Was Ihr alles wißt. ;-)
Hallo Meph!
Deine Überschrift stimmte mich hoffnungsvoll, aber ich hoffte vergebens. ![[[freude]]](images/smilies/freude.gif)
@Orlando eröffnete mit: Glaube ich nicht. In der Natur setzt man sich entweder an den gedeckten Tisch, oder man schwindet klaglos hinweg, allenfalls heult man dabei noch etwas herum.
In der Natur setzt man sich sehr selten an den gedeckten Tisch. Die Tiere müssen oftmals sehr viel tun, um ihren Nahrungsbedarf zu decken. Einfach mal ein paar Natur-Dokus reinziehen oder Tiere beobachten – aber bitte keine Haustiere mit Strickpullover und Schleifchen im Haar.
Ich glaube nicht an die Urschuld, ein Begriff übrigens, auf dem @dottore auch nicht unbedingt bestehen wollte.
Meines Wissens war dieser Terminus eine wesentliche Basis seines gesamten Erklärungsmodells.
Das er diesem die Füße weggezogen hat, möchte ich zumindest in Zweifel ziehen.
Er funktioniert auch nur recht holprig, wenn man die Person in zwei Teile teilt, die aneinander zwar Ansprüche stellen sollen, aber nicht vollstrecken können dürfen usw. also ziemlich viele spezielle Randbedingungen für ein angeblich elementares Konzept.
Es kann natürlich auch sein, daß die Urschuld von einigen seiner Anhänger nicht verstanden wurde.
Ein in die Welt „geworfenes“ Kind ist „schuldig“, weil es der Pflege und Zuwendung der Eltern bedarf. Ohne diese Pflege würde es sterben.
@Dottore hatte diese Schuld auf moderne Zeiten übertragen und auch eine Summe von 100.000 oder 120.000 D-Mark ermittelt, die der oder die „Kleine“ an Kosten verursachen bis es selbst finanziell auf eigenen Füßen steht.
Dieses Konzept ist zutiefst elementar, weil ohne aufgezogene Kinder später überhaupt keine Kontraktschulden entstehen können.
Was die Teilung angeht, ging es um die Lebenserhaltung an sich, die man sich aufgrund seiner Existenz schuldig ist – daher Urschuld.
Wer nichts ißt und trinkt oder sich bekleidet, der geht kurz danach vor die Hunde. Man ist sich also die Erhaltung seiner Existenz schuldig, die in den allermeisten Fällen mit Beschaffung (z.B. Tiere) oder Arbeit (siehe industrieller Mensch) verbunden ist.
Die Sonne ist eben kein Gläubiger, genauso wenig wie die Mutter. Den ganzen Schuld- und Gläubigerkult haben die Männer erfunden, um ihrem Drohnendasein einen Sinn zu geben und um an die Leistung der Schwächeren zu kommen, natürlich.
Nein, hier werden grundlegende Prinzipien nicht verstanden.
Natürlich werden die meisten Mütter keine Rechnungen ihren Kindern ausstellen, aber sie dürfen erwarten, daß ihnen die Kinder später mal zur Seite stehen, wenn sie selbst nicht mehr können.
In diesem Sinn haben wir es mit einem ungeschriebenen Vertrag zu tun.
Das es heute eine größere Anzahl von Menschen gibt, die sich an diesen „ungeschriebenen Vertrag“ nicht mehr erinnern wollen, ist ein Zeichen unserer Zeit.
Zum Vertrag kann nämlich auch der Vertragsbruch gehören.
Nach diesen sinnreichen Erläuterungen tritt dann der Teufel höchstpersönlich auf den Plan.
@Meph schreibt: Die Urschuld begann damals, als der Mensch eine Möglichkeit fand, sich ein Surplus zu schaffen, welches die Natur nicht für ihn vorgesehen hatte, und den Gebrauch des Feuers entdeckte.
Wie erwartet, hat der Leibhaftige das mit der Urschuld natürlich auch nicht verstanden, denn er mogelt das Feuer dazwischen.
Logisch, wenn man in der Hölle wohnt, kann einem auch nichts wirklich Gescheiteres einfallen.
Interessant finde ich, daß die Natur hier denkt, denn sie hatte die Verwendung des Feuers nicht vorgesehen. Der denkende Mensch hat also die denkende Natur überlistet.
So ein Schlingel aber auch. ![[[freude]]](images/smilies/freude.gif)
Ich halte das Feuer für eine spielerische Entdeckung, nicht geboren aus dem Verstand, sondern umgekehrt: Die Entdeckung des Feuers schuf erst den menschlichen Verstand.
