Erbschaft, Erbschleicherei und Erpressung – Nachtrag
Liebe Forenleser,
ich habe zwar einen eigenen, relativ bekannten Account im Gelben, aber möchte in diesem Falle doch lieber als Leserzuschrift bleiben.
Betreffend meiner Frage betreffend Erbschaftsrecht und dem Verhalten meiner Mutter gem. dem Beitrag: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=389210
möchte ich noch einen Nachtrag anfügen.
Die Dinge entwickeln sich leider noch schlimmer als befürchtet.
Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass der Hausverkauf wahrscheinlich doch nicht ganz so freiwillig erfolgte wie ich annahm.
Meine verwitwete Mutter befindet sich, bei ihrem neuen Lebenspartner, in einem extremen seelischem Abhängigkeitsverhältnis.
Er kontrolliert und verbietet ihr den Kontakt zu mir und mittlerweile ist der Kontakt zur gesamten Verwandtschaft (Schwestern, Brüder und Neffen) nahezu bis vollständig abgebrochen worden.
Einige konkrete Anhaltspunkte, von ihr selbst, von Nachbarn und Kollegen sowie Verwandten geäußert, sprechen stark für die Vermutung einer Misshandlung oder Unterdrückung, durch ihren Partner.
Zumindest deutet es darauf hin, dass meine Mutter den Hausverkauf nicht ohne Zwang durchführte.
Allerdings ist ihr das offensichtlich selbst nicht bewusst.
Ferner hat sie den neuen "Lebenspartner" durch den gemeinschaftlichen aber von ihr, aus dem Einnahmen des ihr vererbten Hauses, beinahe vollständig finanzierten Bau eines neuen, kleineren Reihenhauses bedacht.
Wobei ich sie in dem Punkt für stark befangen halte und sie es wohl anders sieht. Denn für sie sind alle Verwandten "böse" und nur sie hat das Recht mit ihrem neuen Lebenspartner "ihr neues Leben aufzubauen".
Da mein Vater bereits tot ist, kann sie ihr Testament nicht mehr beliebig abändern.
Das ist dem neuen Lebenspartner, der es auf ihr Geld abgesehen hat, vollkommen bewusst.
Er arbeitet im Controlling und kennt sich mit der Gesetzeslage und den maximalen Möglichkeiten, die ihm der Manipulation dienen, sehr gut aus.
Momentan fällt mir darum nur ein, noch einmal beim Nachlassgericht, das ehemalige Testament meines Vaters anzufordern - das meine Mutter selbst nicht herausgibt - um die Interpretation gerichtlich und auf "Anfechtungsgründe" hin zu prüfen.
Der nächste Schritt wäre dann wohl erst nach ihrem eigenen Ableben möglich, sofern man ihr eine "böswillige Schenkung" nachweisen könnte.
http://www.institut-fuer-internationales-erbrecht.de/erbrecht-deutschland/boswillige-sc...
Meine Frage wäre, ob ich als außenstehender Sohn schon zu Lebzeiten meiner Mutter etwas unternehmen könnte?
Es geht in erster Linie auch darum, dass ich einen fairen Anteil am Erbe meines Vaters sichere, was nicht zuletzt auch in ihrem Interesse wäre.
Wenn irgendwann einmal eine Pflegebedürftigkeit eintreten sollte, dann wird man sich natürlich zunächst an mich, dem einzigen Sohn, wenden.
So wie ich die Sache einschätze, wird dieser Mann nämlich, nachdem er meine Mutter ausgesaugt und ihr alles Geld und Vermögen abgepresst hat, sie allein stehen lassen.
Meine Mutter handelt hier vollkommen fatalistisch und schadet sich damit nicht nur selbst, sondern der ganzen Familie.
Alternativ könnte ich auch versuchen die Polizei einzuschalten. Doch ich nehme an, dass man ohne den Mitwirklungswillen meiner Mutter oder mindestens weitere Zeugen, keine erfolgreiche strafrechtliche Verfolgung wegen Betruges, Körperverletzung, Erbschleicherei, etc. anregen kann.
Es tut mir weh zu sehen wie ein Mensch derart systematisch kaputt gemacht wird und ich bin mit meinem Latein vollkommen am Ende.
Wenn jemand schon einmal ähnliche Erfahrungen hatte oder einen guten Rat weiß, dann wäre ich sehr verbunden.
Viele Grüsse
Andreas