Was soll diese Piefke-Überheblichkeit - Ösis seien zu blöd, zwischen zwei Kanditaten richtig zu wählen.

mira, Dienstag, 24.05.2016, 00:17 (vor 3555 Tagen) @ XERXES4609 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 24.05.2016, 00:20

Was macht man denn nun, wenn man weder für Kandidat eins noch für Kandidat zwei ist und das auch bei der Wahl deutlich äußern will?

Man könnte nicht zur Wahl gehen, das wird aber von Parteien und sonstigen Fachleuten als \"Politikverdrossenheit\" gewertet, man landete also im Körbchen der politisch Desinteressierten und wird weder wahr- noch ernst genommen. Zwei Mal \"nein\" kann man auch nicht wählen, weil das nicht auf dem Stimmzettel vorgesehen ist. Bleibt nur, ungültig zu wählen, um nicht als tumber Nichtwähler zu gelten und die Wahlbehörde so zu zwingen, diese bewußte Stimmabgabe wie die anderen Stimmen auch mitzuzählen und zu veröffentlichen. So verhindert man auch \"nordkoreanische\" Wahlergebnisse. Ungültig Wählende gehen daher möglicherweise bewußt zur Wahl und äußern also auch ihre Meinung, mit Beschränktheit hat das überhaupt nichts zu tun. Da könnte auch der Grund für das Ansteigen der ungültigen Stimmen im Stichwahlgang liegen - denn es sind ja schon alle anderen, die man vielleicht besser findet, ausgeschieden.

Darum wird z.B. doch auch in wirklich \"demokratischen Staaten\" mit Wahlpflicht meistens offen gewählt, damit nur keiner auf die Idee kommen kann, den gesamten Wahlzettel einfach durchzustreichen - also ungültig zu wählen, um so seine Opposition auszudrücken und 99,9% Zustimmung zu verhindern. Grüße mira


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.