Wir wissen es beide nicht und @Orlando leider auch nicht, weil es vor der Erfindung oder auch „Gabe“ der Schrift „entdeckt“ wurde.
Daher mußt Du Dir darüber keine weiteren Gedanken machen.
Und mit dem Feuer war es genauso wie mit dem Strom: Bis vor etwas über 150 Jahren kannte der Mensch keinen Strom, hat ihn niemals weder benötigt noch vermisst, und heute geht es praktisch nicht mehr ohne Strom.
Dein Strom fließt in jedem Blitz und die Techniker wären froh wenn sie die Energie eines Blitzes endlich technisch nutzbar machen könnten.
Oder anders, der Strom ist so alt wie das Wetter und das, lieber Meph, ist schon seeehr alt. Man hat halt nur entdeckt, was längst existierte.
Der Blitz ist ein sichtbarer Stromfluß, ähnlich wie der Lichtbogen im Umspannwerk.
Bei der Nutzbarmachung würde ich Dir zustimmen, aber so sicher ist das auch wieder nicht, denn es gibt auf der ganzen Welt Bauwerke, die nicht so recht zu Lendenschurz und Pfeil und Bogen passen wollen. Daher ist es nicht so abwegig, davon auszugehen, daß die Menschen schon vor vielen tausend Jahren Strom erzeugen und nutzen konnten.
Doch möglicherweise kam dann irgendetwas dazwischen und man ging danach wieder zurück auf Los.
Genau so war es mit dem Feuer auch: Kaum war es entdeckt, innerhalb weniger Generationen, konnte der Mensch nicht mehr ohne Feuer.
Er hätte schon gekonnt, aber er wollte es wohl nicht mehr.
Und so hat man auch keine einzige menschliche Gemeinschaft gefunden, die ohne Feuer überleben konnte.
Da könnte was dran sein.
Und damit war die Urschuld in der Welt: Der Mensch musste vom (schuldlosen) Sammler zum schuldigen Jäger werden, um leben zu können.
Wie vermutet – er hat es nicht begriffen.
Die Urschuld entsteht mit dem irdischen Dasein.
Sie ist dem Leben inhärent und muß BEDIENT werden.
Man kann sich allerdings auch zwangsernähren lassen, muß aber dennoch jemanden finden, der die Aufgabe und Kosten für einen übernimmt.
Noch einmal: Naturzustand ist, das zu nehmen, was die Natur von sich aus anbietet.
Naturzustand ist Naturzustand – egal, Ob Du Dir etwas davon nimmst.
Nimmst Du Dir nichts, geht es Dir wie den Pinguinen.
Der Natur ist es letztlich Wurst.
Urschuld ist, wenn das nicht genügt und die Natur gezwungen werden muss, das zu liefern, was der Mensch benötigt.
Autsch!
Das war gerade der Hilferuf der Natur.
Die wird nicht gezwungen, die liefert freiwillig ganz OHNE SCHULD.
Aber die Lebewesen in der Natur müssen sich bewegen und Existenzschulden bedienen, um zu überleben. Das hatte @Dottore meines Wissens nach mit der Urschuld gemeint.
Und dann antwortest Du @Orlando: Nö, hast du falsch verstanden. Ich hoffe, ich konnte dich mit obigem überzeugen.
War leider auch falsch, aber nun weißt Du ja, was wirklich gemeint ist mit der Urschuld. ![[[zigarre]]](images/smilies/zigarre.gif)
@Orlando: Die Sonne ist eben kein Gläubiger, genauso wenig wie die Mutter.
@Meph: So ist es. Und der Mensch ehrt seine Eltern lt. Bibel nicht aus Schuld, sondern, damit es ihm wohlergehe auf Erden. Also aus egoistischen Gründen.
Lt. Bibel soll der Mensch vor allem Gott ehren, der ihm den ganzen überlebensnotwendigen Krempel zur Verfügung gestellt hat.
Und das Ehren der Eltern sollte eigentlich aus Liebe geschehen und nicht aus Egoismus heraus. Die Naturvölker haben das noch nicht vergessen.
Du kannst mir aber gerne die Bibelstelle benennen wo es anders steht. Gute 1.400 Seiten hat man nun auch nicht immer allseitig parat.
Vielleicht ist das die - seelische - Strafe mit der Flüchtlingskatastrophe, dass wir unsere Eltern und Vorfahren nicht geehrt haben?
Wahrscheinlich ist das der Fall.
Das wäre übrigens der Rettungsring für Angela.
Schreib doch mal ans Kanzleramt – dort gehen nämlich bald die Erklärungen und wahrscheinlich auch die Lichter aus.
mfG
nereus