Mein Problem mit Preismanipulation via Rechtehandel

Orlando ⌂, Sonntag, 18.09.2016, 15:52 (vor 3453 Tagen) @ SMK4979 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 28.09.2016, 14:09

Was ich an dem Manipulationsverdacht hinsichtlich einer dauerhaften Preisbeeinflussung in eine Richtung nicht verstehe, ist, wie diese wirken soll. Denn jeder Kontrakt hat zwei Kontrahenten, der eine erwartet steigende, der andere fallende Preise. Nur long oder short Kontrakte gibt es nicht, sondern nur Kontrakte mit jeweils beiden Seiten.

Das Einzige, was man diesen Kontrakten vorwerfen könnte, ist, dass sie schneller abgeschlossen oder aufgehoben werden können, als die physische Ware per Stapler und LKW bewegt werden könnte UND dass ein Gegenparteirisiko besteht.

Wenn also der von Dir befürchtete Fall eintritt, dass alle Gold haben wollen, ist der Vertragspartner auf der long Seite doch in großem Vorteil, weil seine Rechte im Wert steigen, allerdings hat er das Risiko, dass sein Gegenüber insolvent sein könnte. Das war aber von Anfang an klar.

Wenn gedachter Investor nun unbedingt physisches Gold haben wollte, hätte er solches kaufen müssen, und keine Rechte.

Ich sehe also das Problem nicht und vor allem nicht, wie interessierte Kreise den Preis dauerhaft drücken können sollen, ohne dabei echte Verluste zu erleiden.

Ich vermute eher, dass OHNE einen Papiergoldhandel die Preissituation besonders für Kleinanleger viel intransparenter wäre, abgesehen davon dass dieser nur in einem totalitären System komplett zu unterbinden wäre.


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