Leibniz Preis für den Essay 'Der Geist der Tiere'

Zarathustra, Dienstag, 20.09.2016, 10:43 (vor 3449 Tagen) @ Beo23961 Views

Der homo sapiens kannte keinen Staat, also keine auferzwungenen Sitten

und Gebräuche per organisierter Gewalt in riesigen Hyperkollektiven.

WAS kannte er dann? WANN und WO war das? Bitte um historische
Verweise und Belege.

Er kannte die Staatslosigkeit. Das weiss jeder.

Dem Tier den Geist abzusprechen ist eine menschliche Unsitte; die

Kategorisierung Mensch vs. Tier ein perfider, anthropozentrischer Kniff.

Nein, Tiere haben keinen Geist und folglich keine Kultur.

Kartesianischer, mittelalterlicher, anthropozentrischer Unsinn.

Antworten geben können Philosophen oft besser als Naturwissenschaftler, denn was Geist eigentlich ist, beschäftigt die Philosophie seit Jahrtausenden.

Unter den deutschsprachigen Philosophen gibt es vor allem einen, der sich diesem Thema widmet: Der Schweizer Dominik Perler, Jahrgang 1965, ist Professor für Theoretische Philosophie an der Humboldt-Universität Berlin. Er hat 2004 einen Essay unter dem Titel "Der Geist der Tiere" geschrieben, für den er vergangenes Jahr den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft gewann - eine der höchsten Ehren der deutschen Wissenschaft.

WELT.de: Was genau ist Geist?

Perler: Damit bezeichnen wir die Fähigkeiten, die unser Handeln steuern. Emotion und Kognition gehören dazu. Es gibt verschiedene Fähigkeiten. Wir Menschen zeichnen uns durch Sprache und Vernunftbegabung aus. Andere Lebewesen können andere Dinge besser. Es gibt nicht nur eine Form von Geist, sondern jede Gattung hat ihre eigene. Die Frage lautet nicht: Haben Tiere einen Geist? Sondern: Welches Tier besitzt welche Art von Geist?


Beste Grüsse, Zara


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