Im Wald der Rue de Rivoli
Ernst Juenger (der Waldgaenger) zu Pferde auf der rue de Rivoli
sieht nicht nach Wald oder "zu Fuß" aus.
Hallo Liebe/r 'aus Suedfrankreich'
Danke für die Antwort, die für mich - wenn ich sie richtig verstehe - meine Idee unterstreicht.
Ich musste den Text von Google übersetzen lassen, da ich kein Französisch kann.
Weil so übersetzt ein Text ungenießbar wird, habe ich ihn nur ansatzweise verstanden.
Es geht Dir - nach Deinem Betreff zu urteilen - wohl um Ernst Jünger als Komplize der Nazis oder von mir aus auch als Nazi.
Das ist natürlich ein beliebter, fast zwangsläufiger Wechsel des Fokus.
Den man beim kleinen Flieger- und Kriegerprinzen Antoine de Saint-Exupéry typischerweise nicht so macht.
Wiederum sagt der Text wohl mehr aus, dass eben Jünger intensivst Krieg, Moral und Nationalsozialismus innerlich bearbeitet hat.
Ernst Jünger und seine persönliche Geschichte ist mir egal.
Hinterbänkler und seine persönliche Geschichte ist Dir egal.
Was den Über-Jünger-Vortrag betraf, ging es mir nur um den Inhalt, wie Du z. B. auch nur den Inhalt meines Beitrags hast und nicht mehr.
Dass ich als Kind die Bibel auswendig lernen und Kirchenlieder singen musste, ändert nichts an meinen geäußerten Gedanken.
Wiederum passt der Nazi-Jünger vielleicht doch ein wenig zu meinem Thema.
Wenn ich mit 50 durchs Dorf zu Dir fahre, beim Einkauf eines Gastgeschenks 19 Prozent Mehrwertsteuer entrichte, am Flughafen meinen biometrischen Pass vorzeige, bin ich eben auch der 'Komplize' des Staates.
Nicht anders, wenn ich gezwungenermaßen bei den Nazis die Hacken zusammenschlage oder bei der Bundeswehr den Lauf des Gewehres putze.
Ich kann natürlich als heutiger Zivilist nicht mehr Komplize des Nazi-Staates sein, aber des Bundesrepublik-Staates.
Der Jünger-Wald ist aber überall, auch auf dem Rücken des Paradepferds.
Es geht mir um die Ich-Identifikation mit dem Zivilisten, bei Jünger mit dem Soldaten.
Es ist möglich auf einem Paradepferd sitzend die Ich-Identifikation zu verlassen und zwischen den Häusern der Rue de Rivoli in den Wald zu gehen.
Es ist möglich - wie Jünger - dabei den Krieg als das Feuer, das das Gold prüft, zu empfinden.
Fasziniert vom Anblick der Häuser, vom Klackern der Pferdehufe, vom Glück, wild...
...und anstelle von Heil Hitler.
Danke und Gruß
Hinterbänkler
--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...
Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'