Vielleicht einmal ein Buch lesen,
das
nicht exklusiv im Kopp oder Arktos Verlag erschienen ist.
Genau diesen Stil braucht dieses Forum! Bravo!
Danke.
Für die ganz Faulen gibt es auch Wiki:
https://de.wikipedia.org/wiki/Offene_Gesellschaft
Besteht zwischen Fleiß und Klugheit neuerdings ein kausaler Zusammenhang?
![]()
Um ansatzweise zu wissen, was Popper mit seiner Offenen Gesellschaft meint, damit man
darauf ausreichend befähigt ist, sich zu diesem Thema im Gelben zu äussern, ohne sich gleich dem Spott
jener auszusetzen, die tatsächlich Popper gelesen haben, ist keine Klugheit nötig.
Klugheit ist jedoch dann nötig, wenn man sich zur Offenen Gesellschaft äussern möchte, nicht weiss, was
diese Offene Gesellschaft ist und dann realisiert, dass man ein wenig Fleiss aufbringen sollte, um sich
eben dieses Wissen anzueignen.
Der Begriff der "Offenen Gesellschaft" stellt sich, aufbauend auf den
Erkenntnissen dieses Forums, als ein Oxymoron allererster Güte dar.
Nein, im Gegenteil. Die Erkenntnisse dieses Forums sind, dass Gewalt abgelehnt wird, systematische
Gewalt jedoch über eine Zeit bestehen bleiben kann und zwar je länger, je subtiler und je indirekter sie
angewendet wird. Deshalb wird Moskau vermutlich auch dieses Mal einen kürzeren Lauf haben als jener Berns.
Wo Macht und deren Androhung, Anwendung, Anerkennung und Anbetung die
grundlegende Bedingung jeglicher sozialer Beziehungen darstellen -
mithin in jeglichen menschlich-zivilisatorischen Gesellschaftsformen -
wo soll da, beispielsweise selbst im weitgefassten, jedoch festen
gesellschaftlichen Rahmen eines Landes wie der Schweiz, tatsächliche
"Offenheit" vorliegen?
Die Schweiz ist das Wunder unter allen Staaten. Hier gehen die Kinder ins Bett, ohne
dass ihnen angedroht werden muss, dass ihr Pensum an Freizeit, iPhone, Süssigkeiten oder
was auch immer beschnitten würde, wenn sie nicht artig im Bett schlafen würden.
Als Ironie gekennzeichnet - für die, die sie nicht selber erkennen.
"Offenheit" für was?
Offenheit in der so inniglich gelobpreisten Schweiz heisst ja
zuallererst:
offen für Höchstprofitmaximierungs- und Kapitalfluchtinstitutionen
jeglicher Art und von jeglicher(!) Seite, offen für höchstkriminelle
Subjekte (jedoch nicht unbedingt für deren kleinkarierte Mitläufer und
Helfershelfer, also deren nützlichen Idioten), offen für globalistische
Ränkeschmiederei, offen für regelmäßige informelle Treffen der
höchstkriminellen globalen und globalistischen Eliten - in angenehmster
und sicherster Umgebung - Rückzugs- und Altersrefugium für dieselben
Kreise u. s. w. in diesem Stile.
Genau das ist es. Die Gewalt ist in der Schweiz verglichen mit den autoritäreren Systemen so *subtilisiert*, dass
diese Gewalt erträglicher ist und auch deutlich länger systematisch ertragen wird. Deshalb bringen
autoritäre Herrscher und deren Hofstaat, I let you name them, ihre Kohle in die Schweiz und nicht umgekehrt.
Die viel direkter ausgeübte Gewalt Gaddafis oder Putins ist in der Schweiz kaum spürbar, weshalb sie nicht
genügend Potential besitzt, um von den Bürgern der Schweiz, z.B. mit einer Initiative, bekämpft zu werden.
Dieses, in ursprünglichem, 'griechisch-demokratischem' Sinne (man muss da
natürlich ein bisschen belesen sein) vollkommen verkommene
Land hier gegenüber anders organisierten nationalen Machtstrukturen
lobpreisend hervorzuheben, voller Spott und Häme gegenüber seinen
Diskussionspartnern, zeugt von einer moralischen Verkommenheit und
Überheblichkeit ohnegleichen.
Die Hervorhebung findet durch Dich statt, hätte aber tatsächlich durch mich stattfinden können.
Wer sich so aber, seine eigenen Lebenslügen vor anderen ungefragt
rechtfertigend, wohler fühlt, der tut's halt.
... statt den Psychologen zu spielen, könnte man mir auch einfach zustimmen, dass Popper zu lesen ist, bevor man Poppers
Ideen interpretiert. Darum geht es.
Dafür muss man weder den Debitismus neu interpretieren, noch die Schweiz gut oder schlecht finden.
(Nur weil man von seinem Schicksal auf einem Fettauge der gegenwärtigen
Weltgeschichte abgesetzt wurde, muss man sich dem Blick fürs Ganze ja
nicht zwangsweise verwehren - das ist ein subjektiv getroffener
Entschluss.)
Jetzt bin ich fast überzeugt, dass man Popper wirklich nicht zu lesen braucht, um dessen Ideen
zu interpretieren.
Für verwirrt Umherirrende mag Deine Empfehlung, geprägt offenbar aus
eigener Erfahrung, zwar nicht wirklich weiterführend,
jedoch möglicherweise zumindest beschäftigungsgebend hilfreich sein.
Damit scheint auch geklärt, wieso im Gelben so viele Antworten zu Posts erstellt werden, wo es
offenbar beschäftgigungsgebend nicht hilfreich schien, jenes Post, auf das geantwortet wurde, überhaupt zu lesen.
) vollkommen verkommene