Keine Psychopharmaka ohne Arzt - es ist sinnlos! - lieber wenig Schlaf akzeptieren, denn etwas wird sie schlafen.

Olivia, Donnerstag, 16.06.2016, 20:14 (vor 3535 Tagen) @ modesto4344 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 16.06.2016, 20:21

Hallo Hasso,

Du legst den Finger genau in die Wunde und triffst fast ins Schwarze.
Wir können uns nicht anmaßen, uns einzumischen.

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Ich denke auch, dass Hasso mit seiner Analyse ganz gut liegt. Medikamente würde ich ihr keine empfehlen, aber wenn es geht, täglichen Kontakt mit Euch, ggf. ein paar Telefonate mit der von Helmut genannten Psychologin. Dort kann sie vermutlich Dinge aussprechen, die sie euch nicht erzählt.

Ich habe viele Jahre in einer extrem angespannten und teilweise fast aussichtslosen Situation gelebt, wo ich oft nicht wusste, wie ich den "Berg", der sich auftürmte, bewältigen sollte. Aber ich musste ihn bewältigen. Schlafen geht dann nicht mehr. Dazu Dauerschmerzen - Resultat eines schweren Verkehrsunfalls. Wenn ich Medikamente genommen hätte (es kamen natürlich immer wärmste Empfehlungen), dann hätte ich die Situation wohl nicht bewältigen können. So habe ich akzeptieren müssen, dass ich nicht schlafen konnte und viele Schmerzen hatte. Nachts habe ich gelesen, fern gesehen und immer wieder kurz geschlafen. Erstaunlicherweise kann man mit relativ wenig Schlaf auskommen. Man fühlt sich nicht prächtig, aber es geht. Es hilft, wenn man Verpflichtungen hat und Verantwortungen, die nicht "warten" können (So haben viele Menschen sicherlich auch den Krieg überlebt).

Wenn eure Freundin "gesund" ist, wird es nur helfen, Stück für Stück die Stressoren "einzudämmen" UND während des Stressabbaues zu lernen, mit den Stressoren emotional ANDERS umzugehen. Es gibt REALEN, echten und existenziellen Stress. Der wird nicht weniger durch Medikamente, aber die Medikamente können neben Abhängigkeiten noch zusätzliche Schäden und Fehlentscheidungen verursachen. Einer meiner Bekannten wurde abhängig von Tavor. Das geht schneller, als man denkt. In den "Hochzeiten" meiner Qual konnte ich nur noch denken, dass ich so etwas meinen ärgsten Feinden nicht wünschen würde. Heute habe ich es fast vergessen.

Es gibt ein Morgen und es gibt die Möglichkeit, aus schlimmen Situationen/Lebenskrisen heraus zu finden.

Ihr könnt eurer Freundin zuhören und Mut zusprechen. Lasst euch nicht von ihrer Angst anstecken! Freunde sind wichtig, das wisst ihr selbst! Und irgend etwas, was den Menschen interessiert, was Spaß macht, was Aufmerksamkeit fordert. "Positive Ressourcen aufbauen" heißt das wohl in der Fachsprache.

Die Entscheidung "los" zu lassen und sich solche positiven Ressourcen selbst zu schaffen und anzunehmen, die muss aber aus ihrem Innersten kommen. Ihr könnte nur Angebote machen und Hinweise geben. Alles andere liegt an ihr.

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For entertainment purposes only.


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