Vielleicht doch Goldene Zeiten?

Orlando ⌂, Freitag, 12.02.2016, 15:21 (vor 3648 Tagen) @ Silke3750 Views

Die Grundzüge des Debitismus sind mir bekannt <img src=" />

Allerdings fehlt mir einfach die Überzeugung des Untergang-Teiles.

Als Börsianer glaube ich eher, dass "unhaltbare" Zustände viel, viel länger halten, als man denkt.

Ich habe auch keine "Schuldenobsession", weil Schulden sind halt Guthaben und vice versa. Wir Deutschen neigen vermutlich aus linguistischen Gründen zum Kurzschluss Schulden=schlecht. Sieht man in der Kopfleiste dieses Forums, es lassen sich auch Stellen in dottore Martins Schriften dafür finden.

Wenn ich den Debitismus erfunden hätte, hätte ich ihn "Donatismus" genannt. Denn das Bezeichnende am Schulden/Guthaben Dualismus ist die unbestreitbare Freigebigkeit der Gläubiger. Jeder Dahergelaufene wird doch mit Krediten überschüttet, wenn er sich nicht wehrt. Das ist doch erst mal sehr mitmenschlich, oder nicht?

Sicher wäre es besser, wenn man dem Staat nichts gäbe - aber dann würde er mehr beschlagnahmen. Durch Staatsanleihen wird er sozusagen gezähmt, ist das nicht wunderbar?

Ich vermisse auch die Einschätzungen zum aktuellen Überschusshaushalt - sowohl Saldenmechanikern als auch Debitisten ziehen es da zZt. anscheinend vor, gar nichts dazu zu sagen, wohl weil nur sperrig in die Theorie integrierbar.

Goldenes Zeitalter halt (siehe Carlota Perez) <img src=" /> - man wird es erst so richtig würdigen, wenn es eines Tages vorbei sein wird.


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